Abo
  • Services:

Kampf gegen Botnetze nicht aussichtslos

Diesen Kampf hält Gerhards-Padilla derzeit für schwierig, "aber nicht aussichtslos". Ansetzen könne man dabei an drei Stellen: bei den infizierten Rechnern, den Kontrollservern und den Botnetzbetreibern. "Im Moment haben wir das Problem, dass der Angreifer sehr viel Geld damit verdienen kann, aber nur ein sehr geringes Risiko hat. Aus der Sicht eines Verteidigers ist das eine extrem ungute und unbefriedigende Situation", sagt Gerhards-Padilla. Eine Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft sei da unverzichtbar, um einen nachhaltigen Effekt zu erreichen. Das Problem sei aber, dass die Täter oft international agierten und schwer zu greifen seien.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Hamburg
  2. Medion AG, Essen

Auch das Abschalten eines Botnetzes bedeute in der Regel keinen langfristigen Erfolg, da die Infrastruktur sehr schnell neu etabliert werden könne. Ohnehin sei es schwer zu sagen, wie viele Botnetze es derzeit gebe. "Da gibt es ein großes Dunkelfeld. Von shadowserver.org werden weltweit derzeit rund 2.000 C&C-Server überwacht. Das sind aber leider bei weitem nicht alle existenten C&C-Server. Allerdings sagt das nichts darüber aus, wie viele Botnetze dahinter stehen", erläutert Gerhards-Padilla.

Noch Millionen Systeme durch Conficker infiziert

Die Botnetz-Forscher von FKIE können beim Kampf gegen Kriminelle aber nicht alle im Labor getesteten Maßnahmen sofort umsetzen. "Wir können aus rechtlichen Gründen da nur bis zu einem gewissen Grad gehen", sagt Gerhards-Padilla. "Wir entwickeln angewandte Forschung, nah an der Realität dran. Wir können nicht alles, was wir uns überlegt haben, eins zu eins in die Realität umsetzen. Das muss dann in Absprache mit den Behörden passieren, oder man darf es gar nicht."

Ob es in absehbarer Zeit wieder einen spektakulären Fall wie den der 16 Millionen Kontendaten gibt, ist daher schwer abzuschätzen, aber eher unwahrscheinlich. Die Strategie des BSI bei der Warnung bestand auch darin, die Nutzer generell für die Gefahren von Botnetzen und Schadprogrammen zu sensibilisieren. Wenn die Zahl der infizierten Rechner insgesamt sinkt, wird auch den Botnetz-Betreibern das Leben schwerer gemacht. Wie wichtig das ist, zeigt das Beispiel des Computerwurms Conficker. Auch fünf Jahre nach dessen erstem Auftauchen sind weltweit immer noch 1,4 Millionen Systeme in 220 Ländern infiziert.

 Fraunhofer-Institut: Auf der Jagd nach den Botnetzen
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)

metalheim 28. Jan 2014

Der verlinkte Ort ist aber in Bonn/Friesdorf und nicht in Wachtberg/Berkum, da liegen...

phade 27. Jan 2014

Hi, Das jetzt aufs Frauenhofer verwiesen wird, ist wieder so eine Beschwichtigung von...

Baron Münchhausen. 24. Jan 2014

http://goo.gl/zoPhMX

M.P. 24. Jan 2014

An so etwa haben ungefähr genau so viele Leute Interesse, wie an E-Mail-Verschlüsselung...


Folgen Sie uns
       


Hasselblad X1D und Fujifilm GFX 50S - Test

Im analogen Zeitalter waren Mittelformatkameras meist recht klobige Geräte, die vor allem Profis Vorteile boten. Einige davon sind im Zeitalter der Digitalfotografie obsolet. In Sachen Bildqualität sind Mittelformatkameras aber immer noch ganz weit vorn, wie wir beim Test der Fujifilm GFX 50S und Hasselblad X1D herausgefunden haben.

Hasselblad X1D und Fujifilm GFX 50S - Test Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /