Das Militär als Förderer von Informatikerinnen: Grace Hopper

Nicht nur für Betty Holberton war das US-Militär der Einstieg in ihre Karriere: In den Militärrängen häuften sich die Mathematikerinnen, die Technik zum Sprechen bringen konnten. Flottenadmiral Grace Hopper kam 1940 als Erste auf die Idee, Programmiersprachen in allgemeinverständlicher Sprache ohne Binärzahlen zu verfassen. Auf die mit 40 Ehrendoktorwürden ausgezeichnete Wissenschaftlerin sind die Konstruktionen von Compiler und Interpreter zurückzuführen, ohne die heute noch in Assemblersprache programmiert werden müsste.

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Außerdem entwickelte Hopper das Fundament einer der ersten Programmiersprachen namens COBOL (heute umgangssprachlich ''Grandma Cobol''). Hopper gilt als würdige Nachfolgerin von Lovelace, da sie als eine der ersten "Debuggerinnen" die Verwendung der Bezeichnung Bug maßgeblich verbreitete: Sie fand nämlich eine tote Motte, die einen Totalausfall eines elektromechanischen Relais' in einem Computer verursacht hatte - und klebte sie mit dem Hinweis "Bug" (auf Deutsch: Motte) in ihr Tagebuch.

  • Ada Lovelace (geborene Byron, 1815-1852) um 1840. Nach ihr ist die Programmiersprache ADA benannt. (Bild: Hulton Archive/Getty Images)
  • Betty Holberton (geborene Snyder, rechts) programmiert gemeinsam mit Glen Beck den ENIAC. (Bild: U.S. Army Photo auf Wikimedia Commons/Public domain, Link:  https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eniac.jpg)
  • Grace Murray Hopper und Kollegen am UNIVAC (Bild: Smithsonian Institution auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 2.0, Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grace_Hopper_and_UNIVAC.jpg)
  • Deborah Estrin, Tochter einer bekannten Informatikerin, ist heute selbst eine renommierte Computerwissenschaftlerin. (Bild: Scientist-100 auf Wikimedia Commons/Public domain, Link:  https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deborah_Estrin.jpg)
  • Delphine Reinhardt ist Professorin für Computersicherheit und Privatheit an der Universität Göttingen. (Bild: Vincent Muller)
  • Die Informatikerin Claudia Eckert ist Mitglied der "Rates des Cyberweisen"... (Bild: TUM/Eckert)
  • ... ebenso wie Angela Sasse, Professorin an der Ruhr-Universität Bochum. (Bild: Fotostudio 4D - Miriam Kirchner)
Grace Murray Hopper und Kollegen am UNIVAC (Bild: Smithsonian Institution auf Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 2.0, Link: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grace_Hopper_and_UNIVAC.jpg)

Trotz dieser illustren weiblichen Vorbilder wurde das Interesse von Frauen an der Programmierung wieder gebremst - und zwar maßgeblich von der Spielzeugindustrie. Denn: Noch in den 1970er Jahren waren in den USA 37 Prozent aller eingeschriebenen Studierenden des Studiengangs Computer Science Frauen. Das änderte sich, als Apples erster Personal Computer auf den Markt kam und für die Vermarktung von Computerspielen die Eltern von Jungen als kaufkräftige Zielgruppe auserkoren wurden.

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 Von der Analytical Engine bis zur ENIAC-Maschine: Betty Holberton macht Karriere... und dann entdeckte die Games-Industrie die Jungs als Zielgruppe 
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Clown 17. Feb 2020

Deine Überheblichkeit spricht nicht für Dich. Bei dieser 100% Geschichte hast Du auf...

wurstdings 12. Feb 2020

logisch Da wurde doch eigentlich immer gut bezahlt, früher noch eher als heute. Hm, die...

wurstdings 12. Feb 2020

Hi, ich bin einer von denen die es nicht verstehen. Warum wäre es denn ein Problem...

Garius 12. Feb 2020

Nein, er unterstellt der Autorin mit keinem Wort Monokausalität. Und das mangelnde...



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