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Framework Laptop im Test: Das wird unser nächstes reparierbares Arbeits-Notebook

Der Framework Laptop ist wirklich besonders: Komponenten lassen sich einfach auseinanderbauen. Ein schickes Notebook ist es obendrein.
/ Oliver Nickel , Sebastian Grüner
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Der Framework Laptop hat modulare Anschlüsse. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Framework Laptop hat modulare Anschlüsse. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Wenn wir an möglichst modulare und gut reparierbare Hardware denken, würden wir uns kein dünnes und schickes Ultrabook im Stile eines Dell XPS 13 oder Macbook Pro vorstellen. Projekte wie das MNT Reform (Test) sind zwar modular und reparierbar aufgebaut, können aber rein äußerlich wohl wenige Menschen wirklich begeistern.

Der Framework Laptop(öffnet im neuen Fenster) ist da anders: Hier hat sich ein Unternehmen Gedanken gemacht und ein sehr gut nutzbares Notebook gebaut, das sich optisch nicht vor mehr geschlossenen Geräten verstecken muss. Wir sehen hier, dass sich Modularität, Reparierbarkeit und eine tolle Plattform an sich nicht ausschließen müssen. Das wird etwa durch die steckbaren und tauschbaren Anschlüsse und den Teileshop des Anbieters deutlich.

Wir wollen uns im Folgenden auf den Framework-Laptop als produktives System konzentrieren und Leistungswerte, Betriebssystemkompatibilität und Nutzbarkeit ermitteln. Die Modularität und Reparierbarkeit verdient einen eigenen Artikel , den wir separat veröffentlichen. Denn um den Framework-Laptop hat sich nicht umsonst bereits eine kleine Bastelcommunity gebildet.

Schickes Gehäuse, gutes Display

Abgesehen von den auffälligen Modulslots würden wir dem Framework Laptop nicht ansehen, dass es sich hier um ein modulares Notebook handelt. Der Hersteller setzt, wie viele andere OEMs, auf ein Aluminiumgehäuse. Darin ist ein nicht entspiegeltes 3:2-Display mit einer Diagonale von 13,5 Zoll (34,3 cm)eingesetzt, das sich um 180 Grad schwenken lässt. Die Verarbeitungsqualität halten wir für hoch, hier knarzt und drückt nichts.

Allerdings opfert das Notebook etwas Kompaktheit durch die modulare und ausschließlich geschraubte und gesteckte Bauweise. Es wiegt etwa 1,3 kg und ist 16 mm dick. In der Fläche misst das Gerät 297 x 229 mm. Framework schafft es also im Allgemeinen, im Rahmen der Limits doch ein relativ mobiles Gerät zu schaffen. Dabei achtet der Hersteller auch auf aktuelle Trends wie das 3:2-Panel mit vergleichsweise dünnen Rändern. Das Notebook wirkt so nicht, als wäre es bereits zum Release mehrere Jahre alt.

Apropos Display: Dieses stellt 2.256 x 1.504 Pixel dar und löst daher mit einer ungewöhnlichen und überdurchschittlich hohen Auflösung auf. Auch die Helligkeit geht absolut in Ordnung. Wir messen maximal 342 cd/m². Auch die Farbgenauigkeit ist gut genug, die mit 99,4 Prozent des SRGB-Farbraumes gemessen wird. Schade ist nur, dass Framework noch kein mattes Panel für den Laptop anbietet. Hier haben wir den Vorteil, dass wir uns auf ein entsprechendes Bauteil möglicherweise in Zukunft freuen können, schließlich lässt sich auch das IPS-Panel einfach tauschen.

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Wie leicht das ist, zeigt ein nettes Gimmick. Wir können uns etwa für alternative Displayrahmen in Schwarz oder Orange entscheiden und unserem Laptop so eine persönliche Note verleihen. Es ist wahrscheinlich, dass der Hersteller künftig weitere Farben anbieten wird.

Tastatur mit langem Hub und Intel-CPU

Für den Framework Laptop werden diverse Tastaturen angeboten – unter anderem auch im deutschsprachigen ISO-Layout. Unabhängig davon schreiben wir auf den Tasten gern. Der Schaltweg einzelner Scissor-Schalter ist überdurchschnittlich hoch und unterscheidet sich so etwa von den sehr flachen Tasten eines Macbooks. Der Tastenanschlag ist fest genug und hinterlässt einen guten Eindruck. Wir hatten zumindest keine Probleme, darauf auch längere Texte zu schreiben.

Gleiches gilt für das integrierte – und natürlich verschraubte – Trackpad. Es erfüllt seinen Zweck und bietet wie andere Trackpads eine Gestensteuerung und integrierte Maustasten. Worauf wir uns definitiv freuen würden: Framework könnte auch Tastaturen mit integriertem Trackpoint im Stile eines Lenovo Thinkpad oder mit mechanischen Switches anbieten. Noch gibt es diese Alternativen nicht. Die modulare Plattform macht das aber möglich.

Der Framework Laptop verwendet aktuelle Mobil-SoCs von Intel – mit dem Versprechen, künftig auch weitere Generationen als Upgrade anzubieten.

Offene Hardware mit Intel-Prozessor

Wie bereits eingangs erwähnt, sind der DDR4-RAM über zwei SO-DIMM-Slots, das WLAN-Modul und eine NVMe-SSD allesamt gesteckt. Wir können uns also im Nachhinein für ein RAM- oder SSD-Upgrade entscheiden, was wir wirklich begrüßen. Alternativ können wir eigenen RAM vor dem Kauf bestellen und diesen manuell einbauen, etwa um Geld zu sparen oder eine bestimmte Art von Produkt zu integrieren.

Dabei sei gesagt, dass Framework im eigenen Shop bereits gute Hardware zu fairen Preisen anbietet. In unserem Paket wurden etwa eine WD-Black-SN750-SSD mit 1 TByte Kapazität und zwei DDR4-3200-SODIMM-Module von Crucial mitgeliefert.

Baubedingt ist es aber nicht möglich, auch das SoC, hier ein Tiger-Lake-Prozessor von Intel samt Iris-Xe-GPU, modular zu verkaufen. Stecksockel für Mobil-SoCs sind schlicht nicht vorgesehen. Framework verkauft stattdessen Mainboard-Module mit verschiedenen Intel-SoCs als Gesamtpaket.

Intel-SoC mit Thermal Throttling

Zur Auswahl stehen derzeit der Core i6-1135G7, der Core i7-1165 G7 und der Core i7-1185G7, der auch in unserem Testmuster arbeitet. Künftig will der Hersteller Mainboards mit neueren und noch nicht erschienenden SoCs anbieten – als Upgrade-Möglichkeit für den eigenen Laptop.

Durch den höheren Takt von maximal 4,8 GHz und dem Power-Budget von hier maximal 28 Watt kann der Core i7-1185G7 durchschnittlich gute Werte abliefern. Die TDP stellen wir über den integrierten Leistungsslider in Windows 10 auf Höchstleistung. Alle Modi darunter setzen die TDP auf maximal 15 Watt fest, was die Abwärme und Lautstärke unter Last – auf Kosten der Leistung – reduziert.

Wir messen im Hochleistungsmodus 5438 Punkte im zehnminütigen Cinebench-R23-Dauerlauf (Multicore). Der Chip liegt damit etwas unter dem Leistungsniveau eines Surface Pro 8 mit identischem SoC, das 6.129 Punkte im Cinebench-R23-Dauerlauf erreicht.

Ein Blick auf unsere Messungen zeigt: Das SoC läuft mit 28 Watt unter Last und hat damit ein zum Surface Pro 8 identisches Power-Budget zur Verfügung. Allerdings erreicht der Framework Laptop schnell Temperaturen von 98 Grad Celsius. Entsprechend muss der Chip heruntertakten, um nicht zu überhitzen. Während dem Cinebench-R23-Durchlauf ist der Takt pro Kern auf im Schnitt 3,3 GHz gesetzt.

