Zwischen Presslufthammer und Maschinengewehr

Denn der Digitdia 7000 macht einen Höllenlärm. Die Geräusche changieren zwischen Maschinengewehr, Presslufthammer, Kreissäge und Baustellenlärm. Man wundert sich, dass die Dias nach dem Scannen wieder heil herauskommen und nicht zu Plastikpulver zermahlen werden. Das bedeutet: Man kann den Scanner zwar nebenher regelmäßig füttern, allerdings nicht gleichzeitig im selben Raum arbeiten oder sich dort aufhalten.

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Deshalb war es im Grunde von Vorteil, dass bei der ersten Lieferung einiges schiefgelaufen ist und die Ferien nicht für die Scan-Aktion genutzt werden konnten. Denn es empfiehlt sich, den Scanner in einem separaten Raum mit einem separaten Rechner laufen zu lassen. Das geht natürlich dann am besten, wenn tagsüber kein anderes Familienmitglied zu Hause ist und beispielsweise das Wohnzimmer dafür genutzt werden kann. Wenn es nicht anders geht, kann man mit dem Equipment natürlich von Raum zu Raum wandern. Das ist aber auf Dauer aber fast so nervig wie Rattern des Scanners.

Probleme bei CS-Magazinen

Die Scanner arbeitet in der Regel auch ohne Aufsicht zuverlässig seine Dias ab. Im Laufe der Woche passierte es nur einmal, dass ein Magazin nicht zu Ende gescannt wurde. Allerdings funktionierte das Scannen nur mit Universalmagazinen einwandfrei. Bei Dias in CS-Magazinen gab es große Probleme, so dass diese vor dem Scannen umsortiert werden mussten. Allerdings hakten die CS-Magazine im normalen Diaprojektor ebenfalls häufig. Der Scanner-Verleih empfiehlt, die Innenseite des Magazins mit Silikonspray einsprühen. Das haben wir nicht ausprobiert. Der weitere Tipp, die Dias durch mehrfaches rein- und rausschieben zu lockern, hat nicht funktioniert.

Laut Bedienungsanleitung lassen sich darüber hinaus Kompaktmagazine, Braun Paximat S (weiß), Paximat-Magazine und LKM-Magazine verwenden. In Glas gerahmte Dias könnten Probleme aufgrund harter Kanten verursachen.

Abspeichern unter Magazinnamen möglich

Der Vorteil der Scanner-Software: Jedes Magazin lässt sich unter einem bestimmten Basis-Dateinamen abspeichern. Damit kann die Bezeichnung und Sortierung der Diasammlung beibehalten werden. Die Zählung lässt sich individuell einstellen und wird an den Dateinamen angehängt. Auch die Länge der Indexnummer lässt sich festlegen. Damit wird sichergestellt, dass die Dateien später im Dateimanager in der richtigen Reihenfolge angezeigt werden.

Wichtig ist dabei ein kleiner Button in der Menüleiste, um das Magazin neu zu laden. Dadurch wird die Positionsnummer auf 1 zurückgesetzt. Erfolgt dies nicht, will der Scanner das neue Magazin zunächst komplett zurückfahren, um wieder zum ersten Bild zu kommen. Ebenfalls lässt sich in der Software die aktuelle Diaposition im Magazin festlegen.

Dias häufig zu dunkel

Die Software ist ganz brauchbar, allerdings in einigen Punkten verbesserungswürdig. So wäre es sinnvoll, die Scans gleichzeitig als TIFF und JPEG-Datei abspeichern zu können, wie es bei Digitalkameras möglich ist. Dann hätte man bei allen Fotos die Option, sie nachher noch mit einem Bildbearbeitungsprogramm verbessern zu können. Möglich wäre das natürlich nachträglich mit einem Batch-Bildkonverter wie XnConvert. Zudem schließt sich das Programm jedes Mal automatisch, wenn der Scanner ein- und ausgeschaltet wird. Ohne angeschlossenen Scanner lässt es sich auch gar nicht starten.

