Fortnite: Epic Games greift die Appstores an

Mit einer Preissenkung beim Actionspiel Fortnite setzt Epic Games sowohl Apple als auch Google unter Druck.

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Artwork von Fortnite
Artwork von Fortnite (Bild: Epic Games)

Das Entwicklerstudio Epic Games senkt die Preise in Fortnite. Dabei dürfte es aber nicht primär um die Kundenzufriedenheit gehen, sondern um die Provisionen im App Store und im Google Play Store. Epic-Chef Tim Sweeney beschwert sich schon seit Jahren öffentlich über die Geschäftspraktiken von Apple und Google.

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Sweeney hat erst im Juli 2020 zu CNBC gesagt, dass die beiden Unternehmen innerhalb ihres jeweiligen Ökosystems ein "Monopol" beim Verkauf von Software hätten. Das nutzten sie aus, indem sie Provisionen von bis zu 30 Prozent behielten.

Nun senkt Epic Games den Preis von virtuellen Gütern und vor allem von der Ingame-Währung V-Bucks um 20 Prozent. Das gilt für alle Plattformen - also für Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch, MacOS und Windows-PC.

Auch auf iOS und Android werden die virtuellen Extras um 20 Prozent verbilligt. Allerdings gilt das nur, wenn die Kundschaft statt über den jeweiligen Appstore ein neues Bezahlverfahren namens Direktzahlung an Epic verwendet. An diesem sind Apple und Google nicht beteiligt, entsprechend erhalten sie keine Provision.

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Für Epic Games bedeutet die Preissenkung: Auf MacOS und Windows-PC erhält das Studio tatsächlich weniger Geld pro Transaktion - eben 20 Prozent weniger. Auf Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch dürfte es ähnlich sein.

Allerdings hängen die Details von den jeweiligen Konditionen ab, die Großkunde Epic mit Sony, Microsoft und Nintendo ausgehandelt hat. Besonders für die Playstation 4 dürfte es enge Absprachen mit Sony gegeben haben - der japanische Konzern ist seit Kurzem an Epic Games beteiligt.

Auf iOS und Android bekommt Epic Games rein rechnerisch sogar mehr Geld - nämlich die Differenz zwischen den 20 Prozent Preissenkungen und den eingesparten 30 Prozent Provision. Die große Frage ist allerdings, wie Apple und Google reagieren.

Eigentlich ist es Anbietern nicht erlaubt, alternative Bezahlsysteme wie das von Epic Games in Apps zu verwenden. Das Zahlungssystem ist direkt in die App integriert, die Endkunden müssen dort unter anderem Kreditkartendaten hinterlegen.

Möglich wäre nur, ein Bezahlen per App ganz zu unterbinden. Bei Fortnite etwa müssten der Season Pass oder virtuelle Extras dann per Browser gekauft werden. Das dürfte in der Praxis aber kaum funktionieren - vermutlich dürften nicht wenige der eher jüngeren Fortnite-Spieler damit auch schlicht überfordert sein.

Epic Games argumentiert allerdings, dass es in sehr vielen Apps bereits Direktzahlungen gebe, an denen Apple und Google keine Provisionen bekommen. Genannt werden Amazon, McDonalds und Fahrdienste wie Uber und Lyft.

Die Frage ist nun, wer nachgibt. Entweder deaktiviert Epic Games die Direktzahlungen wieder oder Apple und Google werfen Fortnite aus ihren Appstores - was aber sehr viele Kunden ärgern dürfte.

Übrigens verkündet Epic-Chef Sweeney schon seit Jahren sein eigentliches Ziel: Er möchte den bislang nur auf PCs verfügbaren Epic Games Store auf mobile Endgeräten erweitern, und dort in Konkurrenz zu den Shops von Apple und Google zu treten.

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Waffelparty 14. Aug 2020

vielen Dank für die Info, das hab ich jetzt nicht gewusst :)

Prypjat 14. Aug 2020

Die Aussage, "Schön für Dich", hat Dich also Wissen lassen, dass ich mich wie ein...

Dwalinn 14. Aug 2020

Danke für die Info! Hatte mir das scheinbar falsch gemerkt.

Captain 14. Aug 2020

Wobei ich die Rechtmässigkeit dieser Richtlinie komplett in Frage stelle...



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