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Fossile Energien für Rechenzentren: Meta verlässt Klimaschutzinitative

Wegen des zunehmenden Einsatzes von Gasturbinen als Stromerzeuger für Rechenzentren erfüllt Meta die Anforderungen für RE100 nicht mehr.
/ Mike Faust
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Der Energiekonzern Entergy soll für Meta sieben neue Gaskraftwerke bauen. (Bild: USA TODAY Network via Reuters Connect)
Der Energiekonzern Entergy soll für Meta sieben neue Gaskraftwerke bauen. Bild: USA TODAY Network via Reuters Connect

Meta ist aus der RE100-Initiative, einem globalen Zusammenschluss von Unternehmen, die sich dem Ziel verpflichtet haben, ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien zu decken, ausgetreten. Als Begründung nennt die Nachrichtenseite Rechargenews(öffnet im neuen Fenster) die zunehmende Verwendung von Erdgas für die Energieversorgung von Rechenzentren.

Ein Sprecher der Climate Group, die die RE100-Initiative leitet, bestätigte Rechargenews, dass Meta die Kriterien für die Initiative aufgrund der hohen Investitionen in Gaskraftwerke nicht mehr erfüllen kann.

"Nach mehreren eingehenden Gesprächen zwischen Meta und der Climate Group ist Meta aus der RE100-Initiative ausgetreten, da das Unternehmen aufgrund von Investitionen in neue Gaskraftwerke die technischen Kriterien nicht mehr erfüllen kann", so ein Sprecher der Initiative.

Energiebedarf steigt schneller als Ausbau der Erneuerbaren

Laut Rechargenews soll Meta eine Vereinbarung mit dem Strom- und Gasversorger Entergy getroffen haben, um im US-Bundesstaat Louisiana sieben neue Gaskraftwerke zu bauen. Diese sollen eine Leistung von mehr als fünf Gigawatt für eines der größten Rechenzentren des Konzerns liefern.

Seit dem Jahr 2021 behauptet der Konzern, seinen Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Dies basiert aber primär auf dem Kauf von erneuerbaren Energiezertifikaten (Renewable Energy Certificate, REC) und langfristigen Stromlieferverträgen (Power Purchase Agreement, PPA).

Der Energiebedarf von KI-Rechenzentren steigt schneller an als der Ausbau von erneuerbaren Energiequellen. Für Betreiber von Rechenzentren sind Erdgas und der Betrieb entsprechender Turbinen für die Stromerzeugung vor Ort die am schnellsten verfügbare Technologie. Für Anwohner und Umwelt ist dieses Vorgehen aber eine hohe Belastung.

Microsoft und Google gehören ebenfalls der RE100-Initiative an und stehen vor demselben Problem wie Meta. Auch diese beiden Konzerne investieren stark in den Ausbau von Rechenzentren und sind auf eine Energieversorgung angewiesen, die den Kriterien der Climate Group widerspricht.


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