Foxconn: Übernahme von Sharp geht trotz Milliardenloch weiter

Foxconn will Sharp doch in der nächsten Woche kaufen. Obwohl neue Risiken von über 3 Milliarden US-Dollar aufgetaucht sind, dürfte der Deal nicht platzen.

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Sharp-Logo über seiner Tochigi-Fabrik in Yaita
Sharp-Logo über seiner Tochigi-Fabrik in Yaita (Bild: Kazuhiro Nogi/AFP/Getty Images)

Der Vertrag für die Übernahme des Elektronikkonzerns Sharp durch Foxconn soll Anfang nächster Woche wie geplant fertig werden. Das hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren. Foxconn und Sharp seien optimistisch, dass die kürzliche Offenlegung von zusätzlichen Eventualverbindlichkeiten oder potenziellen finanziellen Risiken in Höhe von 350 Milliarden Yen (3,07 Milliarden US-Dollar) den Vertrag nicht gefährden würden.

Foxconn hält laut den Informationen daran fest, 4,3 Milliarden US-Dollar in den angeschlagenen japanischen Markenhersteller zu investieren, doch die Bedingungen für die Kreditgeber Sharps könnten sich ändern. Doch Foxconn und Sharp hätten Hunderte Beschäftigte am Hauptsitz in Osaka auf die Prüfung der Risiken angesetzt. Es hätte dazu rund um die Uhr Meetings gegeben.

Foxconn hatte zuerst gezögert

Foxconn erklärte laut Wall Street Journal offiziell, dass es noch kein Datum für die Vertragsunterzeichnung gebe. "Beide Unternehmen arbeiten intensiv daran, so schnell wie möglich ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten", hieß es in einem Statement.

Der taiwanische Auftragshersteller hatte nach der Bekanntgabe von Sharp jedoch zuerst mit der Übernahme gezögert und erklärt, die Unterzeichnung des Vertrages sei aufgeschoben, "bis ein Konsens erzielt ist". Kurz zuvor hatte Sharp noch nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung offiziell bekanntgegeben, das Angebot von Foxconn über 6,24 Milliarden US-Dollar anzunehmen. Die Entscheidung, die schon zuvor bekanntwurde, sei einstimmig getroffen worden.

Foxconn soll neue Aktien von Sharp im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar übernehmen. Zudem sollte der Auftragsfertiger, dessen wichtigster Kunde Apple ist, Sharp-Vorzugsaktien von Gläubigerbanken für rund 800 Millionen US-Dollar kaufen. Damit würde Foxconn 70 Prozent der Anteile an Sharp besitzen.

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