Frankreich: 5G-Spektrum kostet mindestens 2,17 Milliarden Euro

In Frankreich streitet man sich um den Mindestpreis für die 5G-Lizenzen. Doch jetzt wurden durch Staatssekretärin Agnès Pannier-Runacher aus 1,5 Milliarden Euro 2,17 Milliarden Euro.

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Agnès Pannier-Runacher
Agnès Pannier-Runacher (Bild: Regierung Frankreichs)

Das 5G-Spektrum in Frankreich wird zu einem Mindestpreis von 2,17 Milliarden Euro verkauft. Das sagte die Staatssekretärin im französischen Wirtschafts- und Finanzministerium, Agnès Pannier-Runacher, der Wirtschaftszeitung Les Echos. Dies ist erheblich mehr, als die staatliche Telekommunikationsbehörde Arcep (Autorité de Régulation des Communications Électroniques et des Postes) zuvor empfohlen hatte.

Sébastien Soriano, Präsident von Arcep, sagte Anfang vergangener Woche, dass der Mindestpreis für den Verkauf des Spektrums nicht höher als 1,5 Milliarden Euro sein sollte. Das französische Wirtschaftsministerium hat zum Mindestpreis das letzte Wort.

"Die von uns vorgeschlagene Untergrenze (Preis) erscheint uns angemessen", erklärte Pannier-Runacher. "Es liegt bei der Regierung, ihre Verantwortung zu übernehmen und zu entscheiden. "

Pannier-Runacher hat zuvor klargestellt, dass Frankreich im Gegensatz zu Deutschland kein Spektrum für private Firmen- oder Campusnetzwerke reservieren wolle. Es gebe dafür keinen "klaren" Bedarf bei französischen Organisationen, sagte sie. Es könnte zudem Probleme mit dem Management der Frequenzen geben sowie zu Interferenzen kommen, wenn die verfügbare Signalbreite zwischen zu vielen Akteuren aufgeteilt werde. Den großen einheimischen Betreibern Orange, Altice, Bouygues und Iliad dürfte dies gefallen, da ihnen so keine weitere Konkurrenz auf lokaler Ebene erwächst.

Einen allgemeinen 5G-Fahrplan hatte die Arcep im Juli vorigen Jahres aufgestellt. Der Regulierer will demnach den neuen Standard 2020 in ersten Städten am Start wissen und bis 2025 die hauptsächlichen Verkehrswege abgedeckt sehen. 5G-Dienste sollen in den Bereichen 1,5 GHz, rund um 3,6 GHz sowie mittelfristig 26 GHz funken. Die Behörde liebäugelt mit Vorgaben zum Teilen von Infrastruktur, damit die Bürger rascher versorgt werden. Seit 2018 laufen 5G-Pilotprojekte in mehreren französischen Städten wie Paris, Lyon, Bordeaux oder Montpellier.

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