Entmutigung als Ansporn

"Kämpfen ist meine zweite Natur" - unter diesem Motto hat es Sarah Amsellem bis zum Senior Software Engineer bei Google gebracht. Anders als viele andere Entwicklerinnen hatte sie keine mathematische Begabung. "Meine Mathe-Lehrerin sagte mir, ich solle mir einen Beruf ohne Mathematik suchen. Aber ich fand technische Logik schon immer faszinierend und dachte mir: jetzt erst recht".

  • "Software-Entwicklung ist wie das erfolgreiche Zusammenstellen einer Packliste für den Familienurlaub", sagt Anita Schüttler. (Foto: privat)
  • "Wir können es uns in der IT-Welt nicht leisten, auf weibliche Werte zu verzichten", ist Anna Lundemo überzeugt. (Foto: privat)
  • Influencerin und Coderin - wie geht das zusammen? Mit Humor und Sachverstand betreibt Julia Heidinger, Full-Stack-Developerin, ihren Instagram-Account. (Foto: priva)
  • iOS-Entwicklerin Liliana Lietz ist genervt vom Klischeebild des programmierenden Nerds. (Foto: Otto)
  • Die App-Entwicklerin und Geisteswissenschaftlerin Mira Jago nutzt die Grundlagen der Philosophie, um Apps zu entwickeln. (Foto: privat)
  • "Je weniger mir Leute zutrauen, desto höher ist meine Motivation", sagt die Software-Ingenieurin Sarah Ansellem. (Foto: We Shape Tech)
  • "Programmieren ist wie ein Gedicht schreiben", sagt Saskia Lund. (Foto: privat)
"Je weniger mir Leute zutrauen, desto höher ist meine Motivation", sagt die Software-Ingenieurin Sarah Ansellem. (Foto: We Shape Tech)
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Ihre Mutter bestärkte sie, ihren Weg zu gehen, gegen alle Widerstände. Nach der knapp bestanden Matura konnte die gebürtige Schweiz-Französin sich der Leidenschaft für Technik widmen und studierte Informatik an der Ingenieurschule in Belfort. "Ich hatte schon das Gefühl, gerade auf der Universität, dass ich mir überall den Respekt verdienen musste", so Amsellem. "Man ist ständig von Männern umgehen und ich glaube, dass ich mehr leisten musste, um Anerkennung zu erhalten."

Amsellem wandelte den Druck in Motivation um. Sie wurde im letzten Jahr Studiengangbeste und absolvierte in Belfort und an der ETH Zürich ihren Master in Computer Graphics, nahm am French Robotics Cup teil. "Jedes Mal, wenn mir weniger zugetraut wurde, war das ein extra Ansporn für mich, mehr zu leisten." Quasi ein erfolgreich antrainierter Überlebensmechanismus. "Ich glaube, andere Frauen halten diesem Druck vielleicht weniger stand und werfen dementsprechend eher das Handtuch im IT-Bereich. Das ist schade, denn die besten Teams sind die gemischten Teams."

Amsellem arbeitete als Software-Entwicklerin in verschiedenen Startups in Zürich, bevor sie zu Apple wechselte und für das iPhone das Tracking von Gesichtsausdrücken für 3D-Emojis in San Francisco konzipierte. Als Projektleiterin war sie dafür verantwortlich, die Smileys in das iPhone zu integrieren.

Jetzt arbeitet sie in der Forschungsabteilung für Deep Learning bei Google und ist Vorstandsmitglied von "We Shape Tech", einem Netzwerk für mehr Diversität in der Tech-Welt. Mit der "Big Boss Lady Speaker"-Serie schaffen sie beispielsweise mehr Sichtbarkeit von weiblichen IT-Führungskräften. Das Ziel ist hochgesteckt: "Wir wollen eine 50/50-Verteilung von Frauen und Männern auf allen Ebenen unserer Partnerfirmen und Sponsoren erzielen", so Amsellem. Aber Kämpfen ist sie ja gewohnt.

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Kleba 10. Jun 2021

Da kann ich mir nur anschließen. Danke für die Ausführung!

leed 20. Mär 2020

Auf der positiven Seite gebe ich dir absolut recht. Auf der negativen Seite, sehe ich...

BLi8819 19. Mär 2020

"Wenn es Probleme gibt, muss man reden, man muss kommunizieren", so Lundemo. "Wenn im...

Clown 19. Mär 2020

Das ist ein sehr schöner Schlussabsatz. Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich...

Eheran 18. Mär 2020

Das kannst du ja sicherlich mit ein paar Links auch so belegen...?


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