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App-Entwicklung mit Philosophie-Hintergrund

Der Lebenslauf von Existenzialistin und App-Entwicklerin Mira Jago ist so abwechslungsreich wie eine Spiele-App. Jago studierte Philosophie, gab sudanesischen Flüchtlingskindern in Kenia Mathe-Unterricht, gründete ein Künstlerkollektiv in Berlin und schenkte nachts Whiskey in einer Neuköllner Bar aus - bevor ihr die Idee kam, es mal mit Technik zu versuchen.

  • "Software-Entwicklung ist wie das erfolgreiche Zusammenstellen einer Packliste für den Familienurlaub", sagt Anita Schüttler. (Foto: privat)
  • "Wir können es uns in der IT-Welt nicht leisten, auf weibliche Werte zu verzichten", ist Anna Lundemo überzeugt. (Foto: privat)
  • Influencerin und Coderin - wie geht das zusammen? Mit Humor und Sachverstand betreibt Julia Heidinger, Full-Stack-Developerin, ihren Instagram-Account. (Foto: priva)
  • iOS-Entwicklerin Liliana Lietz ist genervt vom Klischeebild des programmierenden Nerds. (Foto: Otto)
  • Die App-Entwicklerin und Geisteswissenschaftlerin Mira Jago nutzt die Grundlagen der Philosophie, um Apps zu entwickeln. (Foto: privat)
  • "Je weniger mir Leute zutrauen, desto höher ist meine Motivation", sagt die Software-Ingenieurin Sarah Ansellem. (Foto: We Shape Tech)
  • "Programmieren ist wie ein Gedicht schreiben", sagt Saskia Lund. (Foto: privat)
Die App-Entwicklerin und Geisteswissenschaftlerin Mira Jago nutzt die Grundlagen der Philosophie, um Apps zu entwickeln. (Foto: privat)
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Logik war schon während ihres Studiums ihr bevorzugtes Fach, inspiriert von einer Professorin, die in logischen Seminaren ihr Denken weiter herausforderte. Nach dem Abschluss hatte sie aber erstmal genug von Büchern und arbeitete als Managerin im legendären Coworking-Space St. Oberholz in Berlin.

Dort stieß sie auf digitale Nomaden, die, nur mit Handy und Laptop ausgerüstet, von jedem Ort der Welt arbeiten konnten. "Das will ich auch", dachte sich Jago und begann, sich abends nach ihrem Job mit Online-Kursen in Programmiersprachen weiterzubilden.

Sie merkte, dass Software-Entwicklung philosophische Logik in der Praxis ist. Also konzentrierte sie sich auf Software für Smartphones und gründete 2017 eine eigene Firma, die Cuckoo Coding GmbH, die iOS- und Android-App-Entwicklung als Dienstleistung anbietet.

"Apps zu programmieren ist eine abwechslungsreiche Herausforderung, weil du immer auf dem Stand der neuesten Technik sein und dir oft jede Woche neue Frameworks und Programmiersprachen aneignen musst", sagt Jago. Momentan beschäftigt sie sich mit dem Open-Source-Framework Flutter und mit Progressive-Web-Apps.

Der Anfang war aber selbst für jemanden wie sie, die keine Scheu vor Neuem hat, schwer. "Man braucht viel Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten - sonst wird man schnell entmutigt", sagt sie. Einen Grund dafür gebe es eigentlich nicht. "Informatik wird gerne als Raketenwissenschaft dargestellt, dabei ist es nicht so schwer, coden zu lernen."

Eine hohe Frustrationstoleranz müsse man allerdings schon mitbringen. "Vielleicht sind hier Frauen eher entmutigt und denken sich schneller als Jungen, dass sie es nicht könnten", sagt sie. Jago hält deswegen spezielle Angebote für Mädchen wie Girl Code Summercamps und ein starkes Netzwerk von Entwicklerinnen für sehr wichtig. Sie selbst ist fleißig dabei, leitet die Google Developer Group in Hannover und gibt ehrenamtlich Workshops, um Erwachsenen und Jugendlichen Programmieren beizubringen - damit vor allem Mädchen nicht so schnell frustriert sind.

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 Coderin und InfluencerinEntmutigung als Ansporn 
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NoGoodNicks 20. Mär 2020

Was denn für Entwicklung? 20%?? Kommt nach meiner Erfahrung nur hin, wenn man die UI...

leed 20. Mär 2020

Auf der positiven Seite gebe ich dir absolut recht. Auf der negativen Seite, sehe ich...

BLi8819 19. Mär 2020

"Wenn es Probleme gibt, muss man reden, man muss kommunizieren", so Lundemo. "Wenn im...

Clown 19. Mär 2020

Das ist ein sehr schöner Schlussabsatz. Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich...

Eheran 18. Mär 2020

Das kannst du ja sicherlich mit ein paar Links auch so belegen...?


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