Transparenzmodus der Freebuds Pro 2 klingt nicht ganz natürlich
Der Transparenzmodus klingt recht natürlich, allerdings werden Umgebungsgeräusche etwas zu stark mit verstärkt. Hier ist die Konkurrenz zum Teil schon etwas besser. Es gibt eine zuschaltbare Stimmenverstärkung, die aber keine deutliche Verbesserung bringt. Erfreulicherweise gibt es auch im Transparenzmodus einen Windschutz, der aber nicht ganz so gut agiert wie im ANC-Betrieb.
Im Transparenzmodus gibt es nur selten und nur leichte Pfeifgeräusche zu hören, es stört kaum. Nerviger ist dann schon das Grundrauschen des Transparenzmodus, hier schneiden die Apple-Stöpsel deutlich besser ab. Die Musik wird weder leiser gemacht noch angehalten, wenn wir den Transparenzbetrieb aktivieren.
Huawei bietet auch in den Freebuds Pro 2 eine Ohrerkennung. Sobald wir einen oder beide Stöpsel aus dem Ohr nehmen, unterbricht die Musikwiedergabe. Sie wird fortgesetzt, sobald wieder beide Stöpsel im Ohr stecken. Allerdings dürfen sie nicht länger als drei Minuten aus dem Ohr genommen werden, dann wird die Musikwiedergabe nicht fortgesetzt – eine für uns unnötige und unpraktische Beschränkung. Die Ohrerkennung kann bei Bedarf deaktiviert werden.
Gute Sprachqualität bei Telefonaten
Beim Telefonieren liefern Freebuds Pro 2 in Innenräumen eine sehr gute Sprachqualität, wir sind für die andere Seite ausgesprochen zu verstehen. Das gilt sogar, wenn wir dabei Dinge erledigen, die Geräusche verursachen, die andere Seite hört es nur leise. Die Telefonqualität verringert sich etwas, wenn wir draußen sind und dort entsprechend viele Störgeräusche vorhanden sind. Dann sind wir etwas schwerer zu verstehen, allerdings sind Störgeräusche draußen deutlich leiser als bei den meisten Konkurrenzprodukten.
Deutlich besser wird die Sprachqualität, wenn wir die Option "HD-Anrufe" einschalten. Diese Option ist wie die LDAC-Aktivierung unsinnigerweise im Menüpunkt "Soundeffekte" zu finden. Wenn HD-Anrufe aktiviert sind, sind Störgeräusche für andere nur noch leise zu hören und wir sind viel besser zu verstehen. Wenn wir beim Telefonieren etwas erledigen, das Krach macht, ist dies für die andere Seite noch leiser zu hören. Draußen können wir uns an einer viel befahrenen Straßen unterhalten, ohne dass es für die Gegenseite lästig wird. Mit der Option schlagen die Freebuds Pro 2 etwa die Airpods Pro ganz deutlich. Wenn HD-Anrufe aktiviert ist, verringert sich die Akkulaufzeit.
Bei Bedarf kann auch nur ein Stöpsel genutzt werden. Am Stöpsel können wir die Mikrofone während eines Telefonats ärgerlicherweise weder aus- noch wieder einschalten. Das gilt zwar auch für die meisten Konkurrenzprodukte, bleibt aber ein Ärgernis.
Gute App für Freebuds Pro 2
Seit einiger Zeit bietet Huawei die AI-Life-App zur Konfiguration ihrer Kopfhörer-Produkte auch für die iOS-Plattform an. Als die Freebuds Pro auf den Markt kamen, wurde nur eine Android-Version der App angeboten. Es ist erfreulich, dass Huawei nicht mehr eine Smartphone-Plattform benachteiligt. Derzeit ist die Installation der AI-Life-App unter iOS einfacher als unter Android, weil die AI-Life-App in der aktuellen Version nur abseits des Play Store zu bekommen ist. Am einfachsten ist es, die AI-Life-App über die Huawei-Webseite herunterzuladen und zu installieren. Dafür muss man die Installation der App zustimmen und der App erlauben, Updates zu installieren.
Die Huawei-App benötigt erfreulicherweise weder eine GPS-Aktivierung noch ein Nutzerkonto. Sie ist schnell gestartet und verbindet sich zügig mit den Stöpseln. Das alles ist bei der Konkurrenz leider nicht selbstverständlich und daher entsprechend lobenswert. In großen Teilen ist die App gut strukturiert, aber manche Einstellungen wie etwa LDAC oder HD-Anrufe sind durch die sonderbare Kategorisierung nur schwer zu finden.
In der App können wir den ANC-Modus ändern, den Transparenzbetrieb anpassen, Bluetooth-Multipoint an- oder abschalten und die Ohrerkennung umschalten. Wir sehen in der App den Ladestand von Stöpseln sowie Ladeetui; es steht ein Passtest zur Verfügung, mit dem sich prüfen lässt, ob die Stöpsel korrekt im Ohr sitzen. Es lassen sich Firmware-Updates vornehmen, die schnell installiert und bei Bedarf nur manuell vorgenommen werden. Zudem können wir die Stöpsel aus der App heraus piepen lassen, falls sie verlegt wurden.
Die iOS-App bietet nicht den vollen Funktionsumfang, es fehlt die Konfiguration für Bluetooth-Multipoint. Immerhin ist Bluetooth-Multipoint standardmäßig aktiv, so dass Käufer die Funktion auch dann nutzen können, wenn sie kein Android-Gerät nutzen. Das ist ein Vorteil gegenüber den Airpods Pro 2, bei dem manche Komfortfunktionen wie eine Ohrerkennung mit Android gar nicht genutzt werden können.
Bei der Akkulaufzeit ist Huawei nicht führend
Bei der Entwicklung der Freebuds Pro 2 hat Huawei vieles besser gemacht als beim Vorgängermodell. Die Akkulaufzeiten gehören leider nicht dazu. Auch das neue Modell verstummt bei der Musikwiedergabe über AAC bei aktiviertem ANC nach etwas mehr als vier Stunden – wie es der Hersteller angibt. Dabei waren die Hörstöpsel permanent einer Geräuschkulisse wie von einer Dunstabzugshaube ausgesetzt.
Wer seine Musik lieber mit besserer Qualität mit LDAC-Codec hören will, muss die Stöpsel schon nach etwas mehr als drei Stunden wieder in das Ladeetui packen. Immerhin sind die Stöpselakkus bereits nach 40 Minuten vollständig geladen und können dann nochmal einige Stunden genutzt werden. Sind die Stöpselakkus leer, können sie nach einer Ladezeit von fünf Minuten für etwa 50 Minuten verwendet werden. Auch hier werden die gleichen Werte wie beim Vorgängermodell erreicht und das ist ein passabler Wert.
Mit dem Ladeetui können wir die Stöpselakkus viermal aufladen und erreichen so eine Laufzeit von rund 20 Stunden. Das ist etwas mehr als die 18 Stunden, die Huawei angibt. Wer die HD-Telefonfunktion verwendet, muss mit einer weiteren Verkürzung der Akkulaufzeit rechnen.
Verbesserungen am Ladeetui der Freebuds Pro 2
Deutliche Verbesserungen gibt es beim Umgang mit dem Ladeetui. Die Freebuds Pro der ersten Generation lassen sich nur schwer greifen und aus dem Ladeetui nehmen. Die Freebuds Pro 2 lassen sich besser greifen und leichter entnehmen. In beiden Fällen werden die Stöpsel mit Magnetkraft gehalten, damit sie nicht versehentlich herausfallen können.
Das Ladeetui ist etwas kleiner als das der Freebuds Pro und damit noch etwas angenehmer zu transportieren. Es gibt wieder eine USB-C-Buchse, und die Qi-Technik zum drahtlosen Aufladen wird unterstützt.
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ja, das können wir bestätigen. Daher haben wir das ja auf der dritten Seite des...
Was macht man als jahrelanger Golem Leser, wenn die eigenen China Hörer in die Jahre...
Ein vernünftiges ANC, ordentliche Soundqualität, guter Sitzkomfort, ordentliche Laufzeit...
Nö, muss ein "AirPods-Killer" nicht. Die Leute die ihre Kopfhörer mit allem verbinden...