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Foxconn: IT-Studenten müssen Playstation 4 montieren

Die Studenten einer technischen Hochschule im chinesischen Xi'an müssen laut Medienberichten bei Foxconn die Playstation 4 zusammensetzen - sonst werden ihnen wichtige Kurse nicht angerechnet.

Artikel veröffentlicht am ,
Arbeiterin in einer Fabrik von Foxconn
Arbeiterin in einer Fabrik von Foxconn (Bild: AFP)

In Deutschland dürfte sich der ein oder andere IT-Student schon auf seine Playstation 4 freuen. Tausenden seiner Kollegen in der chinesischen Millionenstadt Xi'an bereitet die neue Sony-Konsole laut einem Bericht unter anderem auf Gamesinasia.com derzeit kein Vergnügen: Sie müssen das Gerät an den Fließbändern von Foxconn zusammensetzen - sonst werden ihnen wichtige Kurse nicht angerechnet. Das würde letztlich bedeuten, dass sie ihr Studium am Xi'an Institute of Technology nicht abschließen können.

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Offiziell heißt es laut dem Bericht, dass die Studenten bei Foxconn ein Praktikum absolvieren. Tatsächlich aber müssen sie offenbar einfachste Aufgaben verrichten. Einer der angehenden Informatiker etwa soll den ganzen Tag Kabel und Handbücher in Verpackungskartons legen müssen. Geld bekommen die Studenten angeblich nicht - obwohl sie genauso lange wie die bei Foxconn normalerweise auch nicht üppig bezahlten Arbeiter schuften müssen.

Laut Foxconn arbeiten alle Beschäftigten auf freiwilliger Basis bei dem Unternehmen. Das Xi'an Institute of Technology hat offenbar gesagt, dass alles legal sei und die Studenten bei Foxconn etwas über die Gesellschaft und das Leben lernen würden; auf Fragen, ob die Hochschule für die Vermittlung der Studenten Geld erhält, soll sie nicht eingegangen sein. Sony hat sich bislang nicht zu den Meldungen geäußert.

Alle Hersteller von Konsolen sind Kunden von Foxconn und vergleichbaren asiatischen Herstellern - es ist also durchaus möglich, dass etwa die Xbox One unter ähnlichen Bedingungen hergestellt wird. Ende Oktober 2012 gab es Berichte, dass Foxconn die Wii U mit Hilfe von illegaler Kinderarbeit produziert. Die Firma selbst bestätigte das und schickte die Minderjährigen angeblich zurück an die Schule, Nintendo leitete eine Untersuchung ein.

Nachtrag vom 10. Oktober 2013, 17:40 Uhr

Leser haben uns darauf hingewiesen, dass sich Sony inzwischen gegenüber der US-Seite CVG.com zu den Vorwürfen geäußert hat. Das Unternehmen verweist darauf, dass es bereits 2005 verbindliche Verhaltensregeln für seine Zulieferer festgelegt habe. Diese müssten sich an die Gesetze, Tarifverträge und andere gültige Arbeitsregelungen halten. Sony geht davon aus, dass Foxconn diese Vorgaben ab sofort beachtet. Der Auftragshersteller hat laut Quartz.com die Missstände mittlerweile eingeräumt und gesagt, dass man sich im konkreten Fall ab sofort an die Regelungen halten wolle, etwa an das Nachtarbeitsverbot für Praktikanten.

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Badewanne 14. Okt 2013

Chemie ist mehr als nur zu wissen, welche Moleküle wo drin stecken. Ein Biologiestudium...

xtrem 13. Okt 2013

Nach 20 Uhr machen die Rewe Mitarbeiter Chicks an der Kasse klar. Das geht bei Foxconn nicht

Llame 13. Okt 2013

Und das wohlgemerkt obwohl - auch in den USA - fast ausschließlich die PS3 Version...

matti1412 12. Okt 2013

Meine Erfahrung ist da anders, bei nestle, Bosch rexroth , Schaeffler Technologies...

vol1 11. Okt 2013

...interessiert es keine Sau. Foxconn kommt zwar öfter in die Schlagzeilen, aber die...


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