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Freebuds Pro 5 im Vergleichstest: Was Huawei zu den besten ANC-Hörstöpseln fehlt

Die neuen Freebuds Pro 5 sind tolle ANC-Hörstöpsel. Wenn Huawei nicht zwei Fehler gemacht hätte, wären sie fast perfekt.
/ Ingo Pakalski
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Die neuen Freebuds Pro 5 im Vergleichstest (Bild: Martin Wolf/Golem)
Die neuen Freebuds Pro 5 im Vergleichstest Bild: Martin Wolf/Golem

Huawei hat das Nachfolgemodell der sehr guten Freebuds Pro 4 vorgestellt, die Freebuds 5 Pro. Golem konnte sie vorab testen; dabei gab es einige willkommene Verbesserungen, jedoch ärgerlicherweise auch Verschlechterungen.

Wir verglichen die Freebuds Pro 5 mit dem Vorgängermodell und nahmen bei Bedarf Vergleiche mit Apples Airpods Pro 2/Airpods Pro 3 sowie Produkten von Bose und Technics vor.

Im Vergleich zum Vorgängermodell bleibt die Bauform der Bluetooth-Stöpsel alias True Wireless In-Ears und des Ladeetuis bei den Freebuds Pro 5 nahezu unverändert. Wir testeten die Freebuds Pro 5 in Schwarz, die aber farblich eher wie Grau-Metallic wirken. Das fällt bereits beim Ladeetui auf, das außen grau und nur innen schwarz ausgekleidet ist.

Freebuds Pro 5 mit geringerem Lieferumfang

Verglichen mit den Freebuds Pro 4 verringerte sich der Lieferumfang bei den Freebuds Pro 5 erheblich: Es liegt kein USB-Ladekabel mehr bei, und die drei Foam-Aufsätze gibt es auch nicht mehr. Wie bei den ersten drei Generationen der Freebuds Pro sind nur noch Silikonaufsätze in vier Größen dabei. Etwas skurril: Obwohl Käufer keine Foam-Aufsätze erhalten, können sie in der App angeben, ob ein Passtest mit Foam-Aufsätzen gemacht wird.

Die Freebuds Pro 5 sitzen gut im Ohr, selbst nach einem Dauereinsatz von sechs Stunden wird es nicht unangenehm. Nur auf der Seite liegend bereiten sie uns Schmerzen. Dafür sind die Huawei-Stöpsel mützentauglich: Sie werden nicht unangenehm ins Ohr gedrückt, und es gibt keine Schabgeräusche wie bei den Airpods Pro 2/3 im Transparenzmodus. Je nach Ohrform kann das Tragegefühl anders empfunden werden.

Huawei steigert die ANC-Leistung deutlich

Für die Freebuds Pro 5 gibt der Hersteller eine deutlich gesteigerte ANC-Leistung an – und hält dieses Versprechen: Im Vergleich zum Vorgängermodell werden Umgebungsgeräusche deutlich stärker reduziert. Die Unterschiede fallen nur auf, wenn dabei keine Musik gehört wird.

Die Spitzenleistung der Bose-Hörstöpsel erreicht aber auch Huawei nicht. Die Bose-Produkte bleiben die einzigen Bluetooth-Hörstöpsel mit einer ANC-Leistung wie bei großen Over-Ear-Kopfhörern. Auch beim neuen Huawei-Modell gibt es draußen bei moderatem Wind keine lästigen Pfeifgeräusche, und der rauscharme ANC-Modus verändert den Klang nicht.

Allerdings bemerkten wir beim neuen Modell einen starken Schritthall, wobei die Probleme damit individuell verschieden sein können. Bei den Freebuds 4 hatten wir diesen Schritthall nicht.

Freebuds Pro 5 liefern einen guten Klang

Beim Klang sollen die Freebuds Pro 5 das Vorgängermodell schlagen, davon merken wir jedoch kaum etwas. Das Klangbild ist weitestgehend unverändert, aber das ist in Anbetracht des guten Klangs der Freebuds Pro 4 kein Nachteil. Beide liefern ein voluminöses und detailreiches Klangbild und punkten mit einem intensiven Bassbereich sowie angenehm ausgeprägten Mitten und Höhen, die gut aufeinander abgestimmt sind.

An die für diese Geräteklasse vorzügliche Klangqualität der EAH-AZ100 von Technics kommt Huawei nicht heran; das Produkt reiht sich damit in das Feld vieler weiterer Spitzenhörstöpsel am Markt ein.

