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Von Pantoffeln zur Poesie des Programmierens

Eine ungewöhnliche Art Schuhe half Saskia Lund dabei, Entwicklerin zu werden: Pantoffeln, die mit Körnern aufgefüllt werden und die Füße wärmen. Das Produkt war der Renner in einem Außenhandelsunternehmen, in dem sie während ihres Studiums arbeitete.

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  • "Programmieren ist wie ein Gedicht schreiben", sagt Saskia Lund. (Foto: privat)
"Programmieren ist wie ein Gedicht schreiben", sagt Saskia Lund. (Foto: privat)
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"Irgendwann fragte mich mein Chef, ob ich nicht einen Onlineshop für dieses Produkt aufsetzen wolle", beschreibt sie den Beginn ihrer Karriere als Programmiererin. Das kann doch nicht so schwer sein, dachte sie sich, setzte sich hin und vertiefte sich in verschiedene Open-Source-Anwendungen. Außer ein paar Kursen Wirtschaftsinformatik hatte sie keine Erfahrung. Durch ihren Vater, der mit ihr als Kind an Computern herumbastelte, hatte sie aber zumindest ein positives Verhältnis zu Technik.

"Ich habe mir in der Software-Entwicklung alles von der Pike auf selbst beigebracht", sagt Lund. Irgendwann gründete sie mit dem Körnerkissenpantoffel-Shop eine eigene Firma. Da die Pantoffeln nur im Winter gefragt waren, hatte sie den Sommer über Zeit, sich in Javascript und PHP zu vertiefen und die Entwicklung ihrer Shop-Website voranzutreiben. "Ich wollte von Excel unabhängig werden und eigene Schnittstellen zu Ebay oder meinem Buchhaltungsprogramm entwickeln."

Irgendwann begann sie zudem, ihr eigenes Wordpress-Theme zu gestalten und merkte, wie viel Spaß ihr die kreative Art der Umsetzung schöner Webdesigns machte. "Code is poetry" - der berühmte Satz von Wordpress wurde ihr Slogan.

Seit 2015 arbeitet sie als Frontend-Webentwicklerin mit Schwerpunkt Wordpress. Nachdem sie für Qatar Airways eine eigenständige Microsite programmiert hatte, die während einer speziellen Kampagne auf der Startseite der Hauptwebsite der Fluglinie verlinkt war, begann sich das Engagement auch finanziell zu lohnen.

Über mangelnde Kundenaufträge kann sie sich nach eigenen Angaben nicht beschweren. Sie ist sich sicher: "Wenn man mit Know-how überzeugt, ist dem Kunden egal, welches Geschlecht man hat."

Lund würde gerne selbst weitere Full-Stack- oder Frontend-Entwicklerinnen ausbilden - nur hat die IHK diese Tätigkeiten trotz der hohen Nachfrage noch nicht als offizielle Ausbildungsberufe zugelassen. "Ich würde mich freuen, wenn in der Schule mehr über die Möglichkeiten unseres Berufsbilds informiert wird - dann würden es sich auch viel mehr Mädchen zutrauen", glaubt sie.

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NoGoodNicks 20. Mär 2020

Was denn für Entwicklung? 20%?? Kommt nach meiner Erfahrung nur hin, wenn man die UI...

leed 20. Mär 2020

Auf der positiven Seite gebe ich dir absolut recht. Auf der negativen Seite, sehe ich...

BLi8819 19. Mär 2020

"Wenn es Probleme gibt, muss man reden, man muss kommunizieren", so Lundemo. "Wenn im...

Clown 19. Mär 2020

Das ist ein sehr schöner Schlussabsatz. Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich...

Eheran 18. Mär 2020

Das kannst du ja sicherlich mit ein paar Links auch so belegen...?


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