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Fortnite schwächelt: Epic entlässt über 1.000 Angestellte

Sinkende Einnahmen beim Dauerbrenner Fortnite: Epic Games baut Stellen ab und ergreift weitere Sparmaßnahmen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Fortnite (Bild: Epic Games)
Artwork von Fortnite Bild: Epic Games

Epic Games hat einen der größten Einschnitte seiner Unternehmensgeschichte angekündigt: Mehr als 1.000 Beschäftigte verlieren ihren Job. In einer Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) begründet das Unternehmen den Schritt mit deutlich gesunkenen Einnahmen rund um Fortnite, das über Jahre hinweg als wichtigste Geldquelle diente.

Demnach habe sich das Wachstum des Spiels zuletzt spürbar abgeschwächt. Zwar bleibe Fortnite weiterhin eines der größten Live-Service-Spiele weltweit, doch die Erlöse hätten nicht mehr das Niveau früherer Jahre erreicht.

Epic Games reagiert darauf mit einer umfassenden Neuausrichtung und will die Ausgaben um rund 500 Millionen US-Dollar pro Jahr senken, um langfristig profitabel zu bleiben. Wie viele Beschäftigte das Unternehmen hat, ist nicht bekannt. Branchenbeobachter gehen von rund 5.000 bis 6.000 Mitarbeitern aus – vor den nun verkündeten Entlassungen.

Epic Games will weniger Geld ausgeben

Firmenchef Tim Sweeney erklärt, dass Epic über einen längeren Zeitraum mehr Geld ausgegeben habe, als durch das Kerngeschäft hereinkam. Die hohen Investitionen in neue Projekte, den Epic Games Store sowie in Infrastruktur hätten sich langsamer ausgezahlt als erwartet. Die Kündigungen seien deshalb ein notwendiger Schritt, um das Unternehmen finanziell zu stabilisieren.

Trotz der Einschnitte betont Epic, weiterhin an zentralen Zukunftsfeldern festhalten zu wollen. Dazu zählen neben Fortnite auch die Unreal Engine sowie der Ausbau des eigenen Stores als Konkurrenz zu Plattformen wie Steam. Gleichzeitig soll die Organisation insgesamt schlanker werden, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.

Die Entlassungswelle reiht sich in eine Serie von Jobkürzungen in der Spielebranche ein. In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche große Publisher und Tech-Unternehmen ähnliche Maßnahmen angekündigt. Bei Epic fällt der Schritt jedoch besonders deutlich aus – auch, weil das Unternehmen lange als eines der wachstumsstärksten Studios der Branche galt.


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