Franziska Giffey: Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin

Franziska Giffey (SPD) ist einem Betrüger aufgesessen. Die Staatskanzlei informierte die Öffentlichkeit(öffnet im neuen Fenster) , dass die Politikerin getäuscht wurde und eine Videokonferenz mit einem möglichen Deepfake des Bürgermeisters von Kyjiw, Vitali Klitschko, führte. Die Gesprächsinhalte sorgten jedoch dafür, dass die Berliner Seite misstrauisch wurde. Nach einer halben Stunde sei die Konferenz abgebrochen worden. Der Tagesspiegel schreibt(öffnet im neuen Fenster) , dass dies aus technischen Gründen geschah, die Senatskanzlei Berlin twittert, dass das Gespräch von Berlin aus vorzeitig abgebrochen wurde. Auch bei Madrids Bürgermeister José Luis Martinez-Almeida und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig gab es einen Fake-Anruf durch einen falschen Vitali Klitschko.
In Berlin ermittelt der Staatsschutz des Landeskriminalamtes. Noch ist nicht bekannt, wie es genau zu der Verbindung kam. Von der Senatskanzlei wurde lediglich mitgeteilt, dass der Termin Anfang Juni 2022 vereinbart wurde.
Im Nachgang habe ein Gespräch mit dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk bestätigt, dass es sich nicht um den echten Vitali Klitschko gehandelt haben kann. Die Senatskanzlei hat das Foto eines Bildschirms veröffentlicht, auf dem ein Videokonferenz-Tool mit einem Bild von Giffey und dem vermeintlichen Klitschko zu sehen ist. Die Videoaufzeichnung scheint bislang nicht veröffentlicht worden zu sein.
Gegenüber dem Tagesspiegel wurde von der Senatskanzlei mitgeteilt, dass es im Gespräch erst um die Lage der Flüchtlinge in Berlin ging, dann jedoch der Fokus darauf gelegt wurde, dass Berlin helfen solle, ukrainische Männer in Berlin dazu zu bringen, für die Ukraine zu kämpfen.
Giffey kommentierte den Vorgang auf Twitter: "Es gehört leider zur Realität, dass der Krieg mit allen Mitteln geführt wird - auch im Netz, um mit digitalen Methoden das Vertrauen zu untergraben und Partner und Verbündete der Ukraine zu diskreditieren."
Der echte Vitali Klitschko teilte gegenüber der Bildzeitung(öffnet im neuen Fenster) mit, dass er hoffe, bald über seine offiziellen Kanäle mit Giffey telefonieren zu können. Er brauche dann auch keinen Übersetzer.



