Abo
  • Services:
Anzeige
Android N kann auch freischwebende Fenster - mit etwas Bearbeitung.
Android N kann auch freischwebende Fenster - mit etwas Bearbeitung. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Eingriff im System nötig

Um den erweiterten Fenstermodus zum Laufen zu bringen, wird im Grunde eine Config-Datei im Android-System verändert und die Ausgabe in einer weiteren Datei gespeichert. Darüber wird der erweiterte Modus aktiviert. Um auf der Systempartition Daten zu verändern, müssen Nutzer Zugriff darauf erhalten. Unter TWRP wird die System-Partition daher zunächst gemountet - unter dem Menüpunkt Mount wird ein entsprechendes Häkchen gesetzt. Das geht mit Root-Rechten natürlich generell auch über die Shell, das Verfahren mit TWRP ist im Zweifel aber unkomplizierter. Anschließend navigieren wir in der ADB-Shell von einem PC aus in das Permissions-Verzeichnis:

Anzeige

cd /system/etc/permissions

Dann bearbeiten wir die Datei android.software.live_wallpaper.xml und schreiben die Ausgabe in die Datei freeform.xml:

sed -e "s/live_wallpaper/freeform_window_management/" android.software.live_wallpaper.xml > freeform.xml

Der Befehl muss in einer Zeile geschrieben und dann mit Enter bestätigt werden. Anschließend starten wir das Smartphone, in unserem Fall ein Nexus 6P, neu und geben nach dem Neustart nochmal über die ADB-Shell folgenden Befehl ein:

settings put global enable_freeform_support 1

Dann sollte nach einem weiteren Neustart der erweiterte Fenstermodus funktionieren: Ein Druck auf die Quadrat-Taste ruft wie vorher auch die Übersicht der zuletzt genutzten Anwendungen auf, nur dass bei den einzelnen Karten jetzt neben dem X zum Schließen auch eine Schaltfläche zum Öffnen der App in einem separaten Fenster sichtbar ist.

  • Der erweiterte Fenstermodus ist über die Übersicht der aktuell genutzten Apps erreichbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Zwei in schwebenden Fenstern geöffnete Apps (Screenshot: Golem.de)
  • In der Übersicht werden die Apps in Fenstern gesondert dargestellt. (Screenshot: Golem.de)
Zwei in schwebenden Fenstern geöffnete Apps (Screenshot: Golem.de)

Ein Druck auf diese Schaltfläche koppelt die jeweilige App aus der Übersicht aus und öffnet sie als freischwebendes Fenster. Dieses können wir in der Größe verändern und über den Bildschirm bewegen. Weitere Apps in Floating-Windows lassen sich hinzufügen, allerdings wird das auf einem Smartphone wie dem Nexus 6P schnell fummelig - besonders, da sich die Fenster eher umständlich in der Größe ändern lassen.

App-Fenster werden in der Übersicht gruppiert

Einzelne Fenster lassen sich auf Knopfdruck wieder maximieren, die restlichen Fenster verschwinden dann dahinter. Wechseln wir aus dem Modus mit mehreren geöffneten Fenstern zum Hauptbildschirm und öffnen dann die Übersicht der zuletzt geöffneten Apps, werden alle Fenster-Anwendungen gruppiert angezeigt. Das Android-System "merkt" sich quasi den Desktop mit den offenen Fenstern.

Für Tablets bringt der erweiterte Fenstermodus mehr Übersicht, besonders wenn Nutzer mit Maus und Tastatur arbeiten. Allerdings fehlt Android dann immer noch ein Window-Manager, über den die Fenster direkt erreichbar sind, egal, wo sie sich gerade befinden. So können wir kleinere Fenster, die hinter größeren liegen, nicht einfach aufrufen, sondern müssen das große Fenster erst verschieben, um das kleinere zu erreichen.