  • Der Reflecta Digitdia 7000 ist ein Magazinsacanner zum automatischen Einscannen von Dias. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die dazugehörige Software Cyberview X5 kann Bildfehler mit der Funktion Magic Touch automatisch beseitigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ein Aufnahme ohne jede automatische Bildbearbeitung mit 1.000 ppi. Die Verzerrungen sind glücklicherweise nur in dieser Einstellung aufgetreten. Scandauer ca. 1 Minute, 798 KB (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme mit Auto-Belichtung, Auto-Balance und Auto-Kontrast, 1.000 ppi. Scandauer ca 1,3 Minuten, 866 KB (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme zusätzlich mit Magic Touch. Der lange Kratzer im oberen Teil ist verschwunden. 1.000 ppi, Scandauer ca. 1,6 Minuten, 849 KB (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme zusätzlich mit Auto-Color. Der Unterschied ist nicht wahrnehmbar. 1.000 ppi, Scandauer ca. 1,6 Minuten, 845 KB (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme zusätzlich mit Mehrfachbelichtung (Multican-Exposure). Das Bild wirkt heller, auch in den Details.  1.000 ppi, Scandauer knapp 3 Minuten, 888 KB  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme mit Mehrfachabtastung (Multiple Sampling). Kaum Unterschiede zur einfachen Abtastung erkennbar.  1.000 ppi, Scandauer ca. 1,6 Minuten. 857 KB (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme mit Mehrfachbelichtung und Rauschreduktion. 1.000 ppi,  Scandauer ca 3 Minuten, 832 KB. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Aufnahme mit Mehrfachbelichtung und 2.500 ppi. Für die Darstellung am Rechner und für Fotoabzüge völlig ausreichend. Scandauer ca 5,6 Minuten, 4,26 MB. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Vergleich zwischen 10.000 ppi (l.) und 1.000 ppi (r.): Details sind in der hohen Auflösung deutlich besser sichtbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Vergleich zwischen 10.000 ppi (l.) und 2.500 ppi (r.): Die Unterschiede werden geringer, sind aber bei Details, wie der gestreiften Hose, weiter sichtbar.
  • Vergleich zwischen 10.000 ppi (l.) und 5.000 ppi (r.): Kaum noch Unterschiede erkennbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Vergleich zwischen 10.000 ppi (l.) und 7.500 ppi (r.): Die Aufnahmen sind praktisch identisch, die Scandauer unterscheidet sich nur um wenige Sekunden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ohne Magic Touch (l.) und mit Magic Touch (r.): Staubkörner und Kratzer werden beseitigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Solche stark beschädigten Dias können, wie in der linken Hälfte, nur noch begrenzt korrigiert werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Ein Aufnahme ohne jede automatische Bildbearbeitung mit 1.000 ppi. Die Verzerrungen sind glücklicherweise nur in dieser Einstellung aufgetreten. Scandauer ca. 1 Minute, 798 KB (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Insgesamt hat sich gezeigt: Bei den Scans lässt sich wenig an der Bildqualität drehen, wenn die Diavorlage nicht besonders gut ist. Die Originale vor 30 Jahren mit einer billigen Autofocus-Kamera waren häufig etwas unterbelichtet, was durch das Scannen nicht automatisch ausgeglichen werden konnte. Generell können Dias durch das Scannen ohnehin dunkler erscheinen als beim Betrachten durch den Projektor.

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 Fotosammlung einscannen: Buenos Dias aus dem Homeoffice16 Bit nicht besser als 8 Bit 
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mathisdt 12. Mai 2021 / Themenstart

Gern geschehen! Ich darf hier im Forum keine Links in meine Beiträge setzen, ich bin noch...

greenlucy 10. Mai 2021 / Themenstart

Kuck mal, was ich bei "Alternative zu Scannern" gepostet habe. Ich hatte eine bunte...

greenlucy 10. Mai 2021 / Themenstart

Wer foto-hardwareseitig gut ausgestattet ist (Systemkamera, Makroobjektiv, Diaprojektor...

John2k 10. Mai 2021 / Themenstart

Besitz belastet :-) Spätestens beim Umzug.

RaiseLee 10. Mai 2021 / Themenstart

:D +1

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