Probleme mit der Software und kurze Akkulaufzeit

Bei den Airpods kritisieren wir Apple immer wieder dafür, dass es keine passende App für die Android-Plattform gibt. Den vollen Funktionsumfang gibt es nur zusammen mit Apple-Geräten. In dieser Disziplin handelt sich Huawei mit den Freebuds 3 noch mehr Kritik ein. Denn nur mit einem möglichst aktuellen Huawei-Smartphone erhalten zahlende Kunden den vollen Funktionsumfang. Außerdem gibt es für die Freebuds 3 keine iOS-App - Huawei eifert also hier unnötigerweise dem Konzept von Apple nach, nur die eigene Smartphone-Plattform zu unterstützen.

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Aber selbst Android-Nutzer werden lieblos behandelt. Denn Huawei hat sich für ein sonderbares Mischmasch bei der Konfiguration der Freebuds 3 entschieden. Einige Einstellungen sind direkt in den Bluetooth-Einstellungen versteckt, wie etwa die Ohrerkennung. Dafür kann die Anpassung des ANC nur in der Huawei-App AI Life vorgenommen werden. Es wäre wünschenswert, wenn alle Optionen und Einstellungen an einer zentralen Stelle zu finden wären.

Ohrerkennung nur mit aktuellen Huawei-Smartphones nutzbar

Die Ohrerkennung ist generell nur mit modernen Huawei-Smartphones verfügbar, die mit EMUI 10 alias Android 10 versehen sind. Auf allen älteren Huawei-Geräten steht die Funktion nicht bereit und erst recht nicht für alle übrigen Smartphone-Modelle anderer Hersteller. Während Apple zumindest alle eigenen Geräte unterstützt, schließt Huawei sogar eigene Kunden von bestimmten Funktionen aus.

  • Links das Ladeetui der Airpods 2, in der Mitte das Ladeetui der Freebuds 3 und rechts das Ladeetui der Airpods Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links die Airpods 2 im Ladeetui, in der Mitte die Freebuds 3 im Ladeetui und rechts die Airpods Pro im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui der Freebuds 3 hat einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links die Freebuds 3, in der Mitte die Airpods 2 und rechts die Airpods Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Und das ist ärgerlich, denn die Ohrerkennung arbeitet sehr gut. Sie unterbricht die Musikwiedergabe, sobald einer oder beide Stöpsel aus dem Ohr genommen werden. Wenn wir die Stöpsel wieder ins Ohr stecken, wird die Musikwiedergabe fortgesetzt. Das ist eine praktische Komfortfunktion, die bei den Airpods nicht ganz so gut umgesetzt ist, sobald beide Stöpsel aus dem Ohr genommen werden.

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In der Huawei-App lässt sich die Belegung der Touchgesten der Stöpsel verändern. Allerdings ist immer nur ein Befehl pro Stöpsel möglich, das mindert den Komfort erheblich. Eine Lautstärkeregelung direkt am Stöpsel ist nicht möglich. Auch hier eifert Huawei ärgerlicherweise Apple nach und findet keine neuen Ansätze, die wichtige Funktion einer Lautstärkeregelung anzubieten. Alle Freebuds-Ansagen sind in englischer Sprache, eine Umschaltung auf Deutsch wird nicht geboten.

Keine zwei parallelen Bluetooth-Verbindungen möglich

Die Freebuds 3 unterstützen Bluetooth 5.1 sowie Bluetooth 5.1 LE, erlauben aber keine zwei parallelen Bluetooth-Verbindungen. Hier bleibt Jabra mit den Elite 65t einer der wenigen Anbieter, die diese Funktion in Hörstöpseln zur Verfügung stellen. Damit können wir parallel eine Bluetooth-Verbindung zu einem Tablet und einem Smartphone nutzen. Wenn wir auf dem Tablet einen Film schauen und auf dem Smartphone kommt ein Anruf an, können wir diesen sofort am Hörstöpsel annehmen.

