Foto-App: Google übernimmt Backupdienst Odysee und schließt ihn
Google hat das US-Startup Odysee übernommen und kündigt dessen Schließung für den 23. Februar 2015 an. Nutzer der iOS- und Android-Lösung können bis dahin ihre Bilder als Archiv herunterladen(öffnet im neuen Fenster). Die Apps sind in den App-Stores von Google und Apple schon nicht mehr verfügbar.
Odysee speichert alle Videos und Fotos des Anwenders und erlaubt ihre Archivierung und die Weitergabe an Dritte. Dabei wird unter anderem der eigene PC als Cloud-Speicher verwendet. Odysee synchronisiert sich nach Angaben des Startups zunächst mit dem Smartphone und speichert die Bilder und Videos dann im Original in einer komprimierten Version auf dem PC.
Cloud-Backup auf dem heimischen Rechner
Sollte der eigene PC offline sein oder über eine sehr langsame Internetverbindung verfügen, kann der Anwender auf eine Kopie seiner Inhalte beim Anbieter selbst zugreifen, die dort teilweise in niedrigerer Auflösung gespeichert werden. Inhalte, auf die häufig zugegriffen wird, werden auf den Servern des Anbieters in höherer Qualität gesichert. Eine detaillierte Beschreibung der Technik hat Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.
Was sich Google die Übernahme kosten ließ, hat das Unternehmen nicht verraten. Das Team von Odysee wird bei Google+ eingegliedert. Vermutlich war nicht die Technik hinter Odysee das Ziel der Übernahme, sondern das Personal, das bei dem Startup arbeitete.
Die schnelle Schließung des Dienstes ist eine deutliche Warnung an Anwender, nicht allzu sehr auf Dienstleistungen von Startups zu vertrauen, vor allem wenn es um wichtige Daten geht. In der Vergangenheit wurden schon oft Dienste übernommener Startups innerhalb kurzer Zeit ersatzlos beendet.
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