Framework: KDE pflegt eigene Patches für Qt 5

Die neue kommerzielle LTS-Strategie von Qt bringt Open-Source-Projekten wie KDE einige Probleme. Doch die Community hilft sich nun selbst.

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Die KDE-Software basiert fast vollständig auf Qt.
Die KDE-Software basiert fast vollständig auf Qt. (Bild: KDE)

Die KDE-Community hat mit einer vergleichsweise kurzen Meldung angekündigt, künftig eigene Patches für Qt 5 in einem Open-Source-Repository zu pflegen. Die Community, deren Software hauptsächlich auf dem Qt-Framework selbst basiert, reagiert damit wohl unmittelbar auf die geänderte Langzeitstrategie des Qt-Unternehmens. Bereits im Januar hatte Qt angekündigt, die Quellcodezweige von Qt 5.15 LTS einzufrieren. Updates gibt es nur noch für Kunden.

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Diese neue Strategie hatte das Unternehmen, das Hauptentwickler von Qt und alleiniger Rechteinhaber des Codes ist, bereits im Januar 2020 angekündigt. Statt der sonst üblichen drei Jahre Support für die Langzeitpflege, die allen über den Open-Source-Code frei zur Verfügung steht, gibt es diese Unterstützung wie erwähnt nur noch für zahlende Kunden. Open-Source-Projekte wie KDE haben damit keinen direkten Zugriff mehr auf die offiziellen Sicherheitspatches oder Funktionsupdates als Teil der Versionspflege.

Schon in der Diskussion zur Ankündigung im vergangenen Jahr zeigte sich, dass die unmittelbaren Auswirkungen auf die Open-Source-Community wohl eher begrenzt sein werden. Das liegt auch daran, dass die älteren Qt-Versionen, die sich noch in den Paketarchiven von Linux-Distributionen befinden, weiter von der Community gepflegt werden. Das geschah bisher unter leicht veränderten Bedingungen auch schon.

Kein Qt-Fork

Schnell nach Umsetzung der neuen LTS-Strategie bei Qt diskutierte die Open-Source-Community die Erstellung eines Qt-Forks für diesen Zweig, der dann weiterhin für Beiträge offenstehe. Ein harter Fork hätte aber auch dem KDE-Projekt möglicherweise Probleme bringen können. Qt und KDE haben sich deshalb nun wohl gemeinsam auf das Vorgehen mit dem eigenen Repository für die Patches geeinigt. Immerhin wird auch Qt in der KDE-Ankündigung zitiert und das Unternehmen äußert Verständnis für die Schwierigkeiten des KDE-Projekts beim Portieren seiner Anwendungen.

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Laut dem Plan der KDE-Entwickler werde es sich bei dem Projekt ausschließlich um eine Patch-Sammlung handeln. Eine neue Qt-Version werde das Team weder pflegen noch veröffentlichen. Und die Sammlung soll auch nur für den Zeitraum betreut werden, den das Projekt braucht, um seine Software auf das aktuelle Qt 6 zu portieren. Der Code findet sich in der Gitlab-Instanz von KDE.

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