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Meta sperrte 750.000 Konten in Australien

Vorbild für solche Maßnahmen ist ein entsprechendes Verbot in Australien, das im Dezember 2025 eingeführt wurde. In diesem Zusammenhang hat der US-Konzern Meta mittlerweile mehr als 750.000 Konten für unter 16-Jährige gesperrt. Die Zahl umfasse rund 460.000 Instagram-Konten und mehr als 290.000 Facebook-Accounts, teilte das Unternehmen am 13. August mit.

Eine Altersverifikation auf Basis einer Identitätsprüfung, beispielsweise über einen elektronischen Personalausweis, gibt es in Australien nicht. Meta analysiert mit der Hilfe künstlicher Intelligenz unter anderem Profile, Beiträge, Kommentare und Bildunterschriften nach Hinweisen auf das Alter von Nutzern. Zudem seien Systeme verbessert worden, die verhindern sollen, dass Betroffene nach einer Sperrung einfach ein neues Konto anlegen.

Hohe Strafzahlungen gegen Meta

Zuletzt wurde Meta im US-Bundesstaat New Mexico dazu verurteilt, mehr als 567 Millionen US-Dollar für Hilfen an Kinder zu zahlen, die durch Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben. Bereits im März 2026 war gegen Meta eine Geldstrafe in Höhe von 375 Millionen US-Dollar verhängt worden, weil das Unternehmen nach Überzeugung einer US-Jury wider besseres Wissen nicht genug für den Schutz junger Nutzer getan hat.

Am 12. August 2026 startete zudem im kalifornischen Oakland ein Prozess von US-Bundesstaaten gegen Meta. Dem Unternehmen wird von vier US-Bundesstaaten vorgeworfen, seine Dienste so programmiert zu haben, dass Kinder süchtig danach würden. 29 Bundesstaaten klagen zudem wegen der unzulässigen Erhebung und Verwendung von personenbezogenen Daten der Kinder.

Nach Angaben Metas könnten sich die Schadenersatzforderungen auf bis zu 1,4 Billionen US-Dollar belaufen. Dieser Betrag entspricht fast der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens, die sich auf 1,5 Billionen US-Dollar beläuft. Die Generalstaatsanwälte haben laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) noch keine öffentlichen Angaben über den angestrebten Schadenersatz gemacht.


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