Fotolizenzen: EyeEm verkauft seine Bilder in Deutschland

Eine Bibliothek von über 50 Millionen Fotos: Das Berliner Startup EyeEm(öffnet im neuen Fenster) will die Bilder seiner Nutzer zu Geld machen. Dazu verkauft es Fotolizenzen zum Beispiel an Verlage und Bekleidungshersteller. Die Fotografen erhalten 50 Prozent der Einnahmen.

Neben den Bildern erscheint künftig ein Einkaufswagen-Symbol. Der Käufer kann aus zwei Lizenzmodellen auswählen. Für 20 US-Dollar erhält er eine Standardlizenz für eine weltweite digitale Nutzung des Bildes. Für Print-Verlage mit überdurchschnittlich großen Auflagen wird es mit 250 US-Dollar pro Bild teurer. Das gilt auch für Fernsehsender und Produkthersteller.
Verkauf startet deutschlandweit
Im März 2015 öffnete EyeEm seinen Bildermarktplatz in den USA, Großbritannien und Irland(öffnet im neuen Fenster) (PDF). Seit dem 16. Juli 2015 verkauft der Fotosharingdienst seine Bilderlizenzen auch in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden(öffnet im neuen Fenster) .
EyeEm betont, dass die Lizenzen nicht exklusiv seien. Das bedeutet, der Fotograf kann seine Bilder auch anderweitig nutzen und sogar verkaufen.
Bilder mit Filtern
Ähnlich wie bei Instagram können EyeEm-Nutzer Fotos mit dem Smartphone machen und auf die Plattform hochladen. Die Bilder können mit Filtern bearbeitet werden.
Das Verschlagworten von Bildern übernimmt das Programm automatisch. Dazu nutzt die App das GPS, die Uhrzeit und andere Daten, die das Smartphone von sich aus erfasst.
18 Millionen Euro neues Kapital
Das Berliner Startup EyeEm wurde 2011 gegründet. Im Januar 2013 überholte die App erstmals den Konkurrenten Instagram in Apples App Store . Nach eigenen Angaben hat EyeEm 13 Millionen Nutzer. Im April 2015, kurz vor dem Start seines Marktplatzes, erhielt das Unternehmen 18 Millionen US-Dollar von Investoren, wie Mitgründer Florian Meissner in einem Blogeintrag mitteilte(öffnet im neuen Fenster) .
EyeEm ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Die Bilddatenbank lässt sich auch im Browser abrufen(öffnet im neuen Fenster) .



