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FPGAs: AMD kauft Xilinx für 35 Milliarden US-Dollar

Die Übernahme soll AMDs eigene Position im Datacenter-Segment dank Xilinx' FPGAs deutlich stärken.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein aktueller Versal-ACAP
Ein aktueller Versal-ACAP (Bild: Xilinx)

Wenige Stunden vor der Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal 2020 hat AMD die Übernahme von Xilinx verkündet, genauer gesagt ein definitives Abkommen zwischen beiden Unternehmen. AMD zahlt rein per Aktientausch und geht davon aus, dass der Kauf von Xilinx im Kalenderjahr 2021 abgeschlossen sein wird.

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Xilinx ist der weltgrößte Entwickler von programmierbaren Schaltungen (FPGAs) und soll AMD dabei helfen, sich im Serversegment gegen Intel künftig besser behaupten zu können. Die Übernahme ist mit 35 Milliarden US-Dollar fast so teuer wie Nvidias Kauf von ARM vor einigen Wochen.

Der Kauf erfolgt in Form von 143 US-Dollar pro Aktie deutlich über dem bisherigen Kurs von Xilinx, wobei die AMD-Aktionäre dann 74 Prozent der Anteile halten werden und die von Xilinx auf 26 Prozent kommen sollen. Xilinx wächst seit Jahren bei Umsatz und Gewinn - im Fiskaljahr 2020 waren es 3,17 Milliarden US-Dollar sowie 792 Millionen US-Dollar.

Im Datacenter sind FPGAs eine feste Größe

AMD betont, dass durch die Übernahme insgesamt 13.000 talentierte Ingenieure für beide Unternehmen arbeiten werden, die gemeinsamen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (R&D) sollen bei jährlich über 2,7 Milliarden US-Dollar liegen. AMD erwartet in den kommenden 18 Monaten überdies eine Kosteneinsparung von 300 Millionen US-Dollar durch Synergieeffekte.

Xilinx-FPGAs werden in vielfältiger Form in der Industrie verwendet: Die aktuellen Versal-ACAPs sind flexible Beschleuniger für unter anderem 5G-Netzwerke (Versal Premium), für künstliche Intelligenz (Versal AI Core) und für Netzwerk- sowie Storage-Applikationen (Versal Prime). Chips wie der riesige Virtex VU19P werden für Prototyping von CPUs/GPUs verwendet, andere FPGAs stecken etwa Lockheed Martins F-35.

Die letzte Übernahme von AMD war Hialgo für einige Millionen US-Dollar, was AMD den Zugriff auf Software wie Boost und Chill verschaffte. Der Kauf von ATI für 5,4 Milliarden integrierte zwar 2006 die Radeon-Sparte, brachte AMD jedoch an den Rand einer Pleite. Heute wiederum sorgen die Playstation- und die Xbox-Deals für wichtigen Umsatz, um die CPU- und die GPU-Sparte voranzubringen.

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regiedie1. 27. Okt 2020

Dein iPad encodiert aber per GPU und nicht per CPU. Das kann man fluschig optimieren...

x2k 27. Okt 2020

Probleme dabei ist ja das man im Management immer mit kennzahlen um sich wirft und dabei...

DerBjoern 27. Okt 2020

Guten Hunger!


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