Frankreich: Google zahlt Lizenzen an Nachrichtenagentur

Google hat sich mit der Agentur AFP auf die Zahlung von Lizenzen für das Leistungsschutzrecht geeinigt. Zuvor gab es eine massive Strafe.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Google und AFP haben sich auf die Zahlung für Leistungsschutzrechte geeinigt.
Google und AFP haben sich auf die Zahlung für Leistungsschutzrechte geeinigt. (Bild: Charles Platiau/File Photo/Reuters)

Google und AFP haben im Streit um Urheberrechte in Frankreich eine Einigung erzielt. Das teilten beide Unternehmen in der Nacht zum Donnerstag mit. Der Suchmaschinenbetreiber und die Nachrichtenagentur schlossen demnach eine Vereinbarung über die Vergütung von Leistungsschutzrechten nach französischem Recht für eine Laufzeit von fünf Jahren.

Stellenmarkt
  1. Frontend-Angular Entwickler (m/w/d)
    Hays AG, Hannover
  2. Leiter IT Produktion & Logistik (m/w/d)
    Hays AG, München
Detailsuche

Monatelange konstruktive Verhandlungen nach den Vorgaben der Wettbewerbsbehörde des Landes seien vorausgegangen, hieß es in den beiden identischen Mitteilungen. AFP-Geschäftsführer Fabrice Fries betonte, der Vertrag sei eine Anerkennung des Wertes der Information. Der französische Google-Manager Sébastien Missoffe ergänzte, sein Unternehmen zeige damit die Bereitschaft, eine Einigung mit den Verlegern und Nachrichtenagenturen in Frankreich zu finden.

Im Januar dieses Jahres hatten Google und französische Verleger gemeinsame Kriterien für die Vergütung festgelegt. Demnach sollte Google einzelne Verträge aushandeln, die sich auf die festgelegten Linien stützen. Die Vergütung solle etwa vom täglichen Veröffentlichungsvolumen und der Zahl monatlicher Internetnutzer bei den Publikationen abhängen.

Langer Streit um Umsetzung in Frankreich

Es geht darum, dass Google für die Online-Nutzung von Inhalten zahlt, die über Links und sehr kurze Auszüge hinausgehen. Hintergrund des Streits ist eine 2019 verabschiedete EU-Urheberrechtsnovelle, die das vorher gültige Urheberrecht in der Europäischen Union ans digitale Zeitalter anpassen und Urhebern für ihre Inhalte im Netz eine bessere Vergütung sichern soll. Umgesetzt wird das mit Leistungsschutzrechten.

Golem Akademie
  1. Ansible Fundamentals: Systemdeployment & -management: virtueller Drei-Tage-Workshop
    6.–8. Dezember 2021, Virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Google hatte sich zunächst geweigert, solche Zahlungen zu leisten. Am Pariser Berufungsgericht hatte der Konzern dann im Herbst vergangenen Jahres eine Niederlage kassiert. Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit Verlagen oder auch der AFP, die letztlich in massiven Strafzahlungen mündeten, die gegen Google verhängt wurden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


berritorre 19. Nov 2021 / Themenstart

Das glaube ich persönlich wiederum nicht. Ich glaube nicht, dass sich Google eine...

berritorre 19. Nov 2021 / Themenstart

Wozu muss man da händisch eingreifen? Ein Bot sollte in der Lage sein die legal Textlänge...

/mecki78 18. Nov 2021 / Themenstart

Und warum muss Google solche Inhalte irgendwo präsentieren? Wäre ich Google, würde ich...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloud-Ausfall
Eine AWS-Region als Single Point of Failure

Ein stundenlanger Ausfall der AWS-Cloud legte zentrale Dienste und sogar Amazon selbst teilweise lahm. Das zeigt die Grenzen der Cloud-Versprechen.
Ein Bericht von Sebastian Grüner

Cloud-Ausfall: Eine AWS-Region als Single Point of Failure
Artikel
  1. Euro NCAP: Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis
    Euro NCAP
    Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis

    Mit dem Renault Zoe sollte man keinen Unfall bauen. Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt das Elektroauto null Sterne.

  2. Hohe Nachfrage: BMW plant Sonderschichten für den neuen i4
    Hohe Nachfrage
    BMW plant Sonderschichten für den neuen i4

    Das neue Elektroauto ist begehrt: Die Wartezeiten für den BMW i4 könnten ohne zusätzliche Produktion auf bis zu ein Jahr steigen.

  3. Wirtschaftsministerium Niedersachsen: Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband
    Wirtschaftsministerium Niedersachsen
    "Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband"

    Das Recht auf schnelles Internet und Universaldienstverpflichtung sind im neuen Telekommuniktionsgesetz (TKG) noch nicht bestimmt. Bisher gilt eigentlich ein absurder Wert aus der Vergangenheit.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X jetzt bestellbar • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /