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Freebuds Pro 3 im Test: Die besseren Airpods Pro 2 kommen von Huawei

Huawei hat die Freebuds Pro 3 vorgestellt und sie können im Test überzeugen. Sie sind die besseren Airpods Pro 2 und leisten rund um Telefonie besonders viel.
/ Ingo Pakalski
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Huaweis neue Freebuds Pro 3 im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Huaweis neue Freebuds Pro 3 im Test Bild: Martin Wolf/Golem.de

Bereits die Freebuds Pro 2 haben die Airpods Pro der ersten Generation (g+) locker ausgestochen. Noch vor der offiziellen Vorstellung konnten wir nun die neuen Freebuds Pro 3 testen. Wir ließen sie unter anderem gegen die Airpods Pro 2 antreten – und das Ergebnis fällt wieder eindeutig zu Gunsten von Huawei aus. Unter anderem, weil Apple beim Nachrüsten fehlender Funktionen einige sonderbare Entscheidungen getroffen hat.

Wir haben die Freebuds Pro 3 außerdem mit Boses Quiet Comfort Earbuds II verglichen, die bei der ANC-Leistung derzeit mit Abstand an der Spitze der Bluetooth-Hörstöpsel liegen. Bose brachte kürzlich ein Nachfolgeprodukt auf den Markt, die Quiet Comfort Ultra Earbuds , die erstmals einen hochauflösenden Bluetooth-Codec unterstützen und bei der Sprachqualität in Telefonaten besser sein sollen.

Mit im Wettbewerb sind auch die Elite 10 von Jabra , die nicht nur mit ihrer vorzüglichen Knopfsteuerung überzeugen, sondern Käufern insgesamt besonders wenige Kompromisse abverlangen – derzeit eine Ausnahme in dieser Produktkategorie.

Optisch ähneln sich Freebuds Pro 2 und Freebuds Pro 3 stark

Rein äußerlich hat sich an den neuen Freebuds Pro 3 im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas geändert, sie sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Das neue Modell hat eine sichtbare und besser fühlbare Markierung im Stiel, wo sich der Tastenbereich zur Steuerung befindet. Weiterhin setzen die Huawei-Stöpsel auf eine Tasten- und Sensorsteuerung.

Am Ladeetui gibt es eine Veränderung: Der Deckel verläuft schräg nach unten, so dass man die Stöpsel deutlich besser greifen kann – eine kleine, aber praktische Verbesserung. Die Stöpsel werden mit Magnetkraft gehalten, damit sie nicht versehentlich herausfallen. Das neue Ladeetui ist minimal kleiner, das fällt allerdings nicht einmal im direkten Vergleich auf.

Das Ladeetui ist weiterhin angenehm kompakt, hat einen USB-C-Anschluss, unterstützt drahtloses Laden mittels Qi-Technik. Wie bei den Airpods Pro 2 gibt es seit Ende November 2023 einen abschaltbaren Ladeton für das Etui. Das Huawei-Etui ist erneut nach IP54 gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Die gleiche Schutzklasse gibt es auch wieder für die Stöpsel selbst. Apple hat hier erst mit den neuen Airpods Pro 2 gleichgezogen. Die Huawei-Stöpsel sind weiterhin sehr mützentauglich: Es gibt keine Schabgeräusche und sie werden nicht unangenehm ins Ohr gedrückt.

Das neue Modell sitzt so angenehm und bequem im Ohr wie die Freebuds Pro 2. Sie werden wieder eher ins Ohr gehangen als ins Ohr gedreht. Je nach Ohrform kann das Tragegefühl anders ausfallen. Als Neuerung gibt es Aufsätze in vier statt drei Größen – damit die Stöpsel auch in kleinere Ohren passen. Praktischerweise hilft die App, die richtige Größe zu finden.

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Freebuds Pro 3 lassen sich toll bedienen

Die Steuerung ist die gleiche wie bei den Vorgängern – und gefällt uns nach wie vor gut. Von den Airpods Pro hatte sich Huawei die Druckknopfbedienung im Stiel abgeschaut, die auch beim neuen Modell zuverlässig arbeitet, allerdings erneut kaum anpassbar ist. Unverändert ist die Belegung rund um die Steuerung der Geräuschunterdrückung unpraktischerweise immer für beide Seiten gleich. Wir können auf der anderen Seite keine andere Tastenbelegung auswählen. Ein Wechsel der Modi zur Geräuschunterdrückung wird weiterhin nur auf Englisch angesagt und lässt sich nicht abschalten.

