Forza Horizon angespielt: GTA für Rennsportler
"Wir wollten diesmal keine Simulation machen" , erzählt Dan Greenawalt, der bei Turn 10 Studios als Game Director für Forza Horizon zuständig ist. "Unser Ziel war: Wir machen Autofans zu Gamern – und Gamer zu Autofans." Das könnte dem ab Ende Oktober 2012 nur für Xbox 360 verfügbaren Rennspiel allein schon deshalb gelingen, weil es einen riesigen Fuhrpark mit den meisten wichtigen – auch deutschen – Autoherstellern bietet und zugleich deutlich zugänglicher ist als die bislang veröffentlichten Spiele der Serie.

Ein knallroter VW Corrado war eines der Vehikel, mit dem wir den Anfang von Forza Horizon ausprobieren konnten. Das Rennspiel bietet eine offene Spielewelt, deren Aufbau mehr oder weniger deutlich an Titel wie GTA oder Midnight Club erinnert. Allerdings sausen wir nicht durch Städte, sondern durch eine verkleinerte Version US-Bundesstaates Colorado. Entlang der Hunderten-von-Meilen-Straße gibt es die typischen rostroten Felsformationen in der Wüste, lauschige Nadelwälder und kleine Siedlungen.
Ziemlich in der Mitte der Landkarte befindet sich ein Festivalgelände, zu dem uns die ersten paar Einsätze in mehreren Stufen führen – Forza Horizon ist nämlich in eine Art virtuelle Autoparty eingebettet. Das bedeutet, dass es ab und zu mal nett gemachte Rendervideos gibt mit feiernden Menschen sowie einer hübschen jungen Frau, die uns erstaunlich sympathisch findet. Das Festgelände dient als zentraler Anlaufpunkt, wenn wir beispielsweise unser Auto tunen, austauschen oder mit einer anderen Farbe lackieren wollen.
Nach der ersten halben Stunde können wir dann weitgehend frei entscheiden, was wir tun: Wir können einfach nur durch Colorado fahren, um die Landschaft zu bewundern – sie ist tatsächlich sehenswert – und in aller Ruhe Musik zu hören. Wie in GTA gibt es mehrere Radiostationen, die von Rock über Indie bis Dance verschiedene Genres bedienen; gut sechs Stunden Musik befinden sich nach Angaben der Entwickler im Spiel.
30 schöne Bilder pro Sekunde
Kleine Symbole auf der Karte stehen für Rennveranstaltungen. Die markieren wir, fortan zeigt uns das Navigationssystem eine grüne Linie auf der Straße an, die uns auf kürzestem Weg zum Ziel bringt. Ein paar der Events haben wir ausprobiert. Unter anderem sind wir in einem Wettrennen gegen ein Flugzeug angetreten – das war zwar deutlich schneller als wir, muss aber immer sehr lange Kurven fliegen, so dass der Sieg dann trotzdem machbar war.
Dazu kommt eine breite Palette weiterer Renntypen: Es gibt Straßenrennen, Offroad-Wettbewerbe, Duelle und vieles mehr. Außerdem finden sich einige weitere Aufgaben – etwa die, bei den in der ganzen Welt verteilten Radarfallen mit einer möglichst hohen Geschwindigkeit geknipst zu werden.
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Die Fahrphysik verweist noch am stärksten auf die Simulationsgeschichte von Forza hin. Wer auf "Superleicht" spielt und alle Assistenten aktiviert, kommt zwar halbwegs einfach um die Ecken – trotzdem ist das Ganze etwas herausfordernder als in Actionrennspielen wie GTA. Schade: Auch Horizon bietet keine Bildwiederholrate von 60, sondern grundsätzlich nur von 30, was bei schnellen Kurven oder Kameraschwenks tatsächlich spürbar war und sich etwas zäh anfühlte.
Dafür wirkt die Grafik aufwendig und detailreich. Sogar fließende Tag- und Nachtwechsel gibt es – nach Angaben der Entwickler ist das Fahren bei Dunkelheit im unbeleuchteten Colorado aber absichtlich etwas schwieriger gestaltet.
Mit an Bord ist übrigens auch die Möglichkeit, über die Y-Taste die letzten paar Sekunden zurückzuspielen und so etwa ein besonderes Manöver zu optimieren oder einen Unfall doch noch zu vermeiden. Unserem Corrado hat das mehrfach die rote Karosserie gerettet.
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