Fortnite und Tinder: Neue Kritik an Apples App-Store-Provision

Weitere große App-Anbieter wagen sich in die Öffentlichkeit und kritisieren Apples Provisionen für App-Store-Abos.

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Die Kritik an Apples App-Store-Provisionen nimmt zu.
Die Kritik an Apples App-Store-Provisionen nimmt zu. (Bild: STR/AFP via Getty Images)

Nachdem die EU-Kommission offiziell Untersuchungen wegen Apples App-Store-Praxis begonnen hat, mehren sich die kritischen Stimmen gegenüber dem iPhone-Hersteller. Die Unternehmen hinter Fortnite und Tinder kritisieren Apples Vorgaben bei App-Abos und dem App-Store-Monopol, berichtet die Washington Post. Beide Unternehmen bemängeln, dass Apple durch sein Vorgehen die Gewinnmargen der Konkurrenz verringert und zugleich die Kundschaft im App Store höhere Preise habe zahlen müssen.

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Epic Games verdient unter anderem Geld damit, dass über Fortnite virtuelle Gegenstände gekauft werden. Von diesen Einnahmen behält Apple einen Teil der Einnahmen. Das wird von Apple damit begründet, die Sicherheit im App Store zu schützen. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, sagte: "Das Monopol des iOS App Store schützt nur den Profit von Apple, nicht die Gerätesicherheit."

Auch die Match Group, die hinter Diensten wie Tinder, OKCupid und Match.com steht, gesellt sich zu den Kritikern. "Apple ist ein Partner, aber auch eine dominierende Plattform, deren Aktionen die große Mehrheit der Nutzer dazu zwingen, mehr für Apps von Drittanbietern zu bezahlen, die Apple willkürlich als 'digitale Dienste' definiert", sagte das Unternehmen in einer Erklärung.

Untersuchung von Apple durch EU-Kommission wird begrüßt

In einer Axios vorliegenden Stellungnahme wird die Kritik der Match Group konkretisiert. "Apple verlangt von Firmen für E-Books, Musik- und Videostreaming, Cloud-Speicher, Spiele und Online-Dating 30 Prozent ihrer Einnahmen, was umso alarmierender ist, wenn Apple dann in den gleichen Bereich eintritt, wie wir es wiederholt gesehen haben. Wir sind uns ihrer Macht über uns sehr bewusst." Die durch die EU-Kommission eingeleitete Untersuchung werde begrüßt.

Die Untersuchung der EU-Kommission geht auf eine Beschwerde durch Spotify zurück. Die Washington Post zitiert Spotifys Chefjuristen Horatio Gutierrez mit den Worten: "Apple agiert als Stadionbesitzer, Schiedsrichter und Spieler und verändert das Spielfeld zugunsten seiner eigenen Dienste". Es bestehe kein Zweifel, dass Spotify heute erfolgreicher wäre, wenn es nicht das Verhalten von Apple gegeben hätte.

Neuem E-Mail-Dienst droht die Entfernung aus dem App Store

In dieser Woche gab es für den neuen E-Mail-Dienst Hey von Basecamp Streit um die App-Store-Provision. Apple verlangt, dass die E-Mail-App eine Abobuchung über Apples App-Store-System integriert. Folgt der Anbieter dem nicht, will Apple die Hey-App aus dem App Store entfernen.

David Heinemeier Hansson, der Mitgründer und CTO von Basecamp, berichtet, dass er seit Jahren solche Geschichten von Entwicklern hört. Und er fügte hinzu: "Es gibt in einer Million Jahren keine Chance, dass ich Apple ein Drittel unserer Einnahmen zahle. Das ist unverschämt und kriminell." Er wolle dagegen kämpfen und dafür "jeden US-Dollar ausgeben, den wir haben oder jemals verdienen werden, bis so ein Gebaren unterbunden ist".

EU-Kommission untersucht Apples Methoden

Diese Woche hat die EU-Kommission nach Beschwerden von Konkurrenten mit Untersuchungen von Apple begonnen, die klären sollen, ob Apple unfairen Wettbewerb in seinem App Store und beim Bezahlsystem Apple Pay betreibt. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager leitete zwei offizielle Verfahren ein.

Hintergrund der Prüfungen ist unter anderem eine Beschwerde des Musikdienstes Spotify über die Abgabe von 30 beziehungsweise 15 Prozent auf Abo-Einnahmen im App Store. Darin sieht der Streamingdienst eine Benachteiligung gegenüber Apples Produkten. Netflix erlaubt aufgrund der App-Store-Provisionen bereits länger keine Buchung eines Abos über den App Store. Bei Apple Pay kritisierten Banken unter anderem, dass sie nicht an Apple vorbei auf den NFC-Chip zum kontaktlosen Bezahlen zugreifen können.

EU-Kommission will Wettbewerbsverzerrungen unterbinden

"Es scheint, als habe Apple beim Vertrieb von Apps und Inhalten an Nutzer der beliebten Apple-Geräte die Rolle eines 'Torwächters' eingenommen", sagte Vestager. Es müsse sichergestellt werden, dass dies nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führe.

Apple wies die Vorwürfe zurück. "Es ist enttäuschend, dass die Europäische Kommission den haltlosen Beschwerden einiger weniger Unternehmen folgt, die einen Freifahrschein wollen, statt nach den gleichen Regeln zu spielen wie alle anderen auch", sagte ein Sprecher. Apple halte das nicht für richtig. "Wir wollen gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle erhalten, damit jeder mit einer guten Idee und Entschlossenheit Erfolg haben kann."

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Lala 19. Jun 2020

Oder auch nicht... Für einen kleinen Entwickler würde es ungleich mehr als 30% kosten...

basti1253 19. Jun 2020

Spotify zahlt die Provision, während Apple den hauseigenen Dienst im AppStore bewirbt...

D43 18. Jun 2020

Ich habe auch nicht dagegen argumentiert, ich sagte von Anfang an das man nicht für IOS...

ChMu 18. Jun 2020

Was ist falsch? Und wiso kannst Du mit Basecamp3 keine email nutzen? Und diese email ist...


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