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Frankreich:
Weltraumstreitkraft soll "Wilden Westen" im Orbit verhindern

Durch Radar, Patrouillen- Satelliten und Hochleistungslaser will Frankreich Ordnung im Weltraum durchsetzen. Neben russischen Spionagesatelliten sieht das Land sich auch durch die private Raumfahrt und die Demokratisierung des Weltalls bedroht.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Laser zur Satellitenverteidigung plante die US-Armee schon in den 1980er Jahren. (Bild: Wikimedia)
Laser zur Satellitenverteidigung plante die US-Armee schon in den 1980er Jahren. Bild: Wikimedia / Public Domain

Gegen "New Space" , Spionagesatelliten und andere Bedrohungen aus dem All will sich Frankreich künftig mit einer neugegründeten Weltraumstreitkraft wehren. Die neue Militärstrategie des Landes liefert einerseits ernste Antworten auf echte Bedrohungen und lenkt andererseits von strukturellen Problemen der europäischen Raumfahrt ab.

Die erste Kategorie von Bedrohungen, die die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am 25. Juli 2019 in einer viel diskutierten Rede(öffnet im neuen Fenster) aufführte, ist militärischer Art und sehr real: Spionagesatelliten und Ähnliches. Dazu gehört der 2014 gestartete russische Olymp-K-Satellit.(öffnet im neuen Fenster) Er begibt sich in die Nähe von geostationären Satelliten und hört die Kommunikation ab, die von der Erde in Richtung des Satelliten gesendet wird, auch bei französischen Militärsatelliten. Die gleiche Aufgabe hat auch der US-amerikanische PAN-Militärsatellit von 2009(öffnet im neuen Fenster) . Die Satelliten könnten nicht nur Nachrichten abhören, sondern auch Bilder von den sonst geheimen Militärsatelliten machen.

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