  • Links das Ladeetui der Airpods 2, in der Mitte das Ladeetui der Freebuds 3 und rechts das Ladeetui der Airpods Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links die Airpods 2 im Ladeetui, in der Mitte die Freebuds 3 im Ladeetui und rechts die Airpods Pro im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 im Ladeetui (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Ladeetui der Freebuds 3 hat einen USB-C-Anschluss. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links die Freebuds 3, in der Mitte die Airpods 2 und rechts die Airpods Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Huaweis Freebuds 3 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Links das Ladeetui der Airpods 2, in der Mitte das Ladeetui der Freebuds 3 und rechts das Ladeetui der Airpods Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bezüglich des Bluetooth-Verhaltens sind die Freebuds 3 so rabiat wie die Airpods: Wenn die Huawei-Stöpsel mit zwei Geräten gekoppelt sind, schalten die Freebuds 3 immer auf die zuletzt aktivierte Bluetooth-Verbindung. Sind sie also mit Smartphone eins verbunden und schalten wir Bluetooth an Smartphone zwei ein, wird die Bluetooth-Verbindung zu Smartphone eins unterbrochen und es wird eine zum zweiten Gerät aufgebaut. Sinnvoller fänden wir es, wenn eine bestehende Bluetooth-Verbindung nicht einfach gekappt würde.

Enttäuschende Akkulaufzeit

Im Bereich Akkulaufzeit sind die Freebuds 3 eine große Enttäuschung. Die vom Hersteller versprochenen vier Stunden sind schon wenig - die Konkurrenz ist mit deutlich mehr als fünf Stunden weit voraus. Während viele Bluetooth-Hörstöpsel der Konkurrenz die zugesicherten Akkulaufzeiten noch übertreffen, ist bei Huawei das Gegenteil der Fall. Die versprochenen vier Stunden erreichen wir ganz knapp nur dann, wenn wir ganz auf die ANC-Funktion verzichten.

Bei aktiviertem ANC verringert sich die Akkulaufzeit auf knappe drei Stunden. Hier liefern die bei den ANC-Funktionen besser abschneidenden Airpods Pro von Apple mit fünf Stunden deutlich mehr. Eine Schnellladefunktion kennen die Freebuds 3 nicht. Nach einer Ladezeit von fünf Minuten können sie gerade mal weitere 40 Minuten verwendet werden. Zum Vergleich: Die Airpods und die Airpods Pro bieten nach fünf Minuten Ladezeit 1 Stunde und 15 Minuten Laufzeit - also fast das Doppelte der Freebuds 3.

Das Ladeetui der Freebuds 3 gefällt uns gut. Es hat eine angenehme Größe und lässt sich bequem öffnen und schließen, die Stöpsel werden mittels Magneten sicher gehalten. Die Größe des Ladeetuis ist gut gewählt, es passt bequem auch in kleinere Hosentaschen. Das Ladeetui hat eine USB-C-Buchse und lässt sich drahtlos aufladen - eine passende Ladestation wird nicht mitgeliefert.

Mit dem Ladeetui sind vier Nachladungen möglich, so dass sich bei ANC-Nutzung eine Gesamtlaufzeit von maximal 15 Stunden ergibt. Auch hier schneiden die Apple-Stöpsel viel besser ab. Die Airpods Pro kommen auf 24 Stunden, erreichen also auch in dieser Disziplin fast doppelt so gute Werte wie die Huawei-Konkurrenz.

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 Freebuds 3 im Test: Huawei ahmt Fehler der Airpods nach und macht neueVerfügbarkeit und Fazit 
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Kommentator2019 24. Nov 2019

dann schau nochmal nach illegalen Staatssubventionen in dem Umfeld. Ggf. kombinieren mit...

continuous 24. Nov 2019

Die Soundkritik verwundert mich auch. In den meisten Reviews wird der Bass kritisiert...

Tuxcracker 23. Nov 2019

Wenn man sich die Ohren nicht wäscht, ist schwarzer Kunststoff noch viel...

demokrit 23. Nov 2019

Hahhahahahha richtiger Altherren-Stammtisch-Schenkelklopfer!

Silbersulfid 23. Nov 2019

Nein, doch, ohhhh!



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