Frankfurt: Vodafone und andere verlegen LTE in den Untergrund
Vodafone und andere Mobilfunkbetreiber haben einen knapp 6,5 Kilometer langen S-Bahn-Tunnel zwischen Frankfurt am Main und Offenbach mit Mobilfunk versorgt. Das gaben der Generalunternehmer Vodafone und der Verkehrsverbund(öffnet im neuen Fenster) am 31. Mai 2021 bekannt. Damit werde ein zentraler "weißer Fleck" auf der WLAN-Landkarte im S-Bahn-Netz getilgt, sagte André Kavai, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).
Monatlich wählen sich die Fahrgäste mehr als fünf Millionen Mal in das WLAN ein. Rund 60 Terabyte Daten werden über das Angebot im Schnitt pro Monat heruntergeladen. Mit dem kostenlosen WLAN-Angebot könne man "immer nur so gut sein wie die Mobilfunkabdeckung vor Ort" .
Damit die Verbindung auch unter der Erde stabiler und zuverlässiger läuft, haben die Mobilfunkbetreiber Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica die Versorgung ausgebaut. Die Arbeiten fanden in den vergangenen Monaten nachts in den kurzen Betriebspausen der S-Bahn statt und "waren dementsprechend aufwendig" , erklärte der Verkehrsverbund. Insgesamt wurden 12 km Kabel zur Vernetzung der Verstärkerpunkte und weitere 3 km Antennenkabel für die mehr als 100 Antennensystem- und Repeater-Standorte der Mobilfunkstationen verlegt.
WLAN auch in Bussen
Auch die S-Bahn-Strecke zwischen dem Frankfurter Flughafen und Gateway Gardens über Stadion bis zum Hauptbahnhof wird derzeit besser mit Mobilfunk ausgestattet. Generalunternehmer ist hier die Telekom.
Neben den S-Bahnen können Fahrgäste im RMV in zehn Regionalzuglinien sowie den Schnellbussen des X-Bus-Netzes das Gratis-WLAN nutzen. In Zukunft gehört WLAN zum Standard bei den Ausschreibungen neuer Verkehrsleistungen im Regionalzugverkehr des RMV. Der RMV bietet seit dem Jahr 2019 an rund 650 Fahrkartenautomaten kostenloses WLAN an.
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