Es gibt wieder die gelungene Lautstärkeregelung, die Apple für die Airpods Pro 2 von Huawei übernommen hatte: Dazu wischen wir einfach von oben oder unten über den Steg, um leiser oder lauter zu machen. Das ist sehr komfortabel, lässt sich allerdings nicht mit herkömmlichen Handschuhen nutzen. Genau aus diesem Grund bevorzugen wir für Hörstöpsel eine reine Knopfsteuerung (g+) , wie wir sie besonders gut umgesetzt mit den Elite 10 erhalten.

An den Freebuds Pro 3 können wir die Lautstärke während eines Telefonats verändern, ohne dass die andere Seite von einem unangenehm lauten Schabgeräusch belästigt wird. Apple hat dieses Problem auch bei den überarbeiteten Airpods Pro 2 nicht gelöst.

Auch sonst begeistern uns die Freebuds Pro 3 beim Telefonieren.

Vorzügliche Sprachqualität auch in lauter Umgebung

Bei der Sprachqualität während eines Telefonats setzt Huawei neue Maßstäbe: Hintergrundgeräusche wie etwa fahrende Autos werden automatisch so leise gestellt, dass sie für die Gegenseite nur sehr leise als Rauschen im Hintergrund zu hören sind. Wir sind dabei die ganze Zeit klar zu verstehen. Wir können sogar an einer lauten Baustelle telefonieren – wir bleiben gut zu verstehen.

Das schaffen die Airpods Pro 2 und viele andere Bluetooth-Hörstöpsel weiterhin nicht in dieser Qualität. Während die Apple-Stöpsel etwa einen laufenden Wasserhahn oder Geschirrgeklapper laut übertragen, ist beides mit den Freebuds Pro 3 für die andere Seite nur leise im Hintergrund zu hören. Genauso das Schreiben auf einer lauten Tastatur; somit sind die Freebuds Pro 3 perfekt für den beruflichen Einsatz geeignet.

Die Freebuds Pro 2 bieten bereits gute Ergebnisse bei der Sprachqualität in Telefonaten – allerdings müssen wir dafür eine Option in der App aktivieren, mit der sich die Akkulaufzeit verkürzt. Diese Beschränkung gibt es beim neuen Modell nicht mehr, die sehr gute Sprachqualität gibt es immer. Vor allem in Anbetracht der guten Telefonieleistung ist es ärgerlich, dass Huawei weiterhin keine Mikrofonsteuerung am Stöpsel bereitstellt. Hier punkten etwa die Elite 10 von Jabra – wie so viele andere Jabra-Produkte.

Freebuds Pro 3 haben eine gute ANC-Leistung

Seit dem Verkaufsstart der Freebuds Pro 2 hat sich der Markt verändert, viele Hersteller haben die ANC-Leistung neuer Produkte erhöht. Das gilt auch für die neuen Freebuds Pro 3, die bei der Geräuschunterdrückung auf dem Niveau der Airpods Pro 2 liegen und deutlich mehr ANC-Leistung liefern als die Freebuds Pro 2. Die Geräuschkulisse in Flugzeugen oder öffentlichen Verkehrsmitteln wird mit dem neuen Modell stärker reduziert und wir brauchen die Musik nicht lauter zu stellen, um trotzdem alles verstehen zu können.

Dabei sind die Huawei-Stöpsel erfreulicherweise wieder so gebaut, dass keine Pfeifgeräusche zu hören sind, wenn es in der Umgebung windet. Abermals gibt es drei ANC-Modi mit unterschiedlicher Leistung und wieder eine Automatik, die abhängig von der Krachkulisse die passende Stufe aktiviert. Anders als bei den Freebuds Pro 2 empfehlen wir für die neuen Freebuds Pro 3 die Automatik.

Denn die neuen Huawei-Stöpsel rauschen in der höchsten ANC-Stufe leicht, wenn es ansonsten still ist. In den niedrigeren ANC-Stufen verringert sich das Rauschen entsprechend. Genau da setzt die Automatik an: Wenn wir in lauten Umgebungen sind und die maximale ANC-Stufe verwenden, ist das leichte Rauschen durch die noch hörbare Krachkulisse nicht mehr störend wahrnehmbar. In leiseren Umgebungen wird eine niedrigere ANC-Stufe mit weniger Rauschen verwendet. Bei allen Huawei-Produkten können wir die ANC-Stufe nur innerhalb der App wechseln, nicht am Stöpsel selbst.