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Spatial Audio gibt es nur mit Android- und Huawei-Geräten

Als Neuerung bieten die Freebuds Pro 5 Spatial Audio, um Musik, Filmen und Serien eine bessere Räumlichkeit zu bescheren, indem das Quellmaterial nachträglich bearbeitet wird. Dabei wird auch Head-Tracking unterstützt. Huawei agiert hier vergleichsweise zurückhaltend; womöglich ist das der Grund, dass der Klang für uns nie schlechter als das Ausgangsmaterial wurde.

Auf der anderen Seite führt die geringe Veränderung aber auch dazu, dass der Effekt vergleichsweise wenig ausgeprägt ist, und wir das Fehlen von Spatial Audio nicht vermissen würden. Die Funktion Spatial Audio gibt es nur im Zusammenspiel mit Android-Geräten, auf iPhones fehlen die entsprechenden Einstellungen in der App.

Der Transparenzbetrieb ist gewissermaßen das Gegenstück zum ANC-Modus.

Huawei macht den Transparenzmodus besser und schlechter

Im Transparenzmodus werden die Geräusche der Umgebung gezielt aufgenommen, um das Umfeld akustisch mitzubekommen oder sich mit anderen unterhalten zu können. Dabei klingen die Freebuds Pro 5 so natürlich wie keine anderen Huawei-Hörstöpsel bisher. Allerdings kommen sie nicht an die vorbildliche Natürlichkeit der Airpods-Pro-Modell heran.

Bei den Freebuds Pro 5 gibt es kein lästiges Grundrauschen mehr, was beim Vorgängermodell ohnehin nur in leisen Umgebungen ohne Musikzuspielung störend aufgefallen war. Ärgerlicher ist es, dass die Technik zur Reduzierung von pfeifenden Windgeräuschen wieder weggelassen wurde. Hier schneiden die Freebuds Pro 4 besser ab.

Beim neuen Modell können wir den Transparenzmodus auf Zuruf aktivieren. Die Idee dahinter ist, dass wir Musik hören und uns ohne weiteres Zutun mit anderen unterhalten können. Das funktioniert aber nicht. Zwar aktiviert sich der Transparenzmodus, sobald wir sprechen, doch die Musik läuft in unveränderter Lautstärke weiter, so dass wir die Musik doch wieder anhalten müssen.

Neuer Adaptiv-Transparenzmodus

Weiterhin wird die Musik weder angehalten noch leiser gestellt, wenn wir mittels Gesten den Transparenzmodus einschalten. Die Bose-Funktion Active Sense greifen andere Hersteller bisher nicht auf, obwohl sie so praktisch ist, dass wir sie gern bei allen ANC-Produkten hätten.

Huawei hat einen neuen Adaptiv-Modus in die Freebuds Pro 5 integriert, der ähnlich funktioniert wie bei den Airpods-Produkten: Der Transparenz- und ANC-Modus laufen parallel. Damit sind die Umgebungsgeräusche zwar zu hören, aber ein wenig reduziert, folglich muss Musik nicht unbedingt lauter gestellt werden.

Bei den Freebuds Pro 5 sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Der Hersteller geht davon aus, dass Durchsagen in Bussen oder Bahnen besser zu verstehen sind. Das ist nicht der Fall, wir können solche Ansagen mit dem normalen Transparenzmodus besser verstehen. Immerhin ist der Adaptiv-Betrieb so gut, dass wir damit Musik und die Umgebung hören können, ohne die Musik lauter einstellen zu müssen.

Schlecht gemacht: Nur in der Huawei-App können wir zwischen normalem Transparenzmodus und Adaptiv-Betrieb wechseln. Am Stöpsel ist kein Wechsel vorgesehen. Das macht die Nutzung beider Modi entsprechend unkomfortabel.

Lautstärke-Automatik ohne Effekt

Etwas überraschend für ein ANC-Produkt ist, dass Huawei die Lautstärke-Automatik der Open-Ear-Clips Freeclip 2 auch in die Freebuds Pro 5 integriert hat. Die Automatik ist dafür gedacht, dass die Lautstärke von Musik im Transparenzmodus nicht manuell geregelt werden muss, wenn die Umgebung lauter oder leiser ist.

Bei den Freeclip 2 ist die Lautstärke-Automatik zwar als experimentelle Funktion implementiert, funktioniert allerdings ziemlich gut. Während der Fahrt mit der S-Bahn wird ein Podcast lauter, beim Halt im Bahnhof leiser. Die Automatik reagiert immer etwas verzögert, so dass wir selbst eingreifen müssen, wenn es plötzlich lauter wird.

Bei den Freebuds Pro 5 ist die Lautstärke-Automatik ganz normal implementiert, daher haben wir erwartet, dass diese hier noch besser umgesetzt wurde. Das Gegenteil ist der Fall: Die Automatik hatte mit den Freebuds Pro 5 nie den gewünschten Effekt, trotz lauter Umgebung blieb die Lautstärke unverändert.

Vorzügliche Sprachqualität bei Telefonaten

Ebenso wie mit den Freebuds Pro 4 können wir mit dem neuen Modell überall telefonieren und die Gegenseite bekommt vom Lärm um uns herum nichts mit. Vorbeifahrende Autos sind unhörbar, das gilt auch für das Wühlen in einem Besteckkasten. Wir können sogar an einer lärmenden Baustelle telefonieren.

Gelegentlich nimmt die Klarheit bei lauten Geräuschen minimal ab, dennoch bleiben wir gut zu verstehen. Sprechen andere im gleichen Raum, hört die Gegenseite davon nichts. Selbst wenn es keine signifikanten Unterschiede zu der Leistung des Vorgängermodells gibt, hängt Huawei damit einen Großteil der Konkurrenz wie Apple, Bose und Technics in dieser Disziplin ab.

Unverständlich ist, dass sich auch beim neuen Huawei-Produkt das Mikrofon in einem Telefonat nicht abschalten lässt; in Anbetracht der vorzüglichen Sprachqualität ein Ärgernis.

Telefonate mit einem leichten Kopfnicken annehmen

Auch beim neuen Modell können Anrufe mit Kopfbewegungen angenommen oder abgelehnt werden. Seit dem Verkaufsstart der Freebuds Pro 4 hat Huawei diese Routine angepasst, wildes Kopfschütteln muss nicht mehr sein. Diese Verbesserungen gibt es auch für das alte Modell, damit wird die Bediengeste sinnvoller nutzbar.

Für die Freebuds Pro 5 hat Huawei die Steuerung unverändert gelassen. Es gibt wieder die Mischung aus Tasten- und Sensorsteuerung. Gelungen ist das mit Einschränkungen. Wie beim Vorgängermodell lässt sich die Lautstärke mit einer Wischgeste über den Steg des Stöpsels ändern.

Mit Handschuhen funktioniert das nicht. Gleiches gilt für alle übrigen Sensorbefehle, allein die Tastenbefehle funktionieren auch damit. Gut ist: Wird ein Stöpsel aus dem Ohr genommen, werden die Sensor- und Tastenbefehle wie auch beim Vorgängermodell gesperrt. Somit werden keine Befehle ungewollt ausgeführt.

Die Steuerung der Freebuds Pro 5 könnte besser sein

Die Tasten- und Sensorbelegung ist Huawei erneut nicht gelungen. Es gibt zu viele Funktionen, die mit unterschiedlichen Befehlen aufgerufen werden können. Leider ebenfalls unverändert ist die eingeschränkte Anpassung der Belegung.

Huawei vergeudet damit Potenzial. Die Befehle erlauben eigentlich eine umfassende und komfortable Steuerung – im Idealfall ebenso angepasst, wie es für Käufer am sinnvollsten ist.

Wir können die Lautstärke weiterhin während eines Telefonats verändern, ohne dass die andere Seite ein unangenehm lautes Schabgeräusch hört. Apple hat diese Lautstärkegeste seinerzeit von Huawei übernommen, aber bisher nicht daran gedacht, dieses Problem bei den Airpods-Pro-Modellen zu lösen.

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Die Freebuds Pro 5 haben wieder eine Ohrerkennung, die seit fünf Gerätegenerationen einen entscheidenden Nachteil hat. Sobald wir einen oder beide Stöpsel aus dem Ohr nehmen, unterbricht die Musikwiedergabe und wird fortgesetzt, wenn beide Stöpsel wieder im Ohr sind. Allerdings dürfen sie nicht länger als drei Minuten aus dem Ohr genommen werden, dann wird die Musikwiedergabe nicht fortgesetzt; eine unnötige Beschränkung.

