''Theorie? Von wegen!''

"Hätte ich mich früher einfach mal hingesetzt und nachgedacht, wäre ich vielleicht schon eher auf Informatik gekommen", sagt Liliana Lietz. Die italienisch-deutsche iOS-Entwicklerin hat, wie viele Programmierinnen, über Umwege in die Software-Entwicklung gefunden. Sie studierte erst Ingenieurwesen, graduierte dann in Fotografie, zog nach Deutschland und war über den Studiengang Medieninformatik zum ersten Mal mit Programmiersprachen konfrontiert. Heute stellt Software-Entwicklung für sie das beste Fach der Welt dar, denn: "Es ist die praktischste unter allen technischen Disziplinen: Nirgendwo kann man so logisch-technisch denken und setzt sein Denken sofort in eine Handlung um."

  • "Software-Entwicklung ist wie das erfolgreiche Zusammenstellen einer Packliste für den Familienurlaub", sagt Anita Schüttler. (Foto: privat)
  • "Wir können es uns in der IT-Welt nicht leisten, auf weibliche Werte zu verzichten", ist Anna Lundemo überzeugt. (Foto: privat)
  • Influencerin und Coderin - wie geht das zusammen? Mit Humor und Sachverstand betreibt Julia Heidinger, Full-Stack-Developerin, ihren Instagram-Account. (Foto: priva)
  • iOS-Entwicklerin Liliana Lietz ist genervt vom Klischeebild des programmierenden Nerds. (Foto: Otto)
  • Die App-Entwicklerin und Geisteswissenschaftlerin Mira Jago nutzt die Grundlagen der Philosophie, um Apps zu entwickeln. (Foto: privat)
  • "Je weniger mir Leute zutrauen, desto höher ist meine Motivation", sagt die Software-Ingenieurin Sarah Ansellem. (Foto: We Shape Tech)
  • "Programmieren ist wie ein Gedicht schreiben", sagt Saskia Lund. (Foto: privat)
iOS-Entwicklerin Liliana Lietz ist genervt vom Klischeebild des programmierenden Nerds. (Foto: Otto)
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In ihrer Kindheit hätten ihre Eltern sie in der Erforschung technischer Gegebenheiten stets unterstützt, erzählt sie, inzwischen entwickelt sie Apps für die meisten Konzerngesellschaften der Otto Group. "Ich liebe Programmieren, denn ich liebe es, Probleme zu lösen - ganz generell im Leben. Es ist für mich wie Puzzle spielen. Man muss die beste Lösung für ein Problem finden und aus Tausenden möglichen Lösungen auswählen."

In ihrem Studiengang Medieninformatik waren die Geschlechter ausgeglichen. Erst als Liliana Lietz auf den Arbeitsmarkt kam, sah sie plötzlich nur noch männliche Entwickler. "Für mich ist das kein Problem, ich fühle mich von ihnen gleich behandelt. In meinem Berufsalltag habe ich nicht mit Vorurteilen zu kämpfen."

Die Vorurteile findet sie eher im Alltag, wo Partybekanntschaften erstaunt klingen, wenn sie sagt, was sie beruflich macht - und ihr dann attestieren, sie sehe gar nicht so aus wie eine Informatikerin. Das Klischee vom männlichen Nerd-Entwickler nervt sie ein wenig. "Aber etwas ändert sich jetzt: Gerade bei meiner Arbeit sehe ich neuerdings viele Azubinen und Praktikantinnen. Die Zukunft wird weiblicher." In ihrem Youtube-Kanal Liliana - The STEMinist stellt sie berühmte Entwicklerinnen vor. Damit will sie mehr Frauen animieren, sich zumindest zu überlegen, ob sie Informatik studieren wollen.

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 Frauen in der IT: Software-Entwicklung ist nicht nur MännersacheVon Pantoffeln zur Poesie des Programmierens 
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Kleba 10. Jun 2021

Da kann ich mir nur anschließen. Danke für die Ausführung!

leed 20. Mär 2020

Auf der positiven Seite gebe ich dir absolut recht. Auf der negativen Seite, sehe ich...

BLi8819 19. Mär 2020

"Wenn es Probleme gibt, muss man reden, man muss kommunizieren", so Lundemo. "Wenn im...

Clown 19. Mär 2020

Das ist ein sehr schöner Schlussabsatz. Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich...

Eheran 18. Mär 2020

Das kannst du ja sicherlich mit ein paar Links auch so belegen...?


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