Bei der ANC-Leistung gehören die Freebuds Pro 3 derzeit zum Spitzenfeld, müssen sich allerdings – wie alle anderen ANC-Stöpsel – der Bose-Konkurrenz geschlagen geben, die bei der ANC-Leistung derzeit uneinholbar sind. Die Quiet Comfort Earbuds II sind derzeit die einzigen Bluetooth-Hörstöpsel, die eine ANC-Leistung liefern, die es sonst nur mit großen Over-Ear-Kopfhörern gibt.

Huaweis Freebuds Pro 3 klingen toll

Huawei setzt bei den Freebuds Pro 3 erneut auf 11 mm große Treiber, das verhilft den Stöpseln wie beim Vorgängermodell zu einem guten Klangbild. Wir erhalten gut verständliche Höhen, einen kräftigen Mitten- und einen starken Bassbereich, der die anderen Frequenzbereiche nicht überdeckt. Der Klang ist detailreich und voluminös. Im direkten Vergleich gefällt uns das breitere Klangbild der Freebuds Pro 3 besser als bei den Airpods Pro 2.

Nutzen wir die Freebuds Pro 3 mit abgeschaltetem ANC-Modus, verschlechtert sich das Klangbild, es wird flacher, die Bassstärke nimmt ab und alles klingt weniger voluminös. Immerhin sind die Unterschiede nicht mehr so stark wie noch bei den Freebuds Pro 2. In der Praxis spielt das keine große Rolle, schließlich werden ANC-Produkte entweder bei aktiviertem ANC-Betrieb oder im Transparenzmodus verwendet, der das gleiche gute Klangbild wie der ANC-Modus liefert.

Bei all dem gibt es wieder keine Probleme mit Schritthall und wir können die Musik auch beim Herumlaufen genießen. Bei Produkten mit Schritthall hören wir jeden einzelnen Schritt beim Laufen als dumpfes Auftreten im Ohr – das ist unangenehm und mindert den Musikgenuss.

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Freebuds Pro 3 erlauben zwei parallele Bluetooth-Verbindungen

Die Freebuds Pro 3 arbeiten mit Bluetooth 5.2, zu den unterstützten Bluetooth-Codecs gehören SBC und AAC sowie die beiden Codecs LDAC und L2HC 2.0 mit höherer Auflösung. Letzterer ist ein Huawei-eigener Codec und gehört zu den Neuerungen, die den Freebuds Pro 2 fehlen. Wie beispielsweise bei Sony lässt sich LDAC aktivieren, indem in der App bei der Bluetooth-Verbindung die Klangqualität priorisiert wird. Das ist nicht unbedingt selbsterklärend, eine Anleitung wäre hier durchaus sinnvoll für Kunden.

Zudem wird Bluetooth-Multipoint geboten, um die Stöpsel an bis zu zwei Geräten parallel nutzen zu können – dabei steht LDAC erneut uneingeschränkt zur Verfügung. So können wir nahtlos zwischen den Geräten wechseln und etwa beim Schauen eines Videos auf dem Tablet einen Anruf am Smartphone annehmen.

Erfreulicherweise können wir bei einer Multipoint-Verbindung auf beiden Geräten die App nutzen. Derzeit ist Technics weiterhin der einzige Hersteller, der sogar drei parallele Geräteverbindungen bei Bluetooth-Multipoint erlaubt. Apple und Bose bieten kein Bluetooth-Multipoint.

Rund um den Transparenzmodus muss Huawei zulegen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Transparenzmodus ist eine Schwäche der Freebuds Pro 3

Bei Bedarf lässt sich Bluetooth-Multipoint deaktivieren, allerdings nicht mit der iPhone-App. Alle Einstellungen rund um Bluetooth-Multipoint fehlen in der iPhone-App. Dazu gehört auch die Option, ein Gerät im Rahmen von Bluetooth-Multipoint zu priorisieren.

Wenn Bluetooth-Multipoint deaktiviert ist, sind die Freebuds Pro 3 besonders rabiat: Sobald sie mit zwei Geräten gekoppelt sind, schalten sie meist auf die zuletzt aktivierte Bluetooth-Verbindung. Sind die Stöpsel also mit einem Smartphone verbunden und schalten wir Bluetooth an einem Tablet ein, wird die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone gekappt – sogar, wenn wir darüber gerade Musik hören.

Keine Verbesserungen gibt es beim Transparenzmodus der neuen Freebuds Pro, während die Konkurrenz hier besser wird. Der Transparenzmodus dient dazu, gezielt die Geräusche ins Ohr zu leiten, um etwa auf der Straße noch die Umgebung zu hören. Damit lassen sich auch Gespräche mit anderen Personen führen, ohne die Stöpsel aus dem Ohr nehmen zu müssen.