Fazit

Dass Google einen Floating-Window-Modus in der Vorschau von Android N versteckt hat, ist nicht nur aus haptischer Sicht interessant. Ein gut funktionierender Fenstermodus könnte ein Schritt sein, Android zumindest auf Convertibles zu einem benutzbaren Desktop-System zu machen. Bereits länger wird gemunkelt, dass Google daran arbeitet, Android und Chrome OS zu verschmelzen.

In unseren Versuchen klappt der erweiterte Fenstermodus gut, auf Smartphones ist er aber - wie andere Floating-Windows-Systeme auch - etwas fummelig. Ob und in wieweit Google die schwebenden Fenster in Android N einbindet, ist aktuell noch nicht bekannt.

 Freeform im Hands on: Android Ns versteckter Fenstermodus

eye home zur Startseite
Uschi12 23. Mär 2016

Float on top gibt es auch schon eine Weile länger. Hatte das vor etwa zwei Jahren mal bei...

Niaxa 23. Mär 2016

Davon habe ich auch nicht gesprochen, deswegen verstehe ich jetzt auch deinen Einwand nicht.

Niaxa 23. Mär 2016

Also das ist schon sehr krass, von einem Fenstermodus, auf ein Desktop MS Ersatz Android...

ZofiaHollister 22. Mär 2016

Sehr gern :) *ThumbsUp



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Genossenschaftsverband Bayern e.V., München
  2. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  3. Weleda AG, Schwäbisch Gmünd
  4. über Hays AG, Hamburg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€
  2. 79€

Folgen Sie uns
       


  1. Kabelnetz

    Vodafone liefert Kabelradio-Receiver mit Analogabschaltung

  2. Einigung erzielt

    EU verbietet Geoblocking im Online-Handel

  3. Unitymedia

    Discounter Easy kommt technisch nicht an das TV-Kabelnetz

  4. Rollenspielklassiker

    Enhanced Edition für Neverwinter Nights angekündigt

  5. Montagewerk in Tilburg

    Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert

  6. AUV

    US-Marine sucht mit Robotern nach verschollenem U-Boot

  7. Apple Watch

    WatchOS-1-App-Updates gibt es bis zum April 2018

  8. ZDF mit 4K-UHD

    Bergretter und Bergdoktoren werden in HLG-HDR ausgestrahlt

  9. Star Wars Battlefront 2

    Macht und Mikrotransaktionen

  10. Tether

    Kryptowährungsstartup verliert 31 Millionen Dollar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Smartphone im Test: Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
Gaming-Smartphone im Test
Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
  1. Razer Phone im Hands on Razers 120-Hertz-Smartphone für Gamer kostet 750 Euro
  2. Kiyo und Seiren X Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer
  3. Razer-CEO Tan Gaming-Gerät für mobile Spiele soll noch dieses Jahr kommen

Firefox 57: Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
Firefox 57
Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
  1. Mozilla Wenn Experimente besser sind als Produkte
  2. Firefox 57 Firebug wird nicht mehr weiterentwickelt
  3. Mozilla Firefox 56 macht Hintergrund-Tabs stumm

Windows 10 Version 1709 im Kurztest: Ein bisschen Kontaktpflege
Windows 10 Version 1709 im Kurztest
Ein bisschen Kontaktpflege
  1. Windows 10 Microsoft stellt Sicherheitsrichtlinien für Windows-PCs auf
  2. Fall Creators Update Microsoft will neues Windows 10 schneller verteilen
  3. Windows 10 Microsoft verteilt Fall Creators Update

  1. Re: Dt. Post ist doch günstig im Auslandsversand

    Dwalinn | 14:51

  2. Re: Ich kann diskriminieren wen ich will...

    der_wahre_hannes | 14:50

  3. Re: Quatsch?

    Niaxa | 14:50

  4. Re: "Überforderung insbesondere kleiner und...

    Dwalinn | 14:49

  5. Nintendo macht es mit ZELDA auf der Switch besser!

    MrSpok | 14:49


  1. 14:14

  2. 12:57

  3. 12:42

  4. 12:23

  5. 11:59

  6. 11:50

  7. 11:34

  8. 11:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel