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Framework Laptop 13 Pro im Test: Der beste Laptop ohne Apple-Logo

Der Framework Laptop 13 Pro ist eines der wenigen Notebooks mit CAMM2-Arbeitsspeicher und ein signifikantes Upgrade zum Standardmodell.
/ Oliver Nickel
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Der Framework Laptop 13 Pro wurde an den wichtigsten Stellen verbessert. (Bild: Oliver Nickel/Golem)
Der Framework Laptop 13 Pro wurde an den wichtigsten Stellen verbessert. Bild: Oliver Nickel/Golem
Inhalt
  1. Framework Laptop 13 Pro im Test: Der beste Laptop ohne Apple-Logo
  2. Absurd helles Display und tolles Trackpad
  3. Intel Panther Lake ist gut dabei
  4. Framework Laptop 13 Pro – Verfügbarkeit und Fazit

Seit vielen Jahren baut Framework möglichst modular aufgebaute und leicht reparierbare Laptops. Das Hauptmodell im 13-Zoll-Format (Test), der Framework Laptop 13, hat sich seit dem ersten Modell auch kaum verändert. Schließlich ist eines der Versprechen des Herstellers, dass sich neuere Mainboards in ältere Chassis einbauen lassen. Gleiches gilt für Display, Tastatur, Anschlussmodule und interne Komponenten.

Der Framework Laptop 13 Pro(öffnet im neuen Fenster) stellt das erste Redesign dar und ist auch nicht mehr zu einhundert Prozent mit dem existierenden Framework-Ökosystem kompatibel. Das war aber auch nötig, um den perfekten Laptop für Nerds noch besser zu machen. Nebenbei ist er eines der wenigen Geräte, die auf den neueren und nur bei Framework direkt etwas günstigeren CAMM2-Speicherstandard setzen.

Framework Laptop 13 Pro - Eckdaten
CPUIntel Core Ultra X9 388H (4+8+4 Cores)
GPUIntel Arc B390 (12 Xe-Cores, integriert)
RAM64 GByte LPDDR5x-CAMM2 (gesteckt)
SSD2-TByte-NVMe-SSD (gesteckt)
Display13,5" (34,29 cm) IPS-Touchscreen (2.880 x 1.650 Pixel @ 120 Hz, entspiegelt)
Anschlüsse4x konfigurierbares Anschlussmodul (USB-A, USB-C, Ethernet, HDMI, Displayport, SD-Kartenleser, Micro-SD-Kartenleser, 3,5-mm-Klinke, Massenspeicher-Erweiterung)
Maße296,6 x 229,0 x 15,9 mm, 1,44 kg
Akku74,45-Wattstunden-Akku
Preisab 1.800 Euro (zusammengebaut), ab 1.350 Euro (DIY), 3.950 Euro (Testmuster)

Mit einem merklich größeren Akku, einem Touchscreen und dem gegenüber dem Standardmodell weit überlegenden Trackpad ist der Framework Laptop 13 Pro für uns der beste Laptop ohne Apple-Logo auf dem Deckel. Und wie der Sultan von Hatay in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug zum jetzt auch voll in schwarzem Metallgehäuse erhältlichem Chassis sagen würde: "Und mir gefällt sogar die Farbe."

Anschlüsse anpassen und RAM erweitern

Der Vergleich mit einem Macbook Pro (Test), also dem Gerät mit dem Apple-Logo, kann auch beim Preis angebracht werden. Zwar gibt es den Framework Laptop 13 Pro in der DIY-Edition bereits zum Preis eines Macbook Air (Test), nämlich für knapp 1.350 Euro. Allerdings müssen wir dann unseren eigenen RAM, eine SSD und bis zu vier Anschlussmodule mitbringen. Die Grundkonfiguration mit Intel Core Ultra 5 325, 16 GByte RAM und 500-GByte-SSD liegt im Bereich des Macbook Pro 14, also bei etwa 1.800 Euro.

Zwar ist das neue Modell nicht vollständig mit den existierenden Framework-Laptops kompatibel. Allerdings können wir Teile des Pro-Modells auch in unser Standard-Modell einbauen. So sind etwa das Displaymodul und die obere Gehäuseschale mit dem verbesserten Trackpad nutzbar. Auch die Anschlussmodule sind identisch.

Der Zusammenbau bleibt denkbar einfach: Komponenten wie Displayrahmen und Tastatur werden magnetisch und mit wenigen Schrauben befestigt. Das beigelegte Werkzeug kann für die Erstmontage genutzt werden. Und wie bei Framework üblich, sind alle Bauschritte auch mit einem QR-Code direkt auf den Komponenten gekennzeichnet. Diese führen uns direkt zu den passenden Anleitungen im Netz.

Dieses Mal haben auch wir, auch wenn wir bereits mehrere Samples des Framework Laptops zusammengebaut haben, etwas Hilfe gebraucht. Das Mainboard des Framework Laptop 13 Pro ist mit einem CAMM2-Modul ausgestattet. Das passende Speichermodul wird nicht wie bei SO-DIMM-Bänken in den Slot eingesteckt und mit Klammern festgehalten. Stattdessen erinnert die Montage an das Einsetzen eines LGA-Prozessors in den Sockel.

Laptop leicht zusammengebaut

Zunächst schrauben wir die RAM-Abdeckung ab. Dadurch werden die herausstehenden Kontaktpins sichtbar. Anschließend legen wir das CAMM2-Modul, das auf der Rückseite wie ein typischer LGA-Prozessor flache Kontaktflächen aufweist, auf die Pins auf. Die Speicherabdeckung schrauben wir anschließend wieder auf. Dadurch wird das RAM-Modul auf die Pins gedrückt und ein Kontakt hergestellt.

CAMM2 hat als relativ neuer und kaum verbreiteter Standard ein paar Eigenheiten. Zum einen gibt es passende Module nur bei wenigen Herstellern wie etwa Dell zu kaufen. Zum anderen sind diese Module im Vergleich zu DDR5-SO-DIMM noch einmal teurer. 32 GByte LPCAMM2 von Dell kosten etwa 450 Euro, während ein Dual-Channel-Kit mit SO-DIMM etwa 350 Euro wert ist.

Allerdings sind CAMM2-Module bei Framework direkt günstiger als ihre auf der gleichen Seite angebotenen DDR5-Gegenstücke. Für das 16-GByte-CAMM2-Modul werden etwa 270 Euro Aufpreis verlangt. Ein einzelner SO-DIMM-16-GByte-Stick kostet bei Framework 10 Euro mehr.

Übrigens gibt es die CAMM2-Variante nur in Verbindung mit dem Intel-Mainboard. Alternativ können wir den Framework Laptop 13 Pro auch mit AMD-Chip und gängigen SO-DIMM-Slots kaufen. Der Startpreis für das Mainboard mit Ryzen AI 7 350 liegt hier allerdings bei mindestens 1.580 Euro.

Die Option für CAMM2 ist nicht die einzige Neuerung beim Framework Laptop 13 Pro. Wie wäre es etwa mit einem entspiegelten Touchscreen?


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