Gute App für Freebuds Pro 3

Weiterhin verstärken die Huawei-Stöpsel Umgebungsgeräusche zu stark mit. Es gibt wieder eine spezielle Stimmenverstärkung, die weiterhin keine deutliche Verbesserung bringt. Als weiteres Problem werden pfeifende Windgeräusche nicht so gut ferngehalten wie im ANC-Modus und es gibt ein Grundrauschen. Beim Transparenzmodus schneiden Apple und Bose viel besser ab.

Huawei bietet bei den Freebuds Pro 3 wieder eine Ohrerkennung, die aber nicht optimiert wurde. Sobald wir einen oder beide Stöpsel aus dem Ohr nehmen, unterbricht die Musikwiedergabe. Sie wird fortgesetzt, sobald wieder beide Stöpsel im Ohr stecken. Allerdings dürfen sie nicht länger als drei Minuten aus dem Ohr genommen werden, dann wird die Musikwiedergabe nicht fortgesetzt – eine für uns unnötige und unpraktische Beschränkung. Die Ohrerkennung kann bei Bedarf deaktiviert werden.

Für die Konfiguration der Freebuds Pro 3 dient Huaweis AI-Life-App, die es für Android und iOS gibt. Derzeit ist die Installation der AI-Life-App unter iOS einfacher als unter Android, weil die AI-Life-App nur abseits des Play Store zu bekommen ist. Am einfachsten ist die AI-Life-App über die Huawei-Webseite(öffnet im neuen Fenster) herunterzuladen und zu installieren. Praktischerweise hat die App ein integriertes Update-System.

Die Huawei-App benötigt erfreulicherweise weder eine GPS-Aktivierung noch ein Nutzerkonto. Sie ist schnell gestartet und verbindet sich zügig mit den Stöpseln. Das alles ist nicht selbstverständlich und daher entsprechend lobenswert. Die App ist gut strukturiert, aber an manchen Stellen wünschten wir uns mehr Erklärungen für Kunden.

In der App können wir den ANC-Modus ändern, den Transparenzbetrieb anpassen, den Klang modifizieren und die Ohrerkennung umschalten. Es lassen sich Firmware-Updates vornehmen, die schnell installiert sind und bei Bedarf nur manuell vorgenommen werden. Zudem können wir die Stöpsel aus der App heraus piepen lassen, falls sie verlegt wurden. Die Tastenbelegung lässt sich weiterhin nur begrenzt anpassen, vor allem bei der ANC-Steuerung wäre mehr Flexibilität hilfreich.

Der Huawei-App für iOS fehlt eine Funktion

Es steht ein Passtest zur Verfügung, mit dem sich prüfen lässt, ob die Stöpsel korrekt im Ohr sitzen und uns wird der Ladestand von Stöpseln sowie Ladeetui sehr genau in Einerschritten angezeigt – vorbildlich. Weiterhin bietet die iOS-App nicht den vollen Funktionsumfang: Es fehlt die Konfiguration für Bluetooth-Multipoint. Immerhin ist Bluetooth-Multipoint standardmäßig aktiv, so dass Käufer der Freebuds Pro 3 alle Funktionen nutzen können, wenn sie keinen Zugriff auf ein Android-Gerät haben.

Das ist ein Vorteil gegenüber den Airpods Pro 2, bei denen viele Funktionen mit Android gar nicht genutzt werden können. Denn Apple bietet für keines seiner Kopfhörer-Produkte eine Android-App an.

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Bei der Akkulaufzeit ist Huawei nicht führend

Ein Schwachpunkt der bisherigen Freebuds-Pro-Modelle ist die Akkulaufzeit und das bessert sich mit den Freebuds Pro 3 nur minimal: Das neue Modell verstummt bei der Musikwiedergabe über AAC bei aktiviertem ANC nach etwas mehr als fünf Stunden und liegt damit knapp über den 4,5 Stunden, die der Hersteller angibt. Dabei waren die Hörstöpsel permanent einer Geräuschkulisse wie von einer Dunstabzugshaube ausgesetzt.

Wer seine Musik lieber mit LDAC-Codec hören will, muss die Stöpsel nach etwas mehr als vier Stunden wieder in das Ladeetui packen. Immerhin sind die Stöpselakkus bereits nach 40 Minuten vollständig geladen und können dann wieder vier bis fünf Stunden genutzt werden.

Sind die Stöpselakkus leer, können sie nach einer Ladezeit von fünf Minuten mit AAC-Verbindung und aktiviertem ANC etwas länger als eine Stunde verwendet werden. Der LDAC-Einsatz verkürzt die Laufzeit auf knapp eine Stunde. Das sind für 5-Minuten-Ladungen gute Werte. Mit dem Ladeetui können wir die Stöpselakkus rund viermal aufladen und erreichen so eine Laufzeit von 20 bis 25 Stunden.

Huawei Freebuds Pro 3: Verfügbarkeit und Fazit

Huawei bietet die Freebuds Pro 3(öffnet im neuen Fenster) ab sofort für 200 Euro an – zum gleichen Preis kamen die Freebuds Pro 2 im Juli 2022 auf den Markt. Huawei hat den Listenpreis der Freebuds Pro 2 auf 180 Euro gesenkt, im Handel gibt es sie bereits zu Preisen zwischen 150 und 165 Euro . Damit liefern beide Freebuds-Pro-Modelle ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als Apples Airpods Pro 2 , die 280 Euro kosten. Wir haben die Freebuds Pro 3 in Silbergrau getestet, es gibt sie auch in Weiß und Grün.

Fazit

Mit den Freebuds Pro 3 bleibt Huawei erneut im Spitzenfeld der besten ANC-Hörstöpsel – das ist bereits mit dem Vorgängermodell gelungen, den Freebuds Pro 2 . Die neuen Freebuds Pro 3 kämpfen sich weiter vor, denn sie liefern eine höhere ANC-Leistung und können in dieser Disziplin mit den Airpods Pro 2 gleichziehen. Dafür hängen die Freebuds Pro 3 die Apple-Stöpsel bei Telefonaten klar ab – wir sind sogar in lauten Umgebungen immer gut zu verstehen.

Mit einem zusätzlichen Aufsatz sollten die neuen Freebuds Pro auch in kleinere Ohren passen. Kleine Optimierungen am Ladeetui verbessern das Produkt zusätzlich. Geblieben sind folgende Vorzüge: eine tolle Klangqualität ohne Schritthall und windunempfindlicher ANC-Betrieb, ein hoher Tragekomfort, eine durchdachte Steuerung und eine gute App für beide Plattformen.

Wer bereits die Freebuds Pro 2 besitzt, hat vergleichsweise wenig Anreiz für einen Wechsel. Wer hingegen neu in dieses Segment einsteigt, bekommt mit den Freebuds Pro 3 vorzügliche Hörstöpsel, bei denen wir nur wenige Kompromisse eingehen müssen.

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An einigen Punkten hat Huawei die eigenen Hörstöpsel leider nicht verbessert. So hat sich die Akkulaufzeit nicht verlängert, während die Konkurrenz hier immer besser wird. Auch beim Transparenzmodus warten wir weiter auf bessere Ergebnisse. Wie den meisten Konkurrenzgeräten fehlt auch den Freebuds Pro 3 eine Mikrofonsteuerung.

Wer darauf Wert legt, bekommt von Jabra mit den Elite 10 eine vorzügliche Alternative, die Käufern auch sonst nur wenig Kompromisse abverlangen und eine vorbildliche Steuerung mit besonders viel Anpassungsmöglichkeiten bietet. Wer derzeit Hörstöpsel mit einer besonders hohen ANC-Leistung sucht, greift am besten zu den Quiet Comfort Earbuds II – muss aber doch einige Kompromisse eingehen, wie etwa eine nur durchschnittliche Sprachqualität beim Einsatz draußen sowie fehlendes Bluetooth-Multipoint

Bluetooth-Multipoint fehlt auch den Airpods Pro 2 , die nur noch eine gute Wahl sind, wenn sie im Apple-Ökosystem genutzt werden. Denn Apple sperrt immer mehr Airpods-Funktionen bei Nutzung mit anderen Geräten .

Nachtrag vom 30. November 2023

Mit einem Update gibt es für das Ladeetui der Freebuds Pro 3 die Möglichkeit, dass dieses Ladetöne abspielen kann, sobald der Akku im Ladeetui geladen wird. Damit verhalten sich die Huawei-Stöpsel so ähnlich wie Apples Airpods Pro 2. Bei Bedarf kann diese Option in der Huawei-App für die Freebuds Pro 3 abgeschaltet werden. Die Abschaltung der Ladetöne ist nur möglich, wenn sich die Stöpsel im geöffneten Ladeetui befinden. Diese Voraussetzung wird praktischerweise in der App beschrieben.

Ingo Pakalski hat in den vergangenen sechs Jahren schon viele Dutzend Kopfhörer pro Jahr getestet – ob In-Ears, Over-Ears oder Open-Ears. Nur sehr selten stößt er dabei auf Geräte, die er guten Gewissens empfehlen kann.


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