Abo
  • Services:
Anzeige
Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel
Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel (Bild: Sébastien Bertrand/CC-BY-SA 3.0)

Fossa: EU-Abgeordnete planen Bug Bounty für freie Software

Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel
Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel (Bild: Sébastien Bertrand/CC-BY-SA 3.0)

Nach den erfolgreichen Code-Audits von Keepass und dem Apache-Webserver durch ein Pilotprojekt der EU hat das Europäische Parlament nun für eine Verlängerung der Finanzierung gestimmt. Außerdem könnte es mehr Geld und ein regelmäßiges Bug-Bounty-Programm geben.

Im Rahmen des Pilotprojekts "EU Free and Open Source Software Auditing" (EU-Fossa) investierte die EU im vergangenen Jahr 1 Million Euro unter anderem in Code-Audits für den freien Passwortmanager Keepass und den Webserver Apache. Ziel des Pilotprojekts war vor allem die Überprüfung freier Software, die in den EU-Institutionen zum Einsatz kommt.

Anzeige

Mehr Geld für Open Source

Jetzt haben sich die drei Europaabgeordneten Julia Reda (deutsche Piraten), Max Andersson (schwedische Grüne) und Marietje Schaake (niederländische Liberale) für eine Verlängerung und Aufstockung des Programms eingesetzt. Als Teil des EU-Budgets für 2017 hat das Europäische Parlament in seiner Plenarsitzung am 26. Oktober einer Fortführung des Projekts sowie einer Erhöhung des Projektbetrags auf 2 Millionen Euro zugestimmt.

Nach den Plänen der Abgeordneten sollen damit nicht nur weitere Code-Audits finanziert werden. Mit Hilfe eines Bug-Bounty-Programms könnten Programmierer direkt von den Mitteln profitieren, wenn sie Fehler in quelloffenen Programmen finden, die in den EU-Institutionen genutzt werden. Ein entsprechendes Verzeichnis betroffener Software wurde im Rahmen der ersten Projektphase erstellt.

Mittel sollen bei Programmierern ankommen

Das war auch eines der wichtigsten Ziele von Mitinitiatorin Reda: "In der ersten Projektphase wurden viele vorbereitende Arbeiten wie die Entwicklung einer Methodologie und das Erstellen des Inventars durchgeführt", sagt ihr Pressesprecher. Nur ein kleiner Teil des Projektbudgets konnte für die ersten Code-Audits selbst aufgewendet werden. Mit der neuen Runde und dem Bug-Bounty-Programm solle sich das nun ändern.

Der Beginn des EU-Fossa-Projekts startete in der Tat mit einigen Schwierigkeiten. So kritisierte die Foss-Gemeinde, dass die von der EU-Kommission beauftragte Beratungsfirma Everis nur wenig Erfahrung mit freier Software habe und unbrauchbare Konzepte für deren Entwicklung vorschlage.

Zustimmung der nationalen Regierungen notwendig

Laut Redas Büro seien zumindest die Entwickler von Keepass am Ende aber sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Code-Audits gewesen. Von Apache gibt es offenbar noch kein direktes Feedback. Es sei aber in jedem Fall hilfreich, wenn "durch ein solches Projekt in den EU-Institutionen Know-how zum Thema Open Source gefördert werden kann", ergänzt Redas Pressesprecher.

Damit das Geld im kommenden Jahr tatsächlich zur Verfügung steht, müssen nun noch die Vertreter der 28 EU-Mitgliedstaaten im Rat, also auch die Bundesregierung, dem Budgetvorschlag des EU-Parlaments zustimmen. Zumindest an den Beträgen könnten die Regierungen hier noch drehen.


eye home zur Startseite
Cok3.Zer0 29. Okt 2016

"Nur ein kleiner Teil des Projektbudgets konnte für die ersten Code-Audits selbst...

Gormenghast 28. Okt 2016

Dann kann die EU endlich mit der Bestellung beginnen. Hätte man nicht besser 2006 einen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. energy & meteo systems GmbH, Oldenburg
  2. R&S Cybersecurity ipoque GmbH, Leipzig
  3. twocream, Wuppertal
  4. DATAGROUP Köln GmbH, Starnberg bei München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. 444,00€ + 4,99€ Versand
  3. ab 486,80€

Folgen Sie uns
       


  1. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  2. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  3. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  4. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  5. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  6. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  7. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht

  8. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  9. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  10. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

  1. Re: Ist doch Standard

    JKirschbaum | 19:46

  2. Re: Unity ist auch eine vergleichsweise gute Engine

    Blubbernaut | 19:45

  3. Nur Windows-VLC betroffen?

    dantist | 19:42

  4. Re: Händler haben es nicht anders verdient

    kommentar4711 | 19:37

  5. Re: Vaporware

    KruemelMonster | 19:35


  1. 18:58

  2. 18:20

  3. 17:59

  4. 17:44

  5. 17:20

  6. 16:59

  7. 16:30

  8. 15:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel