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Foxconns iFactory: Erster Reporter besucht Apples Produktionsstätte

ABC-Reporter Bill Weir hat als erster Journalist die Produktionsstätten von Apple in China besucht und mit Foxconn-Mitarbeitern gesprochen, die 3.000-mal am Tag denselben Handgriff ausführen und das Endprodukt nicht einmal kennen.

Artikel veröffentlicht am ,
iPad-Fertigung bei Foxconn in China
iPad-Fertigung bei Foxconn in China (Bild: ABC Nightline)

Bill Weir vom US-Sender ABC durfte als erster Journalist die Produktionsstätten von Apple in China begutachten, die von Foxconn betrieben werden. Weir durfte sich frei bewegen und Interviews führen, vor und hinter der Kamera. Möglich machte dies der öffentliche Druck auf den Computerkonzern Apple. ABCs Sendung Nightline hatte die Gelegenheit, mit einem Kamerateam eine der Fabriken zu inspizieren. Die Fair Labor Association war ebenfalls dabei und kleine Teile der Sendung hat ABC bereits online gestellt.

ABC ist eine Tochter von Disney

Inhalt:
  1. Foxconns iFactory: Erster Reporter besucht Apples Produktionsstätte
  2. Apple-Jobs bei Foxconn sind begehrt

Der US-Fernsehsender ABC ist Teil von Disney und damit eng verbunden mit Apple. Diese Verbindung hat Weir in einer Vorankündigung der Reportage gleich offengelegt, um Kritik vorzubeugen. Weir hat keine groben Verstöße gesehen, allerdings waren die Fabriken auf den Besuch vorbereitet, schließlich geschah dieser auf Einladung. Außerdem ist davon auszugehen, dass sich einige der befragten Mitarbeiter auch ohne Kamera nicht trauen würden, etwas Schlechtes über ihren Arbeitgeber zu sagen.

Eingeladen wurde ABC wegen der vielen Vorfälle, die die Arbeitsbedingungen bei Foxconn in die öffentliche Diskussion rückten, darunter zahlreiche Selbstmorde von Foxconn-Mitarbeitern und eine tödliche Explosion in einer der Fabriken. Vorher war die Firma vor allem bei Endkunden kaum bekannt, obwohl laut Weir bei Foxconn allein 235.000 Menschen an Apple-Produkten arbeiten. Insgesamt ist Foxconn mit seinen zahlreichen Fertigungsstätten Chinas größtes Exportunternehmen und beschäftigt 1,2 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren.

Die Arbeitsbedingungen sind dabei alles andere als gut. Zwölf Stunden dauert eine Schicht inklusive einer zwei Stunden langen Mittagspause, gearbeitet wird an sechs Tagen pro Woche. Dafür gibt es 1,50 bis 1,78 US-Dollar pro Stunde, hier sind Weirs Angaben nicht eindeutig. Arbeiter teilen je zu siebt einen Schlafraum, der 17,50 US-Dollar pro Monat kostet. Die tägliche Selbstverpflegung in der Firma kostet 70 bis 80 US-Cent.

325 Arbeiter bauen ein iPad

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Roboter werden bei Foxconn für die iPad-Produktion kaum eingesetzt. Apples Geräte werden zu großen Teilen per Hand zusammengesetzt. Fünf Tage braucht ein iPad, 325 Mitarbeiter übernehmen verschiedene Produktionsschritte. Einzelne Arbeiter führen 3.000-mal am Tag denselben Arbeitsschritt aus.

Für ihre schwere und oft monotone Arbeit werden die Fabrikarbeiter nicht ausreichend bezahlt. Eine Familie können die Arbeiter davon nicht ernähren, viele von ihnen sind erst 16 oder 17 Jahre alt. Eine Mitarbeiterin sagte, um bei Foxconn arbeiten zu können, nehme sie in Kauf, ihre Kinder nur einmal im Monat zu sehen. Weir hat keinen einzigen Arbeiter gesehen, der über 30 Jahre alt ist. Das Produkt kaufen, das sie herstellen, können Foxconn-Arbeiter nicht. Für den Gegenwert eines iPads muss ein Shengzen-Arbeiter fast zwei Monate schuften und hat dabei nur einen Tag in der Woche frei. Und wie Weir herausfand: Das fertige Produkt kennen einige der für wenig Geld arbeitenden Kräfte gar nicht.

Apple-Jobs bei Foxconn sind begehrt 
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Eheran 25. Feb 2012

Was für ein unsinniger Vergleich! Kostet mich eine Wohnung und Verpflegung im Monat...

kinderschreck 23. Feb 2012

Das kommt drauf an. Soweit ich weiß gibt es Anleihen die gleichberechtigt und Anleihen...

HugoHabicht 23. Feb 2012

Ok, entschuldigung Wander, da habe ich mich wirklich ein wenig im Ton vergriffen. Das...

lottikarotti 23. Feb 2012

In einer Welt, in der Maschinen dem Mensch die Arbeit abnehmen, könnte Wohlstand für...

ichbert 23. Feb 2012

Falsch. Apple verkauft seine Geräte völlig überteuert mit fast perverser Werbung für ein...


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