Freelancer-Kompass 2023: Freelancer verdienen mehr als 100 Euro pro Stunde

IT-Freelancer im deutschsprachigen Raum verdienen im Durchschnitt einen Stundensatz von mehr als 100 Euro - zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue Studie von Freelancermap(öffnet im neuen Fenster) . Dabei handelt es sich um eine Zahl mit einem kleinen Haken: In Deutschland liegt der Durchschnitt bei 99 Euro, in Österreich sogar nur bei 97 Euro pro Stunde. Es sind die mit 134 extrem hohen Durchschnittsstundensätze der Schweiz, die den Gesamtwert im DACH-Raum über die 100-Euro-Marke heben.
In den Coronajahren 2020 und 2021 stagnierte der Durchschnittslohn bei um die 94 Euro. 2022 verzeichnete Freelancermap bereits einen leichten Anstieg, nun verstetigt sich der Aufwärtstrend offenbar. Schon kurz nach Beginn der Pandemie, Mitte 2020, vermeldeten viele IT-Freelancer eine deutlich verschlechterte Auftragslage mit pausierten oder gänzlich gestrichenen Projekten.
Trotz dieser schlechten Ausgangslage verzeichnete der Studie zufolge mehr als die Hälfte der Befragten im Jahr 2022 einen Bruttoumsatz von über 100.000 Euro. Knapp ein Viertel der Freelancer verortet die Studie am unteren Ende der Skala bei weniger als 50.000 Euro, 27 Prozent setzten mehr als 150.000 Euro um.
"Die Umsätze verlagern sich immer mehr in die zwei extremen Kohorten: Sehr viel oder sehr wenig Umsatz" , heißt es dazu. Dass die Gewinne der Freelancer vergleichsweise niedrig ausfallen - die Hälfte liegt unter 50.000 Euro - erklären die Autoren der Studie mit steigenden Kosten durch die Inflation.
"Die Herausforderungen der zukünftigen Arbeitswelt beschränken sich nicht nur auf den Mangel an Fachkräften oder den demografischen Wandel, sondern auch auf den grundlegenden Einstellungswandel, wie Menschen arbeiten wollen" , erklärte Freelancer-Map-CEO Thomas Maas. "Es besteht ein wachsendes Bedürfnis nach Flexibilität, ohne dabei Sicherheiten aufzugeben." Er rechne daher damit, dass immer mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.
KI ist eine fehleranfällige Chance
Ein weiterer Schwerpunkt der Studie war das Thema künstliche Intelligenz. Nach einer aktuellen Umfrage von Github nutzen bereits 92 Prozent der befragten Entwickler in den USA KI-Tools beim Programmieren.
Freelancer aus dem deutschsprachigen Raum scheinen dem Trend skeptischer gegenüberzustehen. 41 Prozent nutzen KI-Tools, die Nicht-Nutzer sind in der Mehrheit. Von denen, die KI nutzen, setzen 89 Prozent auf ChatGPT, Githubs Copilot verwenden lediglich 15 Prozent.
Weitere Informationen zum Thema Freelancer gibt es hier in unserem Karriere-Ratgeber.



