Große Hürden bei Lagerung und Transport
Neben dem Aufbau von Elektrolysekapazität, die hinter den Erwartungen zurückbleibt, sieht das Fraunhofer-Institut entscheidende Probleme bei der Lagerung und dem Transport, der vornehmlich per Pipeline erfolgen dürfte. Bestehende Leitungen müssen aufwendig angepasst werden, denn die Beimischung von H 2 ins vorhandene Gasnetz ist nur zu einem geringen Prozentsatz möglich.
Deshalb ist davon auszugehen, dass das zukünftige Pipelinenetz nur zwischen großen Industriestandorten verlaufen wird. Eine Verteilung an Privathaushalte wäre demnach mit einem zu hohen Aufwand verbunden.
Ähnliche Herausforderung werden für die saisonale Einlagerung erwartet. Auch hier können bestehende Speicher nicht ohne Weiteres genutzt werden. Biogas hingegen könnte sich für die Nutzung im Winter wesentlich leichter zwischenspeichern lassen.
Zu teuer für Mobilität
Schließlich geben die Untersuchungen des Instituts einen Hinweis darauf, dass der Anteil an Brennstoffzellenfahrzeugen ähnlich niedrig bleiben wird wie der Anteil an der gesamten Energieerzeugung. 2030 könnten sie ein Siebtel der Neuzulassungen ausmachen, während batteriebetriebene Pkw bis dahin bei 60 Prozent liegen dürften.
Ein Kernproblem ist der Ausbau des notwendigen Tankstellennetzes, das sich zwar gut in die bestehende Infrastruktur einbinden ließe, sich aber nur bei ausreichend Fahrzeugen lohnt. Gleichzeitig hängt die Anschaffung eines wasserstoffbetriebenen Autos zu großen Teilen von leicht verfügbarem Wasserstoff ab.
Zudem wird nicht erwartet, dass Treibstoffkosten auf dem Niveau von batteriebetriebenen Pkw erreichbar sind. Vermutlich werden Brennstoffzellenantriebe lediglich im Schwerlastverkehr eine wichtige Rolle spielen können.
Alle Problemstellungen und die jeweiligen Einschätzungen dazu finden sich auf der Projektseite des Fraunhofer-Instituts(öffnet im neuen Fenster) . Im unteren Bereich kann die Berichtsversion heruntergeladen werden.
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