Hier sehen wir, dass der Framework Laptop klar nicht als Workstation-Ersatz mit viel Rendering- oder Kalkulationsleistung ausgelegt sein soll. Stattdessen arbeitet das System unter leichten Lasten, also etwa Tabellenkalkulation, Webbrowsing, Videokonferenzen, Medienkonsum und Textverarbeitung fast geräuschlos.

Und auch unter unrealistisch hoher Dauerlast rauscht der Lüfter recht leise vor sich hin. Das sehen wir als Vorteil für diese Art Notebook an. Für die meisten Aufgaben ist das System sowieso schnell genug – trotz Thermal Throttling unter Last. Wir ziehen aber aus unseren Messungen den Schluss: Der Core i7-1185G7 ist möglicherweise nicht für das Gerät geeignet und dessen Vorteil durch einen höheren Standardtakt kommt kaum zum Tragen. Stattdessen sollten wir zu den niedriger taktenden und günstigeren Alternativen greifen.

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In älteren Spielen nutzbar

Die integrierte Intel-Xe-Grafikeinheit liefert eine gute Leistung ab. Natürlich ist das Notebook an sich dafür nicht ausgelegt – auch wegen des erwähnten Thermal Throttling durch die CPU. Wir zeigen trotzdem am kompetitiven Shooter CS:GO, dass Spielen auf dem Gerät nicht unmöglich ist.

Dazu lassen wir Bots auf der Map de_dust2 gegeneinander antreten. In mittleren Details (2x MSAA) und bei Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) sind knapp 70 fps möglich. Interessanterweise ist das System hier schneller als das Surface Pro 8 mit identischem SoC, das bei gleichen Settings in CS:GO 55 fps erreicht.

Die mitgelieferte NVMe-SSD von Western Digital, eine WD Black SN 750, ist ebenfalls erwartungsgemäß flott unterwegs und über vier Lanes an PCIe angebunden. Wir messen 3.405 Mbyte/s im sequentiellen Lesen und 3.109 MByte/s im sequentiellen Schreiben.

Der zweite M.2-Slot ist für ein Drahtlosmodul reserviert, hier ein Intel AX210NGW mit WI-Fi-6-Kompatibilität. Einen weiteren Slot gibt es hier nicht. Wir können aber weiteren Flash-Speicher jederzeit über ein Anschlussmodul hinzufügen, welches dann per USB-C angebunden ist.

Akku durchschnittlich gut

Der Framework-Laptop ist für die meisten Aufgaben ausdauernd genug, wenn auch nicht wirklich herausragend gut ind dieser Disziplin. Hier wird nämlich ein (relativ kleiner) 55-Wattstunden-Akku verbaut, der wie alle anderen Komponenten ausgewechselt werden kann – sollte das nach langer Nutzung notwendig sein.

Wir messen 5:52 Stunden im Akkutest des PCMark 10 Applications, der Videokonferenzen, Casual Gaming und Textverarbeitung mit einbezieht. Das Display ist während des Tests auf 200 cd/m² eingestellt und der Drahtlosadapter eingeschaltet.

Natürlich wäre es möglich, auch mehr Akkulaufzeit durch einen größeren Energiespeicher zu erreichen. Platz dafür ist in der aktuellen Version des Framework Laptop allerdings nicht. Möglicherweise bessert der Hersteller in Zukunft noch nach.

Was allerdings kaum besser geht ist die Unterstützung für diverse Betriebssysteme.

Linux oder Windows sind kein Problem

Der Framework Laptop ist als Open-Source-Projekt mit diversen Betriebssystemen kompatibel. Wir sind hier also nicht ab Werk auf Windows 10 oder 11 beschränkt, obwohl die Option für eine Windows-Lizenz im Shop zur Verfügung steht. Wir sparen allerdings keine Lizenzkosten ein und müssen das OS trotzdem manuell herunterladen und installieren.

Entsprechend brauchen wir ein externes Gerät, um Treiber für Chipsatz, Netzwerk, Audiogeräte und mehr herunterzuladen und auf dem Framework Laptop nach der Windows-Installation einzurichten. Dabei bietet Framework das komplette Treiberpaket und ein dazu passendes Installationsscript als eine zusammenhängende Datei an. Der Vorteil daran: Wir müssen keine einzelnen Dateien verwalten und stattdessen nur einen Mausklick und einen Neustart ausführen. Davon könnten sich einige andere Hersteller definitiv etwas abschauen.

Übrigens ist der Laptop mit Windows 10 und Windows 11 kompatibel, da er erstens einen kompatiblen Prozessor verwendet und zweitens auch TPM und Secureboot im UEFI nativ unterstützt. Alternativ können wir aber auch einfach Linux installieren.

Linux mit Installationsanleitungen

Wie auch für Windows liefert das Framework-Team auch Installationsanleitungen für verschiedene Linux-Distributionen(öffnet im neuen Fenster) . Das sind konkret Ubuntu, Linux Mint, Fedora und Manjaro. Das ist für einen Laptop-Hersteller eher ungewöhnlich, aber sehr erfreulich. Die Installation bereitet dabei keine Probleme. Zu beachten ist, dass wir einen alte M.2-Sata-SSD mit einem vorinstallierten Ubuntu nicht in dem Framework starten konnten. Das geht wohl nur von einer NVMe-SSD.

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Das Linux-System selbst läuft, auch auf Grund der ausgewählten Intel-Komponenten, problemlos. Wlan, Bluetooth, Medientasten, Touchpad-Gesten mit mehreren Fingern – auf dem Framework-Laptop macht all das unter Linux keine Probleme.

Einzig den Grafiktreiber für die noch vergleichsweise neue Intel-Xe-GPU bringen wir bei unseren Tests mit vielen verschiedenen Konfigurationen, Multi-Monitor-Setups mit 4K-Displays und Wayland ein einziges Mal an seine Grenzen. Uns friert das Bild ein, was wir durch einen Neustart ändern können.

In den Linux-Installationsanleitungen empfiehlt das Framework-Team darüber hinaus, bestimmte Konfigurationen anzupassen. Je nach Distribution betrifft das den Grafiktreiber, das sogenannte Fractional Scaling oder auch den Sound-Treiber, um den kombinierten 3,5mm-Klinken-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon nutzen zu können.

Framework Laptop – Verfügbarkeit und Fazit

Der Framework Laptop soll ab Februar 2022 auch in Deutschland ausgeliefert werden(öffnet im neuen Fenster) können. Die Vorbestellung läuft bereits an. Durch die relativ hohe Nachfrage werden die Geräte in Wellen ausgeleliefert. Aktuell gibt es eine Bestellliste, die bis in den März 2022 hineinreicht. Für eine Bestellung können sich Kunden anmelden, indem sie eine fixe 100-Euro-Anzahlung tätigen. Der volle Preis wird dann bei Versand abgebucht.

Zwei verschiedene Varianten des Framework Laptop sind erwerbbar: Wir können uns für eine von drei vorkonfigurierten und bereits zusammengebauten Notebooks entscheiden oder das System als DIY-Version in Einzelteilen bestellen und dann selbst zusammenbauen.

Das ist insgesamt günstiger. Außerdem bekommen wir dann die Wahl, welchen RAM und welche SSD wir in unseren Laptop einbauen möchten. Der Aufbau ist sowieso sehr einfach gestaltet und mittels QR-Codes dokumentiert. Wir raten deshalb definitiv zur DIY-Variante.

Die DIY-Edition startet bei 900 Euro mit Core i5-1135G7 und WLAN-Modul. Für 370 Euro mehr gibt es das Mainboard mit Core i7-1165G7. Der Core i7-1185G7, der auch im Testmuster verwendet wird, kostet 800 (statt 370) Euro mehr. In diesem Preis sind RAM und SSD nicht enthalten. Auch fehlt ein Betriebssystem.

