Forza Motorsport 7: Dynamische Wolken und wackelnde Rückspiegel

So schön wie in Forza Motorsport 7 glänzt der Lack auf einem Ferrari oder Porsche nicht mal in echt. Beim Ausfahren der Boliden gibt's aber (absichtlich) auch ein paar weniger perfekte Details.

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Artwork von Forza Motorsport 7
Artwork von Forza Motorsport 7 (Bild: Microsoft)

Auch am letzten Tag der Spielemesse E3 haben die Mitarbeiter des Entwicklerstudios Turn 10 noch spürbar viel Spaß daran, den Kameraausschnitt langsam über die Karosserie von einem der Supersportwagen in Forza Motorsport 7 wandern zu lassen. Es sieht faszinierend aus, wie sich das Licht auf dem gerundeten und geschwungenen Lack spiegelt - wir wären kaum sehr überrascht, wenn sich gleich herausstellen würde, dass wir hereingelegt wurden und die Kamera vorher echtes gefilmtes Blech gezeigt hat.

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Aber natürlich greift Turn 10 nicht zu derartigen Tricks, sondern zeigt einfach nur die kunstvoll modellierten Vehikel, vor allem den auf der Messe präsentierten Porsche 911 GT 2 RS. Er ist so etwas wie der Vorzeigeflitzer des Rennspiels - das insgesamt rund 700 Autos unterschiedlicher Hersteller im Angebot haben wird, darunter die angeblich größte Sammlung von Porsches und Ferraris.

Die Autos entstehen übrigens, so erzählt man uns, in enger Zusammenarbeit mit den Herstellern, die in den meisten Fällen ihre CAD-Daten bereitstellen. Und zwar nicht nur die für die Karosserie, sondern auch für den Innenraum und für weitere wichtige Elemente wie den Motor. Etwa drei bis sechs Monate benötigen die kleinen Teams bei Turn 10 dann, um aus diesen Daten ein Ingame-Auto zu bauen. Dabei legen sie übrigens nicht zwingend Wert auf allergrößte Perfektion: Mit einem relativ aufwendigen Verfahren wird etwa dafür gesorgt, dass der Rückspiegel und ähnliche Kleinteile realistisch wackeln.

Die Autohersteller hätten Verständnis für derlei authentische Details, so Turn 10 auf unsere Nachfrage. Nur bei der allgemeinen Linienführung und den Spaltmaßen würden die Firmen wenig Verständnis für unabsichtliche oder absichtliche Ungenauigkeiten zeigen.

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Eine Neuerung in Forza Motorsport 7 ist, dass Spieler nicht nur ihr Lieblingsauto aussuchen und nach eigenen Vorstellungen tunen können, sondern das Gleiche auch mit dem Piloten machen können. Rund 300 unterschiedliche, weibliche und männliche Fahrer sollen wir uns basteln können. Die Outfits reichen vom altertümlichen Lederhelm aus der Zeit der Oldtimer bis zum Hightech-Overall. Alle Piloten tragen immer Helm, Gesichter sind also nicht zu erkennen.

Größere Änderungen gegenüber dem Vorgänger gibt es laut den Entwicklern bei der Kampagne. Es soll sechs grundlegende Meisterschaften geben, darunter Klassiker wie Seeker, Breakout und Evolution. Spieler sollen darin nach und nach Autos freischalten und sammeln können, dazu kommen ein spezieller Präsentationsmodus und wohl auch irgendwas mit bekannteren Fahrern - das hat Turn 10 jedenfalls so angedeutet. Mit Details ist erst später zu rechnen, vermutlich auf der Gamescom im August 2017.

Technisch lässt das Spiel zumindest keine sichtbaren Wünsche offen. Die über 30 Strecken wurden nach Angaben der Entwickler so detailgetreu wie möglich erfasst. Besonders viel Wert legen sie darauf, dass durch unterschiedliche Lichtverhältnisse und wechselndes Wetter die Pisten immer wieder etwas anders aussehen. Die dynamischen Wolken aus Forza Horizon 3 wird es auch in Motorsport 7 geben, und zwar in verbesserter Form; bereits in der Vorabversion sah es noch etwas besser aus, wie die Schatten über die Strecken zogen.

Wir konnten das neue Forza auf der E3 kurz anspielen - zu kurz, um wirklich Aussagen über die Unterschiede zu den Vorgängern treffen zu können. Das Spiel erscheint am 3. Oktober 2017 gleichzeitig für Xbox One - die Fassung für die Xbox One X, die auch auf der Messe gezeigt wurde, soll natürlich auch mit 4K-Auflösungen und HDR immer eine Bildrate von 60 fps bieten können.

Auf der gleichzeitig verfügbaren, über Play Anywhere ohne weiteren Aufpreis mitgelieferten Fassung für Windows 10 (und DirectX-12) soll das Spiel ebenso flüssig laufen. Dort unterstützt es nach Angaben der Entwickler übrigens nicht nur praktisch alle verfügbaren PC-Lenkräder, sondern auch die für die Playstation 4 und sogar den Dualshock-Controller.

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