Freebuds Pro 5 unterstützen HD-Codecs

Die neuen Freebuds Pro 5 arbeiten mit Bluetooth 6.0 und unterstützen die Bluetooth-Codecs SBC und AAC sowie die HD-Codecs LDAC und L2HC. Letzterer ist ein Huawei-eigener Codec, beide lassen sich in der App zum Gerät aktivieren. Die entsprechende Funktion ist nicht unbedingt selbsterklärend, eine bessere Beschreibung wäre sinnvoll. Auracast beherrschen auch die neuen Freebuds Pro nicht.

Mittels Bluetooth-Multipoint können die Stöpsel an bis zu zwei Geräten parallel verwendet werden, LDAC steht dabei uneingeschränkt zur Verfügung. Wir können nahtlos zwischen den Geräten wechseln und beim Schauen eines Videos auf dem Tablet einen Anruf am Smartphone annehmen. Weiterhin ist Technics der einzige Hersteller, der für mehrere Bluetooth-Hörstöpsel drei Geräteverbindungen gleichzeitig erlaubt.

Bei einer Multipoint-Verbindung ist die Huawei-App auf beiden Geräten zur selben Zeit nutzbar. Bei Bedarf lässt sich Bluetooth-Multipoint deaktivieren und ein Gerät kann priorisiert werden.

Die Freebuds Pro 5 sind nach IP57 zertifiziert, überstehen somit schadlos ein Untertauchen unter Wasser. Die Vorgängermodelle sind gemäß IP54 gegen Spritzwasser und Staub geschützt.

Für die Freebuds Pro 5 gibt es derzeit zwei unterschiedliche Apps zur Konfiguration der Hörstöpsel.

Neue Huawei-App für Kopfhörerprodukte

Die Hörstöpsel können in der bisherigen AI-Life-App konfiguriert werden. Das soll künftig die Kopfhörer-App Huawei Audio Connect übernehmen. Die neue App nutzt das gleiche Design, so dass es beim Einsatz keinen Unterschied gibt. Auch mit der neuen Version ist der App-Bezug mit Apple-Geräten aufgrund des Huawei-Banns durch die US-Regierung einfacher. Wer ein iPhone besitzt, findet beide Apps weiterhin im App Store.

Nutzer eines Android-Geräts finden keine der beiden Apps in Googles Play Store. Die AI-Life-App ist auf der Huawei-Webseite(öffnet im neuen Fenster) und kann über den Browser installiert werden. Die App hat einen Update-Mechanismus und ist unkompliziert zu aktualisieren.

Für die neue Audio-Connect-App muss nach Herstellerangaben zwingend Huaweis App Gallery(öffnet im neuen Fenster) installiert werden, um darüber die Kopfhörer-App einzuspielen. Die neue App unterstützt einige ältere Huawei-Kopfhörermodelle wie die Freebuds Pro 3 und Freebuds Pro 4; eine Support-Webseite(öffnet im neuen Fenster) bietet eine Auflistung an.

Die neue Huawei-App ist gut, aber nicht perfekt

Beim Verbinden der Hörstöpsel blendet die neue Huawei-App einen Hinweis zum Ladestand von Stöpsel und Ladeetui ein und kopiert das Verhalten von Airpods-Produkten an Apple-Geräten. Bei Huawei gibt es diese Funktion auf allen Geräten, sie ist jedoch so nutzlos umgesetzt wie bei Apple. Tippen wir auf das eingeblendete Produkt, öffnen sich nicht die Geräteeinstellungen.

Beide Huawei-Apps benötigen weder eine GPS-Aktivierung noch ein Nutzerkonto oder eine Internetverbindung. Sie sind schnell gestartet und verbinden sich zügig mit den Stöpseln. Das alles ist nicht selbstverständlich und daher lobenswert. Die App ist gut strukturiert, aber an manchen Stellen wünschen wir uns mehr Erklärungen für Käufer des Produkts. Leider bietet auch die neue App keine Querformatsansicht, auf einem Tablet wäre das praktisch.

In der App können wir den ANC- und Transparenzmodus ändern, die Ohrerkennung umschalten oder den Klang mittels Equalizer modifizieren. Die Tastenbelegung lässt sich nur begrenzt anpassen. Wir können die Kopfgesten zuschalten, einen Passtest durchführen und die Töne des Ladeetuis bei Bedarf abschalten. Das funktionierte immer einwandfrei und es gab nicht die Probleme, die wir mit den Airpods-Hörstöpseln haben.

