Freedesktop-Summit: Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
Vertreter der großen Linux-Desktop-Projekte GNOME, KDE, Unity und LXDE haben sich wie im vergangenen Jahr in den Suse-Büros zum Freedesktop-Summit zusammengefunden(öffnet im neuen Fenster) . Die Mini-Konferenz soll vor allem für eine bessere Zusammenarbeit der Desktops sorgen, wozu gemeinsame APIs und Spezifikationen erarbeitet wurden.
Wayland und KDBus
Wichtiges Thema war der Umgang mit den vergleichsweise neuen und noch wenig getesteten Projekten Wayland und dem Kernel-DBus (KDBUS). So werden die Startbenachrichtigungen bisher mit Hilfe von X-Client-Nachrichten übertragen. Bei der Verwendung von Wayland steht dies natürlich nicht bereit, weshalb künftig ein Protokoll auf Basis von DBus-Signalen eingesetzt werden soll.
Diskutiert haben die Teams auch das kommende Memfd-API im Kernel, mit dem große KDBus-Nachrichten effizient versendet werden können. KDBus selbst oder auch die aus Gnome stammenden GVariant-Datentypen(öffnet im neuen Fenster) waren Teil der Beratungen.
Welche Anwendung wofür?
Darüber hinaus haben die Teilnehmer die Umgebungsvariable XDG_CURRENT_DESKTOP standardisiert, welche Anwendungen mitteilt, auf welchem Desktop sie ausgeführt werden, um ihr Verhalten eventuell anzupassen. So ist nun etwa festgelegt, wie Standard-Anwendungen für bestimmte Aktionen passend zum Desktop ausgewählt werden.
Die Desktop-Entries, also diejenigen Dateien, die das Verhalten der grafischen Anwendungen näher spezifizieren, können ab sofort die Kennung " Implements= " enthalten. Damit sollen Anwendungen die von ihnen unterstützten Schnittstellen bereitstellen.
Zwar hat das Treffen dazu geführt, dass verschiedene XDG-Spezifikationen sowie deren Build-Systeme aufgeräumt worden sind, um damit verbundene Fehler zu beheben. Auf weitere neue Spezifikationen wie zum Beispiel jene für Sperrmechanismen konnte sich das Team aber vorerst nicht einigen, da dazu noch mehr Zeit benötigt werde.
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