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Foxconn: Schlechte Arbeitsbedingungen bei Amazon-Zulieferer beklagt

Die Menschen, die für Amazon die Echo-Lautsprecher bauen, bekommen nicht genug Geld zum Leben und arbeiten unter schlechten Bedingungen. Das kritisiert die Menschenrechtsorganisation China Labor Watch. Amazon weiß davon und will die Zustände abstellen.

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Schlechte Arbeitsbedingungen in den Foxconn-Fabriken beklagt
Schlechte Arbeitsbedingungen in den Foxconn-Fabriken beklagt (Bild: China Labor Watch)

Mehr Überstunden als erlaubt, weniger als der im Land übliche Mindestlohn, keine Bezahlung von Überstunden, kein Lohn bei Krankheit, und bei geringer Produktion können sie einfach entlassen werden. Unter diesen Bedingungen arbeiten die Menschen, um für Amazon Echo-Lautsprecher, Fire-Tablets und Kindle-E-Book-Reader zu bauen, kritisiert die Menschenrechtsorganisation China Labor Watch. Der Bericht weist auf schlechte Arbeitsbedingungen in einer der Fabriken des Auftragsfertigers Foxconn hin, in der fast nur Amazon-Geräte produziert werden.

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China Labor Watch hat von August 2017 bis April 2018 mehrere Ermittler in die betreffende Foxconn-Fabrik geschickt, um sich über die Arbeitsbedingungen vor Ort zu informieren. Dabei wurden mehrere Rechtsverletzungen entdeckt. Es ist die erste Untersuchung einer Zulieferfabrik für Amazon, die von China Labor Watch durchgeführt wurde. Alle Arbeiter müssen sich mit vielen Überstunden und einer schlechten Bezahlung abfinden.

Die Belegschaft bestand laut den Beobachtern zu 40 Prozent aus Leiharbeitern, dabei sehen gesetzliche Regelungen eine maximale Quote von 10 Prozent vor. Bei gleichen Aufgaben wurden die Leiharbeiter zumeist schlechter behandelt. Die regulären Mitarbeiter wurden fünf Tage lang geschult, während die Leiharbeiter nur acht Stunden Schulung erhielten. Damit wurden die gesetzlichen Vorgaben von einem mindestens 24 Stunden langen Sicherheitstraining deutlich unterboten.

Arbeiter brauchen Überstunden, um genug zu verdienen

Wenn Leiharbeiter krank werden, werden sie nicht weiter bezahlt, und bei schwacher Auftragslage werden sie vielfach in den unbezahlten Urlaub geschickt. Zudem haben die Leiharbeiter weniger soziale Absicherungen als reguläre Arbeiter, sie zahlen weder für Krankenversicherung noch für eine spätere Rente oder andere Sozialprogramme.

In der Hochsaison müssen die Foxconn-Mitarbeiter auch mal mehr als 100 Überstunden leisten. In einem Fall hat ein Angestellter 14 Tage hintereinander gearbeitet. Für all das ist die Bezahlung ungewöhnlich gering, gemessen am Verdienst in der Region. In der Nebensaison beträgt der Lohn zwischen 265 und 395 Euro im Monat. Der Durchschnittslohn liegt dort bei um die 600 Euro. Aufgrund der niedrigen Löhne sind die Arbeiter darauf angewiesen, Überstunden zu machen, um genug für einen angemessenen Lebensstandard zu verdienen.

China Labor Watch kritisiert, dass die Gewinne von Amazon zu Lasten der Arbeiter gingen, die unter erschreckenden Arbeitsbedingungen arbeiteten und keine andere Wahl hätten, als exzessive Überstunden zu machen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Zum Vergleich: Nach der aktuellen Bloomberg-Erhebung besitzt Foxconn-Chef Terry Gou derzeit ein Vermögen von 5,1 Milliarden Euro. Das Vermögen des Amazon-Chefs Jff Bezos wird auf 119 Milliarden Euro geschätzt.

Gegenüber der Seattle Times hat Amazon versichert, die Arbeitsbedingungen in der Foxconn-Fabrik verbessern zu wollen. Foxconn habe bereits entsprechende Pläne erarbeitet und Amazon wolle diese genau überprüfen. Genaue Details dazu nannte das Unternehmen nicht, versprach aber: "Wir setzen uns dafür ein, dass diese Probleme gelöst werden" - und bestätigt damit die Angaben von China Global Watch.



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plutoniumsulfat 11. Jun 2018

Gerade im gepriesenen Deutschland. Anders kämen wir überhaupt nicht in die Lage...

tomate.salat.inc 11. Jun 2018

Dito. Der druck auf Apple scheint ja was gebracht zu haben (oder es lohnt sich nicht mehr...

DY 11. Jun 2018

die großen US-Konzerne werden entsprechend "gut" verhandeln....

486dx4-160 10. Jun 2018

Unternehmen haben per Definition keine soziale Verantwortung. Soziale Verantwortung...


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