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Freeclip 2 klingen toll passen die Lautstärke selbsttätig an

Für ein Open-Ear-Produkt liefern auch die Freeclip 2 einen umwerfend guten Klang, der dynamisch, voluminös und räumlich ist. Uns macht es Freude, damit Musik zu hören, weil sie direkt genug ist, Höhen und Mitten gut herauszuhören sind und auch der Bass in Grenzen gut wahrnehmbar ist.

Das ist bei Open-Ear-Produkten keine Selbstverständlichkeit, manche dienen nur dazu, die Musik im Hintergrund mitlaufen zu lassen, weil sie gefühlt weiter weg ist als bei den Freeclip-Modellen. Wer bisher klassische Hörstöpsel verwendet, muss sich allerdings auf Einbußen bei der Klangqualität einstellen – im direkten Vergleich unterliegen auch die Freeclip 2, was im Grunde so gewollt ist.

Denn klassische Hörstöpsel, vor allem mit Active Noise Cancellation (ANC), sind dazu gedacht, Umgebungslärm auszuschließen. Das ist bei Open-Ear-Produkten nicht erwünscht. Durch ihre Konstruktion können sie etwa den Bass nicht so direkt ins Ohr bringen, wie es bei Hörstöpseln der Fall ist. Außerdem beschallen die Freeclip 2 als Open-Ear-Produkte bauartbedingt die Umgebung mit; wer das nicht möchte, muss eben bei der Lautstärke entsprechend zurückhaltend sein.

Adaptive Lautstärkeregelung macht den Alltag angenehmer

Eines der Grundprobleme von Open-Ear-Produkten: In lauter Umgebung muss die Lautstärke erhöht werden, um weiterhin alles zu verstehen – vor allem bei Hörbüchern, Podcasts oder Telefonaten. Bei einem Spaziergang durch die Stadt oder der Nutzung in öffentlichen Verkehrsmitteln heißt das: Die Lautstärke muss immer wieder angepasst werden.

Damit sich Besitzer der Freeclip 2 darum nicht mehr kümmern müssen, gibt es eine sogenannte adaptive Lautstärkeregelung. Damit wird die Wiedergabe lauter, wenn es um uns herum geräuschvoller zugeht – und wenn es ruhiger ist, wird wieder die zuvor eingestellte Lautstärke eingestellt.

Das funktioniert im Alltag bereits vorzüglich, wenn auch bisher nicht ganz perfekt. Wohl auch deshalb wird die Funktion noch als experimentell klassifiziert. Wenn wir etwa in einer lauten S-Bahn sitzen und sie fährt, wird die Lautstärke erhöht; wenn wir halten, wird sie wieder verringert. Das Gleiche passiert, wenn wir eine Hauptverkehrsstraße entlanglaufen und dann in eine Seitenstraße mit weniger Verkehr wechseln.

Diese Einschränkungen gibt es noch

Prinzipiell funktioniert das auch an lauten Baustellen, dafür hat Huawei nach eigenen Angaben die maximal mögliche Lautstärke erhöht – hier sollte selbst entschieden werden, wie gut das für die eigenen Ohren ist.

Generell reagiert die Automatik leicht verzögert, was aber nur in sehr lauter Umgebung ein echtes Problem darstellt, weil dann etwa Hörbücher oder Podcasts gar nicht mehr zu verstehen sind. Bei üblichem Verkehrslärm sind Passagen für kurze Zeit etwas schwerer zu verstehen, bevor die Lautstärke sanft angepasst wird.

Auch wenn es vielleicht nur eine kleine Verbesserung scheint, ist die automatische Lautstärkeanpassung im Alltag ausgesprochen praktisch und angenehm. Ähnlich wie bei ANC-Kopfhörern können wir sogar Podcasts und Hörbücher in lauten Umgebungen genießen, ohne ständig die Lautstärke justieren zu müssen.

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Veränderte Lautstärkeregelung bei den Freeclip 2

Als die ersten Freeclip auf den Markt kamen, hatten sie keine Lautstärkeregelung, das wurde später mit einem Firmwareupdate nachgereicht. Mit der aktuellen Firmware gibt es gleich zwei Arten, die Wiedergabe leiser und lauter zu stellen: indem wir entweder länger auf Bohne oder Ball drücken oder fünfmal hintereinander auf Bohne, Ball oder Steg.

Die Freeclip 2 haben dagegen eine neue Wischgeste erhalten: Wischen wir auf der Bohne nach oben, wird es lauter, ein Wisch nach unten verringert die Lautstärke. Dabei muss die Bohne meist mit einem anderen Finger zur Stabilisierung gehalten werden, so dass diese Geste etwas mühsam zu erlernen ist.

Wir würden uns wünschen, die Gesten zur Lautstärkeregelung der ersten Generation gäbe es so konfigurierbar auch für die Freeclip 2, denn für uns war vor allem das fünfmalige Drücken im Alltag viel besser, auch wenn es mühsam klingt. Diese Geste hat im Unterschied zur Wischgeste den Vorteil, dass der Steg auch mit herkömmlichen Handschuhen oder unter einer Mütze bedient werden kann.

Freeclip 2 lassen sich gut bedienen

Die übrige Steuerung ist unverändert und gefiel uns schon bei der ersten Generation überwiegend gut. Es gibt Doppel- und Dreifachtippgesten. Damit wird verhindert, dass wir Befehle eingeben, wenn wir die Freeclip irgendwo unabsichtlich berühren. Zudem werden automatisch alle Bedienelemente blockiert, wenn wir die Clips vom Ohr nehmen.

Alle Tippgesten können ungewöhnlicherweise auf dem Steg, dem Ball oder der Bohne ausgeführt werden. Die Steuerung über den Steg erlaubt eine Bedienung mit Handschuhen und funktioniert auch, wenn die Clip-Kopfhörer unter einer Mütze getragen werden.

Es gibt auch eine Trageerkennung, damit die Wiedergabe pausiert, wenn wir einen oder beide Clips abnehmen. Die Musik läuft weiter, wenn wieder beide am Ohr sind. Leider müssen sie spätestens nach drei Minuten angelegt sein, sonst wird die Musik nicht fortgesetzt.

Ärgerlicherweise gibt es wie bei der ersten Generation auch bei den Freeclip 2 keine Möglichkeit, das Mikrofon in einem Telefonat am Clip abzuschalten.


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