Abo
  • Services:

Ein bisschen Open Source und wenig technische Details

Dem Projekt gingen Auseinandersetzungen über den von Fraunhofer verwendeten Open-Source-Begriff voraus. Denn die von Fraunhofer verwendete Lizenz ist nicht mit der Definition der Open-Source-Initiative kompatibel.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Auf der Webseite schreibt Fraunhofer daher nach vorheriger Berichterstattung auf Golem.de auf die Frage "Ist die Volksverschlüsselung Open Source": "Das ist eine schwierige Frage, weil "Open Source" vielfältig verwendet wird. Die Software ist "Open Source" in einem umgangssprachlichen Sinn, weil der Quelltext offengelegt wird. Sie ist nicht "Open Source" im Sinne der Open-Source-Initiative."

Lizenztechnisch könnte Fraunhofer Probleme bekommen. "Denn nach Durchsicht der Lizenzvereinbarungen [PDF] enthalten diese den Lizenztext der General Public License 3.0 (GPL)". Offenbar wird also GPL-lizenzierter Code verwendet. Doch ein "Written Offer" finden wir nicht. Mit dem "Written Offer" muss der Anbieter von Software, die GPL-Code enthält, dem Nutzer mitteilen, wo und auf welche Weise der Quellcode zu bekommen ist.

Kaum technische Hintergründe

Zu den technischen Hintergründen der Volksverschlüsselung gibt es auf der Webseite nur wenige Informationen. Installiert man die Software, wird Mozillas Network Security Services installiert, außerdem ist die Cryptobibliothek Bouncycastle mit im Paket. Außerdem importiert die Software ohne Zutun der Nutzer ein von Fraunhofer selbst signiertes Root-Zertifikat.

Das Fraunhofer SIT hatte in den FAQ angekündigt, den Quellcode auf Github zu veröffentlichen. Bislang können wir dort aber kein Repository finden. Es soll geprüft werden, ob und wie Beiträge von außen berücksichtigt werden können. In der Readme-Datei, die der Anwendung beiliegt, finden sich zwei Links auf Quellcode-Pakete. Diese sind jedoch nicht aktiv und leiten auf die Startseite des Projektes um. Auch die Quellcode-Lizenz und das Contributor-License-Agreement sind noch leer.

Auch die Lizenzfrage ist noch nicht geklärt. In den FAQ heißt es: "Wir sind dabei die Lizenz zu definieren. Das ist ein schwieriges Unterfangen, wir bitten daher noch um etwas Geduld. Die Lizenz wird auch festlegen, ob und wie andere sich beteiligen können und wie wir mit Hinweisen auf Sicherheitslücken umgehen, sollten solche gemeldet werden."

Wir haben das Fraunhofer SIT um eine Stellungnahme zur Verfügbarkeit des Quelltextes und zu den Lizenzfragen gebeten, bislang aber keine Antwort erhalten.

 Fraunhofer SIT: Volksverschlüsselung startet ohne Quellcode
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

led02 06. Jul 2016

Schafft es jemand, einen schweren Fehler in der Software zu finden, bevor der Quelltext...

led02 06. Jul 2016

Irgenwo hab ich gelesen, dass die Telekom die Infrasturktur betreibt... was auch immer...

EQuatschBob 04. Jul 2016

Die haben ebenfalls das Ziel Windows- und Android-Nutzern End-to-end-Kryptographie auf...

phixom 01. Jul 2016

Hallo Golem, Diese Aussage: "Anders als beim von der Bundesregierung vorangetriebene De...

led02 01. Jul 2016

https://dl1.volksverschluesselung.de/VV-Private-Client-Quelltext.zip https://dl2...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 6T - Test

Das Oneplus 6T ist der Nachfolger des Oneplus 6 - und als T-Modell ein Hardware Refresh. Neu sind unter anderem ein größeres Display mit kleinerer Notch sowie der Fingerabdrucksensor unter dem Displayglas. Im Test hat das neue Modell einen guten Eindruck hinterlassen.

Oneplus 6T - Test Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
    Drahtlos-Headsets im Test
    Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

    Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
    Ein Test von Oliver Nickel

    1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
    2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
    3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    Machine Learning: Wie Technik jede Stimme stehlen kann
    Machine Learning
    Wie Technik jede Stimme stehlen kann

    Ein Unternehmen aus Südkorea arbeitet daran, Stimmen reproduzierbar und neu generierbar zu machen. Was für viele Branchen enorme Kosteneinsparungen bedeutet, könnte auch eine neue Dimension von Fake News werden.
    Ein Bericht von Felix Lill

    1. AWS Amazon bietet seine Machine-Learning-Tutorials kostenlos an
    2. Random Forest, k-Means, Genetik Machine Learning anhand von drei Algorithmen erklärt
    3. Machine Learning Amazon verwirft sexistisches KI-Tool für Bewerber

      •  /