Zusätzlichen RAM und eine SSD gibt es für relativ faire Aufpreise dazu: Eine 500 GByte große WD Black SN850 kostet etwa 130 Euro mehr. Die gibt es bei Drittanbietern für etwa 100 Euro. Gleiches gilt für den Arbeitsspeicher: 8 GByte DDR4-RAM kosten 45 Euro pro Modul. 16-Gbyte-Module liegen bei 90 Euro pro Stück. RAM kostet bei externen Anbietern etwa ab 32 Euro pro 8-Gbyte-Modul, ist also ebenfalls etwas günstiger.

Außerdem müssen wir mit einem Aufpreis für Anschlussmodule rechnen: Vier Stück passen in den Laptop. Ein Modul kostet 10 Euro (USB-A, USB-C), 20 Euro (HDMI, Displayport, Micro-SD) und 75 oder 160 Euro (250 oder 1.000 GByte Flash-Speicher). Ein USB-C-Netzteil kostet nochmal 45 Euro extra.

Modularer Framework Laptop – Test
Modularer Framework Laptop – Test (02:29)

Die vorkonfigurierten Framework-Laptops werden zu einem festen Preis und mit Windows-Lizenz verkauft. Ein Modell mit Core i5-1135G7, 256-GByte-SSD und 8 GByte RAM kostet 1.150 Euro. Für 1.600 Euro gibt es 16 GByte RAM, den Core i7-1165G7 und eine 512-GByte-SSD. Am teuersten ist das System mit Core i7-1185G7, 1-Tbyte-SSD, 32 GByte RAM und Windows 10 Pro (statt Home) für 2.280 Euro. Die vorgefertigten Geräte werden bereits mit vier USB-C-Anschlussmodulen ausgeliefert. Es können aber auch Alternativen dazugekauft werden.

Fazit

Der Framework-Laptop(öffnet im neuen Fenster) schlägt genau in eine Marktnische, die immer mehr im Kommen ist. Er ist völlig modular aufgebaut und lässt sich einfach reparieren. Genau dieses Mantra wollen große Unternehmen ihren Kunden gerade predigen. Microsoft, Apple, Dell und viele andere bekommen das aber nicht hin, was dem kleinen Anbieter Framework sehr gut gelungen ist.

Dabei müssen wir keine großen Kompromisse eingehen: Der Framework Laptop basiert auf einem stabilen und optisch ansprechenden Chassis mit hellem 343 cd/m² leuchtendem 3:2-Display und überdurchschnittlich hoher Auflösung.

Besonders spannend sind die modularen Anschlüsse. Wir können uns hier selbst aussuchen, welche Ports wir nutzen wollen. Insgesamt vier USB-C-Buchsen stehen dafür zur Verfügung, um etwa USB-A, USB-C, HDMI, Displayport oder einen Micro-SD-Kartenleser zu bieten.

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Auch Tastatur und Trackpad können uns überzeugen. Längere Texte schreiben und schnell in Menüs zu navigieren, ist damit kein Problem. Die Tasten haben zudem einen hohen Schaltweg, was dem Keyboard einen gewissen Charakter verleiht.

Leistungstechnisch ist das Notebook solide aufgestellt. Der Core i7-1185G7 reicht für die meisten Aufgaben völlig aus. Allerdings kommt es in Benchmark-Settings und in Games zu Thermal Throttling, sodass die Leistung des SoC unter die Leistung eines vergleichbar ausgestatteten Surface Pro 8 fällt. Dafür ist der Lüfter unter Last relativ leise.

Die Prämisse, die Framework verspricht, ist hier definitiv das beste Kaufargument: Eine Plattform zu bieten, die von uns, den Kunden, repariert und ergänzt werden kann. Und genau das gelingt dem Hersteller wirklich gut. Wir würden uns zumindest nicht wundern, wenn wir das Notebook in Zukunft des Öfteren auf Entwicklerkonferenzen oder -Messen sehen.

Die Modularität und Reparierbarkeit verdient einen eigenen Artikel, den wir separat veröffentlichen. Der Artikel ist hier zu finden.


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