Abo
  • Services:
Anzeige
Die Richtfunkstrecke
Die Richtfunkstrecke (Bild: KIT)

Fraunhofer Forscher übertragen 100 GBit/s per Richtfunk

Bei einem Weltrekordversuch haben Forscher in Deutschland Richtfunk und Glasfaserkabel verbunden. Die Technologie soll auch in Wohnungen eingesetzt werden können.

Anzeige

In einem Rekordversuch haben Wissenschaftler Daten mit einer Übertragungsrate von 100 GBit/s übertragen. Das berichtet das Team in der aktuellen Ausgabe des Magazins Nature Photonics. Die Daten wurden bei einer Frequenz von 237,5 GHz über eine Entfernung von 20 Metern im Labor übermittelt.

Richtfunkstrecken könnten dabei helfen, Flüsse, Autobahnen oder Naturschutzgebiete zu überqueren und den Netzausbau so günstiger zu machen. Im ländlichen Raum könne diese Technologie eine kostengünstige Alternative zu Glasfasernetzen sein.

Es sei um die Einbindung einer breitbandigen Richtfunkstrecke in Glasfasersysteme gegangen, sagte Professor Ingmar Kallfass. Er koordinierte das Projekt Millilink des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik (IAF) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Kallfass will auch Anwendungen für zu Hause für die Übertragung von Daten zwischen zwei Geräten ermöglichen. In Innenräumen könnte mit miniaturisierten Antennenkonzepten gearbeitet werden.

Am Sender wurde ein photonisches Verfahren zur Erzeugung der Funksignale eingesetzt. Zuerst werden die Funksignale mit einem optischen Verfahren erzeugt. Mehrere Bits wurden dabei in Datensymbolen zusammengefasst und gleichzeitig übertragen und mit integrierten elektronischen Schaltungen empfangen.

Datenrate von 1 TBit/s soll möglich werden

Der Sender erzeugte die Funksignale mit einem Photonenmischer der japanischen Firma NTT-NEL. Dabei wurden zwei optische Lasersignale unterschiedlicher Frequenz auf einer Photodiode überlagert.

Im Gegensatz zu einem rein elektronischen Sender entfällt der Umweg über eine elektronische Schaltung. Für den Empfang der Funksignale kam ein Chip zum Einsatz, der am Fraunhofer-Institut hergestellt wurde.

Bei der Datenrate sei noch eine Steigerung möglich: "Durch optische und elektrische Multiplexverfahren, also einer gleichzeitigen Übertragung von mehreren unterschiedlichen Datenströmen, und durch den Einsatz mehrerer Sende- und Empfangsantennen, könnte die Datenrate nochmals vervielfacht werden", so Swen König vom Institut für Photonik und Quantenelektronik am KIT. Damit würden künftig Funksysteme mit einer Datenrate von 1 TBit/s möglich.

Im Mai 2013 war es den Forschern bereits gelungen, 40 GBit/s bei 240 GHz über eine Entfernung von einem Kilometer per Funk zu übertragen.


eye home zur Startseite
Eheran 15. Okt 2013

Wie ich schon sagte, Beton schluckt deine Funkwellen, der reflektiert kaum und verstärken...

klamey 15. Okt 2013

sowet ich weiß, ist das dorf hier mit 2x 400mbit/s angebunden. latenz beträgt momentan zu...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Comline AG, Dortmund
  2. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Berlin
  3. Bosch Software Innovations GmbH, Berlin
  4. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Bremen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 18,99€ statt 39,99€
  2. 6,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Fahrdienst

    London stoppt Uber, Protest wächst

  2. Facebook

    Mark Zuckerberg lenkt im Streit mit Investoren ein

  3. Merged-Reality-Headset

    Intel stellt Project Alloy ein

  4. Teardown

    Glasrückseite des iPhone 8 kann zum Problem werden

  5. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  6. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  7. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  8. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  9. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  10. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Metroid Samus Returns im Kurztest: Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
Metroid Samus Returns im Kurztest
Rückkehr der gelenkigen Kopfgeldjägerin
  1. Doom, Wolfenstein, Minecraft Nintendo kriegt große Namen
  2. Nintendo Das NES Classic Mini kommt 2018 noch einmal auf den Markt
  3. Nintendo Mario verlegt keine Rohre mehr

Galaxy Note 8 im Test: Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
Galaxy Note 8 im Test
Samsungs teure Dual-Kamera-Premiere
  1. Galaxy S8 und Note 8 Bixby-Button lässt sich teilweise deaktivieren
  2. Videos Youtube bringt HDR auf Smartphones
  3. Galaxy Note 8 im Hands on Auch das Galaxy Note sieht jetzt doppelt - für 1.000 Euro

Zukunft des Autos: "Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
Zukunft des Autos
"Unsere Elektrofahrzeuge sollen typische Porsche sein"
  1. Concept EQA Mercedes elektrifiziert die Kompaktklasse
  2. GLC F-Cell Mercedes stellt SUV mit Brennstoffzelle und Akku vor
  3. ID Crozz VW stellt elektrisches Crossover vor

  1. Re: Einfach nur unter Windows nachladen

    elgooG | 17:57

  2. Kunde droht mit Auftrag

    cicero | 17:57

  3. Re: Der starke Kleber

    david430 | 17:52

  4. Nur per Hammer angreifbar

    cicero | 17:48

  5. Makro-Video bei W300

    Force8 | 17:43


  1. 15:37

  2. 15:08

  3. 14:28

  4. 13:28

  5. 11:03

  6. 09:03

  7. 17:43

  8. 17:25


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel