Foxconn: "Chinas Tage als Weltfabrik sind gezählt"

Der Vorsitzende von Hon Hai Precision Industry, auch als Foxconn bekannt, hat nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen die aktuelle politische Situation rund um den Handelskrieg zwischen den USA und China kommentiert. Wie Young Liu laut Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) sagte, sieht er "Chinas Tage als Weltfabrik gezählt" .
Damit meint Liu, dass nicht aus China stammende Unternehmen wie Foxconn, das unter anderem für Apple, Dell und Nintendo fertigt, sich aufgrund der Strafzölle und Handelsverbote seitens der USA künftig nach anderen Produktionsmärkten umsehen müssen. Bei Foxconn ist entsprechend der Anteil der Produktion, die nicht in China stattfindet, von 25 Prozent im Juni 2019 auf 30 Prozent im Juni 2020 gestiegen.
"Egal ob in Indien, Südostasien oder auf dem amerikanischen Kontinent - überall wird es ein Produktionsökosystem geben" , sagte Liu. China werde dennoch weiterhin eine Schlüsselrolle in Foxconns Produktion spielen, die Steigerung der Produktion außerhalb des Landes sei aber deutlich.
Foxconn bekommt chinesische Konkurrenz
Foxconn hat in der Vergangenheit bereits nach verschiedenen Strategien gesucht, seine Produktion weniger abhängig von China zu machen. So sollen einige iPhone-Modelle beispielsweise in Indien gefertigt werden. Für Foxconn ist auch die chinesische Konkurrenz ein Problem: Luxshare hat sich nach der Übernahme einer ehemaligen Wistron-Fabrik als künftiger neuer iPhone-Produzent in China empfohlen.
Luxshare baut bereits die drahtlosen Kopfhörer Airpods für Apple. Pikant für Foxconn als taiwanisches Unternehmen: Um iPhones produzieren zu können, braucht Luxshare wahrscheinlich Hilfe eines anderen taiwanischen Unternehmens, Catcher Technologies.