Eine Änderung der Sprache für die Ansagen ist nicht möglich; diese lassen sich weiterhin nicht abschalten. Firmware-Updates können vorgenommen werden, bei Bedarf auch nur manuell; sie sind rasch installiert. Zudem können wir die Stöpsel via App piepen lassen, falls sie verlegt wurden. Generell wird der Ladestand von Stöpseln sowie Ladeetui präzise in Einerschritten angezeigt.

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Vollen Funktionsumfang der App nur auf Huawei-Geräten

Ärgerlich bleibt, dass Huawei zu den Herstellern gehört, die einige App-Funktionen nur für bestimmte Geräte anbieten. In der alten App fehlt der iOS-App weiterhin die Bluetooth-Konfiguration, das ist mit der neuen App nicht mehr so. Dafür fehlen nun die Spatial-Audio-Funktionen in beiden iOS-Apps.

Eine intelligente Ladetechnik für die Akkus ist lediglich in Verbindung mit einem Huawei-Smartphone zu nutzen. Diese Einstellung gibt es auch für die Freebuds Pro 4, fehlt aber auch bei diesem Gerät unter Android und iOS. Eine entsprechende Nachfrage hat Huawei nicht beantwortet.

Akkulaufzeit nur Mittelmaß

Ein Schwachpunkt bisheriger Freebuds-Pro-Modelle ist die Akkulaufzeit. Das bessert sich mit den Freebuds Pro 5 kaum. Das neue Modell soll über AAC bei aktiviertem ANC sechs Stunden schaffen, hier liefern viele Konkurrenzprodukte mehr. Immerhin sind die Stöpselakkus bereits nach 40 Minuten vollständig geladen. Sind sie leer, können sie nach fünf Minuten Ladezeit rund eine Stunde verwendet werden.

Mit dem Ladeetui lassen sich die Stöpselakkus dreimal aufladen, das soll eine Gesamtakkulaufzeit von 25 Stunden ergeben. Das Ladeetui ist angenehm kompakt und bietet einen abschaltbaren Ladeton. Aufgeladen wird über USB-C-Kabel oder drahtlos mittels Qi-Technik. Das Huawei-Etui ist auch beim neuen Modell nach IP54 gegen Spritzwasser und Staub geschützt.

Huawei Freebuds Pro 5: Verfügbarkeit und Fazit

Huawei verkauft die Freebuds Pro 5(öffnet im neuen Fenster) für 200 Euro. Aktuell gibt es bis zum 5. April 2026 bei einer Bestellung in Huaweis Onlineshop einen Rabatt von 30 Euro, das reduziert den Preis auf 170 Euro. Die Freebuds Pro 5 sind in den Farben Sandgold, Schwarz, Weiß und Blau verfügbar; das blaue Modell gibt es nur bei Huawei direkt. Ein Ladekabel liegt nicht mehr bei.

Für ebenfalls 200 Euro kamen die Freebuds Pro 4 im Januar 2025 auf den Markt; ihnen liegen mehr Aufsätze und ein Ladekabel bei. Huawei hat den Listenpreis der Freebuds Pro 4 auf 150 Euro gesenkt. Im Handel gibt es sie bereits zu Preisen ab 135 Euro.

Fazit

Die Freebuds Pro 5 sind tolle ANC-Hörstöpsel, die im Vergleich zum Vorgängermodell zwei wichtige Verbesserungen haben. Schade ist, dass sie bei zwei Aspekten schlechter abschneiden als die Freebuds Pro 4.

Wer mit den Freebuds Pro 5 liebäugelt, sollte sich überlegen, ob die Freebuds Pro 4 nicht die bessere Wahl sind. Auch wenn die Freebuds Pro 5 eine höhere ANC-Leistung liefern, reicht diese nicht an die Bose-Spitzenklasse heran. Der verbesserte Transparenzmodus ist draußen kaum mehr nutzbar, vor allem stört uns der Schritthall enorm.

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Beide Freebuds-Pro-Modelle glänzen mit einer vorzüglichen Sprachqualität bei Telefonaten, auch in sehr lauten Umgebungen. Somit können wir überall telefonieren und uns darauf verlassen, immer verstanden zu werden. Die Hörstöpsel sitzen angenehm im Ohr, klingen toll und bieten eine gelungene Steuerung, die leider kaum anpassbar ist und keine Mikrofonsteuerung bietet.

Ingo Pakalski hat seit acht Jahren schon viele Dutzend Kopfhörer pro Jahr für Golem.de getestet. Ob In-Ears, Over-Ears oder Open-Ears. Nur selten stößt er dabei auf Geräte, die er guten Gewissens empfehlen kann.


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