Free-to-Play: Spielebranche will selbst für faire Onlinespiele sorgen

Der zunehmend schlechte Ruf von Free-to-Play beunruhigt die Spielebranche. Der Entwicklerverband Game will sich nun mit einer Initiative für faire Geschäftsmodelle einsetzen - es geht wohl auch darum, strengen Regelungen durch die Politik zuvorzukommen.

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Dungeon Keeper
Dungeon Keeper (Bild: Golem.de)

Bei vielen Spielern hat Free-to-Play seit Ärgernissen wie der vermeintlich kostenlosen Version von Dungeon Keeper einen schlechten Ruf, auch die Politik diskutiert bereits strengere gesetzlichen Vorgaben für die Anbieter der Titel. Jetzt wird der Branchenverband Game aktiv, der viele kleine und mittlere Publisher und Entwickler in seinen Reihen hat - die ihr Geld zum Teil mit Free-to-Play-Angeboten verdienen.

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In einer Pressemitteilung räumt der Verband ein, dass die Geschäftsmodelle "zunehmend in das Visier von Verbraucherschützern" geraten seien. Allerdings meint er: "Die zum Teil berechtigte Kritik trifft nur eine Minderheit der Anbieter."

Der Verband kündigt an, im Rahmen einer "Initiative faires Onlinespiel" gemeinsam mit der Branche, der Politik und der Gesellschaft neue Leitlinien erarbeiten zu wollen. Die sollen eine "konsumentenorientierte Betrachtung der Angebote mit den wirtschaftlich angemessenen Interessen der Anbieter und Hersteller dieser Spiele in Einklang bringen".

Allzu strenge Vorgaben sind also nicht zu erwarten. Obwohl viele Spieler von Free-to-Play inzwischen genervt sind, legt der Game großen Wert darauf, kein "innovationsfeindliches und anbieterunfreundliches Marktumfeld" zu schaffen.

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Der Verband will bei Veranstaltungen und Werkstattgesprächen mit Verbraucherschützern, der Politik und der Bundesregierung über konkrete Maßnahmen sprechen. Spieleanbieter sollen sich an den Gesprächen beteiligen. Die Initiative ist mit dem europäischen Entwicklerverband EGDF abgestimmt.

Free-to-Play auf europäischer Ebene

Die europäische Ebene ist wichtig, schließlich hatten im Februar 2014 mit Viviane Reding (Justiz) und Neven Mimica (Verbraucherpolitik) gleich zwei Mitglieder der EU-Kommission angekündigt, den Schutz der Verbraucher verbessern zu wollen.

Diskutiert wurden vor allem vier konkrete Vorschläge. So sollen bei Spielen, die als "kostenlos" angepriesen werden, Verbraucher künftig nicht mehr hinsichtlich der wahren Kosten irregeführt werden. Spiele dürfen Kinder nicht direkt dazu verleiten, Produkte zu kaufen oder einen Erwachsenen dazu bringen, diese für sie zu kaufen.

Drittens: Verbraucher sollen nach Vorstellungen der Kommission "über Zahlungsmodalitäten angemessen informiert werden und Zahlungen sollten ohne ausdrückliches Einverständnis des Verbrauchers nicht per Voreinstellung automatisch abgebucht werden". Außerdem sollten die Anbieter grundsätzlich eine E-Mail-Adresse angeben müssen, wo sie der Kunde bei Fragen oder Beschwerden kontaktieren kann.

In welche Richtung sich neue Vorgaben bewegen könnten, ist in Großbritannien bereits zu sehen: Dort hat das Office of Fair Trading im April 2014 neue verbindliche Regelungen eingeführt. Anbieter von Free-to-Play-Games sollen seitdem vor allem klarer kommunizieren, welche Kosten den Kunden erwarten.

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