Frauen in der IT: Deutlich weniger Studienanfänger für Informatik

Die Zahl der Studienanfänger der Informatik ist rückläufig. Das berichtet die Gesellschaft für Informatik(öffnet im neuen Fenster) (GI) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt(öffnet im neuen Fenster) . 37.400 Studenten nahmen demnach in diesem Jahr ein Studium in der Informatik auf, das sind 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Studienanfängerinnen der Informatik ist sogar um 8,8 Prozent zurückgegangen.
Insgesamt ist die Anzahl eingeschriebenen Studierenden an deutschen Hochschulen um 1,5 Prozent gesunken. Dazu kommt ein leichter Rückgang bei den Studienanfängern von 0,1 Prozent.
Frauen in die IT!
Professor Peter Liggesmeyer, Präsident der GI, sagte: "Aus unserer Sicht muss Informatikunterricht ab der Grundschule im Lehrplan verankert sein." Nur wenn Kinder frühzeitig mit den Funktionsweisen der Informationstechnik – in spielerischer und didaktisch fundierter Form – in Berührung kämen, könne in den Jugendlichen der Wunsch reifen, ein entsprechendes Studium zu beginnen.
Nur ein attraktiver Informatikunterricht durch gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer könne helfen, jungen Mädchen den Zugang zur Informatik zu eröffnen und das Fach von altbekannten Vorurteilen zu befreien.
In Deutschland gibt es derzeit 55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 51.000 offenen Stellen, erklärte der IT-Branchenverband Bitkom im November 2017.