Abo
  • Services:
Anzeige
Harald Riegler, Maximilian Schenk, Moderator Tino Hahn, Hendrik Lesser, David Reitman (v. l. n. r.)
Harald Riegler, Maximilian Schenk, Moderator Tino Hahn, Hendrik Lesser, David Reitman (v. l. n. r.) (Bild: Golem.de)

Free-to-Play: Transparent statt kostenlos spielen

Das Free-to-Play-Geschäftsmodell boomt - obwohl es bei Spielern in Foren und sozialen Netzwerken stark kritisiert wird. Die Anbieter müssen möglicherweise transparenter auftreten.

Anzeige

Manchmal ist es wichtiger, wer bei einer Diskussionsrunde nicht dabei ist, als wer dort ist. Auf dem Panel auf der Quo Vadis 2014 in Berlin, in dem über Free-to-Play gesprochen wurde, fehlt Crytek - es hatte in letzter Minute abgesagt. Unter der Hand war die Vermutung zu hören, dass sich das Unternehmen nicht der Gefahr öffentlicher Kritik aussetzen wollte. Beim einst hoffnungsvoll angekündigten Free-to-Play-Actionspiel Warface laufe es eher schlecht, da wolle man weitere Negativschlagzeilen lieber vermeiden.

Auch wenn Warface möglicherweise mit Problemen zu kämpfen hat: Im Großen und Ganzen geht es der Free-to-Play-Branche gut. Laut aktueller Zahlen des Verbands BIU wurden 2013 rund 209 Millionen Euro mit virtuellen Zusatzinhalten verdient. Davon entfielen 105 Millionen Euro auf Onlinespiele, 65 Millionen auf Mobilegames und 39 Millionen auf Browsergames - und das, obwohl das Geschäftsmodell seit Jahren in der Kritik steht.

Free-to-Play nach Dungeon Keeper

Besonders deutlich wurde das Ende Januar 2014 an der von Electronic Arts angebotenen Neuauflage von Dungeon Keeper. Die wurde zwar als "Gratis" vermarktet, war aber ohne zahlungspflichtige Inhalte nicht sinnvoll spielbar. Das kritisiert auch Harald Riegler vom österreichischen Entwicklerstudio Sproing. "Es war wohl schon ein Fehler, das Programm Dungeon Keeper zu nennen", sagt er, weil das Spiel so vor allem bei alten Fans viele Erwartungen geweckt habe, die dann auch durch das neue Geschäftsmodell enttäuscht werden mussten.

Riegler ist der Auffassung, dass die Free-to-Play-Branche für mehr Transparenz sorgen muss, um langfristig besser dazustehen: "Der Wert der Items muss klar sein, man muss klarer sagen, was die Vorteile sind und welche Möglichkeiten der Spieler hat, auch ohne echtes Geld an Gegenstände zu gelangen". Riegler fände es nicht schlecht, wenn das Ganze nicht mehr "Free" heißen würde: "Vielleicht sollte auf dem Tastenfeld im App Store einfach nur 'Download' stehen", meint er.

Anders sieht das Maximilian Schenk, Geschäftsführer des BIU. Dass es derzeit Politiker vor allem in Brüssel gebe, die sogar ein Verbot des Begriffs "Free" forderten, findet er "schon sehr schräg". Er ist der Auffassung, dass diese Politiker das Konzept von Free-to-Play erst verstehen müssten. "Viele, die es kritisieren, kennen es nicht", sagt Schenk.

Sogar Pay-to-Win kann akzeptiert werden

"In bestimmten Fällen akzeptieren auch überzeugte Gamer Free-to-Play und sogar Pay-to-Win durchaus", sagt Hendrik Lesser von der Münchner Produktionsfirma Remote Control. "In World of Tanks etwa kommt es immer wieder vor, dass zwei Kontrahenten sich auch durch den Einsatz von Geld hochrüsten, da funktioniert es gut und wird anerkannt." Außerdem sei World of Tanks ein Beispiel für ein Game, bei dem die Kunden wohl verstanden hätten, dass es mit dem sichtbar und spürbar hohen Budget einfach nicht ganz kostenlos sein könne.

David Reitman von der kalifornischen SAP-Tochter Hybris Software, die Middleware für Free-to-Play-Anbieter herstellt, ist für den Mittelweg. Das "Gleichgewicht zwischen verdienten und bezahlten Items muss stimmen", sagt er. Vor allem aber: Es dürfe "nicht das Gefühl aufkommen, dass sich ein Spieler einfach an die Spitze der Community kaufen kann".


eye home zur Startseite
MarcelSaniocki 27. Sep 2014

ernsthaft? league of legends zu kritisieren weil man "den neuen besten champ" nicht...

LuckwurstJoe 10. Apr 2014

Also ich kann dir sagen, die neuesten Champions bei LoL sind nicht immer die "Besten...

Nolan ra Sinjaria 10. Apr 2014

oder die ganz fiese Masche bestimmte Dinge bloß zu vermieten. Sehr beliebt ist ja in F2P...

ustas04 09. Apr 2014

Ganz einfach. In einem pvp spiel sind die ziele ein anderes. Mein kauft sich multiplayer...

wmayer 09. Apr 2014

Geht mir genauso. Find ich echt schade.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH, Stuttgart
  2. CAL Consult GmbH, Nürnberg
  3. Dataport, Hamburg
  4. Waldorf Frommer Rechtsanwälte, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 2,49€
  2. (-78%) 8,99€
  3. ab 129,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  2. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  3. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops

  4. O2 und E-Plus

    Telefónica hat weiter Probleme außerhalb von Städten

  5. Project Zero

    Google-Entwickler baut Windows-Loader für Linux

  6. Dan Cases A4-SFX v2

    Minigehäuse erhält Fenster und wird Wakü-kompatibel

  7. Razer Core im Test

    Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System

  8. iPhone-Hersteller

    Apple testet 5G-Technologie

  9. Cern

    Der LHC ist zurück aus der Winterpause

  10. Jamboard

    Googles Smartboard kommt in den USA auf den Markt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  2. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  3. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: sehr interessant

    NobodZ | 15:26

  2. Re: Java

    Proctrap | 15:26

  3. Re: Wie die Frauenquote: Schwachsinn.

    PiranhA | 15:25

  4. Re: Und wenn es keine 50 Mbit/s sind?

    Ovaron | 15:22

  5. Rheinschiene ist bei O2 ein Totalausfall

    Gormenghast | 15:20


  1. 15:40

  2. 15:32

  3. 15:20

  4. 14:59

  5. 13:22

  6. 12:41

  7. 12:01

  8. 11:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel