Abo
  • Services:
Anzeige
Das Kapitol in Washington, D.C., Sitz von Repräsentantenhaus und Senat
Das Kapitol in Washington, D.C., Sitz von Repräsentantenhaus und Senat (Bild: Architect of the Capitol)

Freedom Act: IT-Konzerne mosern über zu lasche NSA-Reform

Den großen IT-Konzernen geht die geplante Reform der US-Geheimdienste nicht weit genug. Mehr Transparenz zu den Überwachungsprogrammen sei erforderlich, um nicht das Vertrauen der Kunden zu verlieren.

Anzeige

Neun große amerikanische IT-Konzerne verlangen eine umfassendere Reform der Massenüberwachung durch die US-Geheimdienste. In einem offenen Brief an den US-Senat verlangen die Chefs von AOL, Apple, Dropbox, Facebook, Google, LinkedIn, Twitter, Microsoft und Yahoo, dass der vom Repräsentantenhaus vor kurzem verabschiedete Entwurf des sogenannten USA Freedom Act verändert wird. Der Senat habe in den kommenden Wochen die Gelegenheit, Führungsstärke zu demonstrieren und eine Version des Gesetzes zu verabschieden, die das Vertrauen der Internetnutzer weltweit und in den USA wiederherstellen könne, heißt es in dem Schreiben.

So wird unter anderem bemängelt, dass der USA Freedom Act weiterhin die anlasslose Speicherung der Verbindungsdaten erlaubt. Zwar erlaube der Entwurf eine gewisse Transparenz, jedoch sei es ausschlaggebend für die Kunden, dass den Unternehmen eine detaillierte Angabe über Anzahl und Art der Behördenanfragen zugebilligt werde. Das Vertrauen in das Internet sei im vergangenen Jahr schwer beschädigt worden. Nun müssten die US-Überwachungsprogramme gesetzlich streng reglementiert und unabhängig kontrolliert werden.

Microsoft verärgert über Cloud-Auskünfte

Kritisch äußerte sich zu dem Thema auch Microsofts Chefjustiziar Brad Smith. Er monierte in einem Blogbeitrag, dass auch Kundendaten, die auf Microsofts Cloud-Servern in Europa lägen, nicht vor dem Zugriff der US-Behörden geschützt seien. "Die US-Regierung würde es anderen Regierungen auch nicht erlauben, Durchsuchungsbefehle innerhalb amerikanischer Grenzen zu vollstrecken, um den Inhalt von E-Mails amerikanischer Bürger ohne US-Gerichtsverfahren lesen zu können", schrieb Smith und fragte, warum andere Staaten das anders handhaben sollten. Smith kündigte an, das entsprechende Gerichtsverfahren bis zur letzten Instanz durchfechten zu wollen.

Mit einer Mehrheit von Demokraten und Republikanern von 303 zu 121 Stimmen hatte das US-Repräsentantenhaus am 22. Mai 2014 den USA Freedom Act verabschiedet. Hinter dem wohlklingenden Namen steckt jedoch die verbindliche Einführung einer Vorratsdatenspeicherung bei Telefongesellschaften und Internetprovidern.

18 Monate lang müssen diese nun Verbindungsdaten speichern, die NSA selbst darf das bei Gesprächen von US-Bürgern nicht mehr tun. Insbesondere dieser Aspekt der Totalüberwachung, der erst durch die Enthüllungen von Edward Snowden bekanntwurde, war in den USA hoch umstritten, weshalb Präsident Barack Obama eine Reform des Geheimdienstes angekündigt hatte.


eye home zur Startseite
joojak 07. Jun 2014

Schon mal einem Hund ein schönes beefstake gezeigt. Der wedelt jault und ist ganz lieb...

dudida 07. Jun 2014

Aha, lol. Und du meinst Proxys würden dich ausreichend schützen und Google könnte dich...

dermamuschka 06. Jun 2014

die spinnen die amis. vorallem der schwarze mann im weißen haus. die us-amerikanische...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  2. ifm electronic GmbH, Essen
  3. über Ratbacher GmbH, Raum Gummersbach
  4. Bundeskriminalamt, Meckenheim


Anzeige
Top-Angebote
  1. (Kaufen und Leihen)
  2. (u. a. LG 24UD58-B 24"-UHD-Monitor mit FreeSync für 279,00€)
  3. 279,00€ (Vergleichspreis 319€)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Festnetz

    O2 will in Deutschland letzte Meile per Funk überwinden

  2. Robocar

    Roborace präsentiert Roboterboliden

  3. Code.mil

    US-Militär sucht nach Lizenz für externe Code-Beiträge

  4. Project Zero

    Erneut ungepatchter Microsoft-Bug veröffentlicht

  5. Twitch

    Videostreamer verdienen am Spieleverkauf

  6. Neuer Mobilfunk

    Telekom-Chef nennt 5G-Ausbau "sehr teuer"

  7. Luftfahrt

    Nasa testet Überschallpassagierflugzeug im Windkanal

  8. Lenovo

    Moto Mod macht Moto Z zum Spiele-Handheld

  9. Alternatives Betriebssystem

    Jolla will Sailfish OS auf Sony-Smartphones bringen

  10. Gamesbranche

    PC-Plattform ist bei Spielentwicklern am beliebtesten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Trappist-1: Der Zwerg und die sieben Planeten
Trappist-1
Der Zwerg und die sieben Planeten
  1. Weltraumteleskop Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden
  2. Astrophysik Ferne Galaxie schickt grelle Blitze zur Erde
  3. Astronomie Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

  1. Re: 90 Tage sind auch genug Zeit

    Kleba | 21:46

  2. Re: Warum ?

    cpt.dirk | 21:45

  3. Re: GEIL! Wenn das Keyboard kommt...

    HibikiTaisuna | 21:41

  4. Re: Das Elektroautos schnell sein können...

    cpt.dirk | 21:37

  5. Re: Die Dreckschleuder Google

    ocm | 21:35


  1. 18:18

  2. 17:56

  3. 17:38

  4. 17:21

  5. 17:06

  6. 16:32

  7. 16:12

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel