Coderin und Influencerin

Julia Heidinger ist ein gutes Beispiel dafür, dass Programmierer nicht für das Klischee vom Kellerkind steht. Selbstbewusst und humorvoll veröffentlicht die Hamburgerin Fotos aus ihrem Alltag als Frontend-Developerin. Zum Beispiel mampft sie einen Schokoladen-Weihnachtsmann vor dem Bildschirm und lässt ihre Follower an den Vorbereitungen ihres React/GraphQL-Kurses teilhaben. Oder sie preist Blaubeermuffins als Voraussetzung für einen erfolgreich bestandenen Grid-CSS-Kurs an. Ob auf Konferenzen mit Mikrofon in der Hand oder mit einer Mateflasche im Café: Ihr Laptop als ständiges Arbeitswerkzeug begleitet sie überall hin.

  • "Software-Entwicklung ist wie das erfolgreiche Zusammenstellen einer Packliste für den Familienurlaub", sagt Anita Schüttler. (Foto: privat)
  • "Wir können es uns in der IT-Welt nicht leisten, auf weibliche Werte zu verzichten", ist Anna Lundemo überzeugt. (Foto: privat)
  • Influencerin und Coderin - wie geht das zusammen? Mit Humor und Sachverstand betreibt Julia Heidinger, Full-Stack-Developerin, ihren Instagram-Account. (Foto: priva)
  • iOS-Entwicklerin Liliana Lietz ist genervt vom Klischeebild des programmierenden Nerds. (Foto: Otto)
  • Die App-Entwicklerin und Geisteswissenschaftlerin Mira Jago nutzt die Grundlagen der Philosophie, um Apps zu entwickeln. (Foto: privat)
  • "Je weniger mir Leute zutrauen, desto höher ist meine Motivation", sagt die Software-Ingenieurin Sarah Ansellem. (Foto: We Shape Tech)
  • "Programmieren ist wie ein Gedicht schreiben", sagt Saskia Lund. (Foto: privat)
Influencerin und Coderin - wie geht das zusammen? Mit Humor und Sachverstand betreibt Julia Heidinger, Full-Stack-Developerin, ihren Instagram-Account. (Foto: priva)
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"Ich erhalte durch meine Social-Media-Präsenz viele private Nachrichten von IT-interessierten Mädchen", sagt Heidinger. Weil ihr Alltag für eine Abiturientin in Hamburg greifbarer ist als etwa ein Elon Musk im Silicon Valley, könne sie junge Frauen durchaus inspirieren, einen Beruf als Entwicklerin zu ergreifen, glaubt sie. Und die Programmierinnen von morgen folgen ihr tatsächlich in Scharen: Mittlerweile hat sie 30.000 Follower.

Julia Heidinger kam durch einen Pflichtkurs HTML in ihrem Studium Medien und Information zum Programmieren und war sofort begeistert. "Selbst eine Webseite gestalten zu können, ist ein sehr emanzipatorisches Gefühl."

Durch den eigenständigen Besuch weiterer Programmierkurse und der Arbeit als Werkstudentin in der Software-Entwicklung verschiedener Unternehmen landete sie bei ihrem heutigen Beruf als Web-Entwicklerin bei Gruner und Jahr. "Ich mag, dass ich immer gefordert werde. Je komplexer das Problem, desto besser", sagt sie.

Im März 2019 gründete Heidinger gemeinsam mit einer Mentorin für Webentwicklung, Sabrina Jodexnis, den Social Developers Club. Die beiden Frauen organisieren Veranstaltungen, in denen sich Entwickler zusammen mit Tech-Enthusiasten über neue Trends informieren und austauschen können.

Auf Vorurteile stößt sie in der Tech-Szene kaum. Ihre Erfahrung ist: "Den meisten Entwicklern geht es um die Leistung." Anders als im Alltag, wo sie bei der Nennung des Berufs Webentwicklerin oft auf überraschte Gesichter stößt. "Mir wird oft gesagt: 'Boah, du und Informatik, das hätte ich jetzt nicht gedacht.' Ich versuche, es mit Humor zu nehmen."

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 ''Weibliche Werte sind wichtig''App-Entwicklung mit Philosophie-Hintergrund 
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Kleba 10. Jun 2021

Da kann ich mir nur anschließen. Danke für die Ausführung!

leed 20. Mär 2020

Auf der positiven Seite gebe ich dir absolut recht. Auf der negativen Seite, sehe ich...

BLi8819 19. Mär 2020

"Wenn es Probleme gibt, muss man reden, man muss kommunizieren", so Lundemo. "Wenn im...

Clown 19. Mär 2020

Das ist ein sehr schöner Schlussabsatz. Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich...

Eheran 18. Mär 2020

Das kannst du ja sicherlich mit ein paar Links auch so belegen...?


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