Foxconn: Gewaltsame Proteste in iPhone-Fabrik
Laut der Nachrichtenagentur AFP sowie The Guardian(öffnet im neuen Fenster) gibt es in Foxconns iPhone-Fabrik in Zhengzhou massive Proteste(öffnet im neuen Fenster) der Beschäftigten. Hunderte von ihnen sollen Polizisten in Schutzkleidung gegenüberstehen, dazu gab es über Nacht offenbar ein Feuer, bei dem ein Zugangstor zerstört wurde. Aufgrund der bestehenden Restriktionen zur Eindämmung des Coronavirus sind die Arbeiter von der Außenwelt isoliert.
Die Beschwerden der Belegschaft reichen von schlechter Essensversorgung über ausgebliebene Bonuszahlungen bis zu den allgemein schlechten Bedingungen, unter denen die Arbeiter in der Fabrik leben müssen. Nicht bestätigten Quellen zufolge wurde bei dem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Proteste auch Tränengas eingesetzt.
Die Foxconn-Fabrik in der Provinz Henan zählt mit 200.000 Mitarbeitern zu einer der größten Fabriken überhaupt. Aufgrund von Chinas Zero-Covid-Politik lebt die Belegschaft auf dem Firmengelände und hat keinen regelmäßigen Kontakt zur Außenwelt, auch Besuche der eigenen Familie sind nicht vorgesehen.
Foxconns Mega-Fabrik steht immer wieder in der Kritik
Die dadurch gesunkene Produktivität versucht Foxconn durch das Anwerben von Mitarbeitern und durch höhere Lohn- und Bonuszahlungen auszugleichen. Apple geht aufgrund dessen für die kommenden Monate von geringeren Liefermengen(öffnet im neuen Fenster) für einige iPhone-14-Modelle aus.
Die Foxconn-Fabrik in Zhengzhou steht immer wieder in der Kritik, bereits 2010 gab es Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen und wiederholte Suizide. In den vergangenen Tagen herrschte in China allgemeiner Unmut(öffnet im neuen Fenster) wegen der starken persönlichen Freiheitseinschränkungen aufgrund der Zero-Covid-Politik. Apple selbst äußert sich zu den Vorgängen an der Fabrik bisher nicht.
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