FPGA-Fertigung: Altera bald bei TSMC statt Intel wegen 14-nm-Problemen
Vor etwas über einem Jahr haben Intel und Altera eine Partnerschaft geschlossen – und nun ist offenbar bald wieder Schluss damit. Unter Berufung auf die chinesischsprachige Zeitung Commercial Times meldet Digitimes(öffnet im neuen Fenster) , dass Altera die Aufträge für die nächstkleinere Strukturbreite wieder an TSMC vergeben wird. Dort wurden und werden auch schon bisher die programmierbaren Chips (FPGA) von Altera hergestellt.
Der Grund soll sein, dass Intel die Produktion von Bausteinen mit 14 Nanometern Strukturbreite nicht wie geplant aufnehmen kann. Für die eigenen Chips mit dieser neuen Fertigungstechnik, unter anderem den Haswell-Nachfolger Broadwell, hatte Intel bereits eine Verschiebung um ein Quartal bestätigt . Unbestätigten Angaben zufolge könnten die ersten 14-Nanometer-CPUs aber auch erst im vierten Quartal 2014 erscheinen.
Das ist offenbar viel zu spät für Altera, das insbesondere auf die 14-Nanometer-Technik gesetzt hatte. So verlässt man sich eher auf die 20-Nanometer-Produktion bei TSMC, dessen Ausbeute bei immerhin 50 Prozent liegen soll. Mit wohl viel geringerer Ausbeute – das Unternehmen spricht von "risk production" – stellt TSMC seit Dezember 2013 auch schon 16-Nanometer-Chips her. Dass sich die Schritte bei TSMC mit 20 und 16 Nanometern von den bei Intel genutzten 22 und 14 Nanometern unterscheiden, liegt an den unterschiedlichen Bauformen der Transistoren.
Für Intel dürfte der Wechsel von Altera weniger ein finanzieller denn mehr ein Image-Verlust sein. Die Umsätze mit Auftragsfertigung, die Intel unter anderem schon seit 2010 für Achronix durchführt , machen nur einen verschwindend kleinen Teil in den Bilanzen des noch immer größten Chipherstellers der Welt aus.
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