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FPGAs: Intel will FPGA-Experten Altera doch noch kaufen

Intel steht vor der größten Übernahme in der Konzerngeschichte. Diesmal sollen 15 Milliarden US-Dollar für Altera, den Hersteller von FPGAs, CPLDs, Embedded Processors und ASICs, geboten werden.
/ Achim Sawall
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Cyclone3 Dev-Kit (Bild: Altera)
Cyclone3 Dev-Kit Bild: Altera

Intel soll wieder kurz davorstehen, Altera zu kaufen. Das berichtet die New York Post(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine informierte Quelle. Für den Spezialisten für FPGAs (Field-Programmable Gate Array) will Intel rund 15 Milliarden US-Dollar zahlen. Weitere Produkte sind CPLDs, Embedded Processors und ASICs.

Das entspreche einem Preis von 54 US-Dollar pro Aktie und damit einem Aufschlag von 15 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Aktie des Unternehmens.

Eine offizielle Bekanntgabe wird noch bis Ende der kommenden Woche erwartet, könnte aber auch noch abgesagt werden.

Intel ist laut unbestätigten Berichten seit längerem an einer Übernahme von Altera interessiert. Die Verhandlungen waren bereits einmal gescheitert, weil sich die Manager nach monatelangen Gesprächen nicht auf einen Preis einigen konnten, sie wurden aber offenbar wieder aufgenommen.

Gestern kündigte Avago an, Broadcom für 37 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Broadcom ist unter anderem für seine SoCs bekannt. Hier soll Intel kein Gegenangebot vorbereiten, so die Quellen der New York Post. Intel lässt sich bei der Übernahme von Altera von JPMorgan beraten, der auch Broadcom berät, wusste also offenbar von den Plänen. Das Unternehmen Broadcom sei Intel zu teuer geworden.

Intels bisher größte Übernahme war im Jahr 2010 der Kauf von McAfee für 8 Milliarden US-Dollar. Der Zukauf hat sich bis jetzt als nicht sonderlich sinnvoll für den Prozessorhersteller erwiesen.


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